Ah mal wieder eine symmetrisch unsymmetrisch Diskussion. Ich habe mir da schon vor einiger Zeit eine abschließende Meinung gebildet die auch in dem Headfipost geäußert wird: Für mich macht es das einfach nur lauter.
Der einzige aber wirklich einzige Grund wo es mir irgendwie sinnvoll scheint ist das man Brummschleifen hundertprozentig ausschließen kann. Wenn das einige Hardcoreenthusiasten wollen, können sie das gerne machen von mir aus, allerdings kann man das aus meiner Sicht auch mit nur etwas vernünftigem Kabelmanagment und ein bisschen Kabelabschirmung.
Fazit: Für mich persönlich macht es das nur lauter und es ist mir total wurscht.
Aufpassen, in der Diskussion dort startet jemand mit der Frage nach dem Sinn symmetrischer Kabel. Später wird dann der Begriff erweitert auf Verstärkersymmetrie.
Also meine zwei Cents: Symmetrische Kabel bringen natürlich keinen Gewinn, wenn sie nicht symmetrisch versorgt werden. Hat man eine gemeinsame Masse Common Ground, dann ist das streng genommen eine dreiadrige Verbindung. Kein Gewinn, nicht mal die 6dB zusätzliche Lautstärke.
Sobald jeder Kanal unabhängig verstärkt wird, sieht die Sache völlig anders aus. Der Nutzen der Symmetrie geht verloren, wenn dahinter wieder ein Common Ground geschaltet wird. Der Nutzen verstärkerseitig ist: 6dB mehr Lautstärke, kaum Übersprechen der Kanäle, besserer Signal-Rausch-Abstand. Dazu werden Einstreuungen/Störungen (bei langen Kabeln im Profi-Umfeld sind die gar nicht mal so selten) kompensiert. Der Effekt ist bei 2 Meter Kabeln im privaten Umfeld aber eher zu vernachlässigen. Abschirmung ist eigentlich eher nicht nötig.
Symmetrie beginnt nicht im Kopfhörerkabel. Idealerweise hat man bereits zwischen Quelle und Verstärker symmetrische Verkabelung per XLR.
PS. In meinem Umfeld nutze ich die Symmetrisierung für den 600 Ohm DT990, den ich nach Dominiks Umbau am M23 mit den zusätzlichen 6dB sehr gut betreiben kann.
Ich habs gepostet, weil mir eben ein Licht beim Thema Verstärker aufgegangen ist.
Eine Kabeldiskussion wollte ich nicht anstoßen, da ich mich im Threadtitel schon auf Verstärker bezogen habe.
Zu den Kabeln nur so viel, mir bieten die zwei Arten des Anschlusses die Möglichkeit insgesamt 6 Kopfhörerverstärker und eine Stereo Endstufe direkt vom Eversolo DMP-A8 aus zu betreiben (4 per XLR, 2 + 1 RCA). Nötig ist das, weil weder die Elac Endstufe noch der Cayin HA-3A das Signal durchschleifen. Wegen des Durchschleifens und der daraus resultierenden vielen Steckverbindungen lege ich Wert auf ordentliche Neutrik Stecker und ein solides, aber nicht highendiges Mogami Kabel dazwischen.
Auch beim Eingang hat das Vorteile, weil sowohl meine Pro-Ject Pre Box Digital RS2 als auch der Eversolo DMP-A8 haben jeweils einen analogen Eingang. Der Phono Zweig ist vom Tonabnehmer bis zum Vorverstärker per XLR verkabelt und symmetrisch verstärkt, lässt den analogen RCA für noch eine Komponente frei.
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Wenn schon fünf Zylinder dann aber verteilt auf zwei Motorräder