Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Tüftler
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

ne ganze Menge Input ....
Bei den Gittern der "no baffle" , schriebst Du von LS-Gittern , hast im Prinzip immernoch Fläche die eine Eigenresonanz aufbaut .. nur ein Gedanke :
teste die Konstruktion mal mit nem Gitter-Rost , z.B. ne alte Lichtschacht-Abdeckung ... ist stabil , weist weniger Oberfläche auf und einfach zu stellen in dem man je Gitter 2 Leisten in den unteren Ecken durch den Raster steckt .

Beton-Boxen gießen ist ne tückische Arbeit , ne riesen Sauerei und wenn Lufteinschlüsse entstehen reißen die Dinger .
Einfacher und weniger Dreck / Aufwand ist , 25 mm Trocken-Estrich zu verwenden . Platten Zusägen mit Schnellbauschrauben und PU-Kleber zusammenbauen ... Oberfläche kannste gestalten wie gewünscht ;)

Beim Umbau der OB auf D' Apollito Anordnung mittels der 4 (20 cm) Bässe ist es ratsam den BB in der Mitte durch 2 Brettchen abzugrenzen , also in ein separates U zu setzen .....
Hirnwindungslauscher hat geschrieben: So 11. Dez 2022, 00:21 Das Ende der "Boxen" bei mir?
Kannste knicken , wer mal Blut geleckt hat ..... gibt noch vieles zu testen ...

Hirnwindungslauscher hat geschrieben: So 11. Dez 2022, 00:21 Wenn EQ und AMPs vorhanden sind -> ist meine Vorgehensweise wohnraumtauglicher.
Seh ich ähnlich und bin da grad beim aufrüsten , Sub-Module hab ich genug , EQ vorhanden , 2 lüfterlose Stereo-Endstufen und Aktivweiche kommen nächste Woche dazu , dann ist das meiste für die Hybriden im Regal :D

back to "no baffle" ... da gibts tatsächlich die wildesten Konstruktionen die statt ins Wohnzimmer eher ins Guggenheim oder MomA gehören .

egal , solang's Spaß macht und voran geht , passt's !
Hirnwindungslauscher
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Tüftler hat geschrieben: So 11. Dez 2022, 14:36 ne ganze Menge Input ....
Bei den Gittern der "no baffle" , schriebst Du von LS-Gittern , hast im Prinzip immernoch Fläche die eine Eigenresonanz aufbaut
Ja, das ist korrekt. Leider hat man diese Eigenresonanzen mit allem, was man nimmt.
Ich merke ja auch selbst, wie sehr die Bretter vibrieren (gefühlt wesentlich mehr, als bei normalen Gehäusen). Ich glaube nicht, dass nur alleine die instabilere Bauweise (da nur ein Brett ) dafür sorgt. Vermutlich liegt es zusätzlich an der sehr hohen Auslenkung der Tieftöner.

In irgendeinem englischsprachigen Forum fand ich damals jemanden, der aus PRV 6" PA-Breitbändern (bis dahin kannte ich die Marke nichtmal - sieht aber sehr interessant aus) und Dayton UM-18 eine No-Baffle gebaut hat. Das und meine eigenen Versuche BBs mal ohne Gehäuse zu betreiben (+ massig EQing) haben mich dazu bewegt, es mal "richtig" zu testen.
teste die Konstruktion mal mit nem Gitter-Rost , z.B. ne alte Lichtschacht-Abdeckung ... ist stabil , weist weniger Oberfläche auf und einfach zu stellen in dem man je Gitter 2 Leisten in den unteren Ecken durch den Raster steckt .
Ich glaube, ich weiss, welche du meinst. Im Elternhaus waren die vor bei den Kellerfenstern verbaut. Keine schlechte Idee :)
Allerdings habe ich noch die Hoffnung, dass ich die von mir genutzten Gitter durch weitere Stabilisierung ein besseres Ergebnis liefern werden. Es tritt auch nur störend bei der rechten Seite auf. Auch wenn die Dinger noch ein Testgehäuse sind, sollen die verwendeten Gitter+Holz eigentlich auch im Endgehäuse bleiben.
Sieht (bzw. hört)jedenfalls alles gut genug aus - da ich die klinke Seite minimal stabilisiert habe am Sockel. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ansonsten denke ich, dass diese Gitter schon kein so schlechter Kompromiss sind. Hatte auch überlegt mit Sprüh-Gummi darüber zu sprühen, in der Hoffnung die Dämpfung etwas zu erhöhen.
Zeitgleich möchte ich so wenig Bretter wie möglich "im Signalweg" haben. 180° von der 0° Achse gedreht kommt zwar praktisch 0 an Bass und Mittel/Hochton an, aber sicher, ist sicher. Das ist übrigens fast magisch -> seitlich von ihnen hört man fast nichts und nur Raumreflexionen. Hab schon vor kurzem gelesen, dass Hersteller von Open Baffles damit werben, dass sie deshalb gut für Plattenspieler seien, da man diese Geräte dort am Besten hinstellen kann.
Beton-Boxen gießen ist ne tückische Arbeit , ne riesen Sauerei und wenn Lufteinschlüsse entstehen reißen die Dinger .
Einfacher und weniger Dreck / Aufwand ist , 25 mm Trocken-Estrich zu verwenden . Platten Zusägen mit Schnellbauschrauben und PU-Kleber zusammenbauen ... Oberfläche kannste gestalten wie gewünscht ;)
Ich muss zugeben -> weder habe ich jemals was mit Estrich gemacht, noch weiss ich was es eigentlich genau ist. Ist das nicht mehr oder weniger auch Beton/Zement - zumindest teilweise?
Bzgl. Beton-Gehäuse: Ich würde mir da aus Holz praktsich Guss-Schalen bauen, wo auch schon alle Chassis-Ausschnitte drin sind. Wäre mein erstes Mal damit, aber bin da eigentlich gut vorbereitet. Dass es kritisch werden kann, glaube ich aber sofort. Noch steht da auch nichts fest.
Beim Umbau der OB auf D' Apollito Anordnung mittels der 4 (20 cm) Bässe ist es ratsam den BB in der Mitte durch 2 Brettchen abzugrenzen , also in ein separates U zu setzen .....
Das hatte ich auch vor. Bzw. alle Chassis in Einzel-Abteilen unterzubringen. Alá: https://www.pureaudioproject.com/quinte ... rge-rooms/

An sowas dachte ich, oder halt: https://www.visaton.de/de/produkte/hifi ... entaton-bb

Ob die TTs dabei angewinkelt werden, weiss ich noch nicht. Jetzt bereue ich es übrigens den B200 nie in einem offenen Gehäuse genutzt zu haben.
Seh ich ähnlich und bin da grad beim aufrüsten , Sub-Module hab ich genug , EQ vorhanden , 2 lüfterlose Stereo-Endstufen und Aktivweiche kommen nächste Woche dazu , dann ist das meiste für die Hybriden im Regal :D
Ich bitte dich aber inständig darum, dass du dem Equalizer APO eine Chance geben würdest. Mit festgelegten Filtern kommt man nicht weit, leider.
Ist für mich das beste Freeware-Programm (ok es gibt auch andere gute, aber der EQ-APO ist ohne Konkurrenz - läuft auch ohne Win10 ;)...)
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Genau deshalb war ich skeptisch, ob ich es überhaupt präsentieren sollte. Open Baffles werden teilweise auch nur als Kuriosität abgetan. Meine eigenen Experimente damit waren früher auch mehr oder weniger für´n Arsch.

Nun ist es mein drittes taugliches OB-Experiment. Das Zweite war mit je 2x25cm TTs pro Seite und den wundervollen Philips 10er BBs.
Bei letzteren bin ich immer noch am Überlegen, ob ich die statt der Visaton FRS8M einsetze.
Habe zu den Philips nie irgendwas gefunden. Die waren in einer Philips Mini-Anlage drin, die man teilweise für 10€ bei Ebay bekommen kann. Die Treiber sind aber ohne Zweifel eher in der +50€ Klasse. EQ war nur minimal bei denen notwendig und sie klingen sehr angenehm.

Tja, was nun?

Die No-Baffles sehen optisch tatsächlich ganz angenehm aus. Klanglich sind sie konkurrenzlos bei mir. Die je Seite 2x18cm TT der Open Baffles schaffen etwas mehr Leistung untenrum, aber irgendwie wirkt der Pioneer 20cm TT souveräner.

Da ich nicht glaube, dass man wirklich gute "No-Baffles" herstellen kann (irgendein Problem gibt es da immer!), könnte es sein, dass ich bei Open Baffle bleiben werde. Das dann in der Quasi D' Apollito Anordnung mit je 4x 20cm Treibern...könnte sehr lecker werden.

Habe zum Beispiel als ich noch den H-Dipol mit dem 30er TT zusätzlich zu den OBs laufen lies mal das Heimkino richtig krachen lassen. Dann das Gleiche ohne den Subwoofer und es konnte immer noch krachen! Also das Prinzip ist auch für "Spaß" tauglich.
Vielleicht bin ich aber auch eher ein Leise-Hörer? Jedenfalls dachte ich das häufig, wenn ich sehe was für Aufwand andere Leute betreiben.

Mein aktueller Stand ist nun:

- No Baffles stabiler gestalten - wenn´s nicht klappt -> besseres Material suchen oder bei OBs bleiben
- Mehrkanalsoundkarte für Voll-Aktivierung
- OBs mit insgesamt 8x20cm oder 4x38cm?
- Betongehäuse, ja/nein?
- kleiner BB oder großer BB?



Klanglich jedenfalls ist hier schon Weihnachten. Die Räumlichkeit ist in der Tiefenwirkung so unglaublich ...toll! Audiophile Aufnahmen sind wahnsinnig gut. Aber es geht auch plumper Techno! Wer jedenfalls denkt, dass man bei offenen Gehäusen Bass "einspart" - nope!

Auch ohne Messequipment kann man das wagen. Geht in dem Bereich wirklich sehr leicht zu entzerren. Mittel/Hochton ist schwerer gut hinzubekommen, aber auch nicht unmöglich. Siehe meinen Blog-Eintrag zum Aufsuchen von Gehör-Resonanzen - praktisch ist es derselbe Weg.
Wer noch nie eine gute Open Baffle oder noch besser ein ganz Gehäuse-freie Version (allerdings vernünftig aufgebaut und gut entzerrt!!!) gehört hat, soll das mal wirklich nachholen. Das ist jedenfalls ein Prinzip, welches ich meinen besten Freunden sofort ohne Überlegung aufschwatzen würde. Sind aber keine Hifi-Freaks ...also doch nicht :D

Es bleibt für mich nun noch die beiden (also OB oder NoBaffle) gegen zu hören und gucken, was ich dem kleinen BB zusprechen kann und was dem Gehäuseprinzip. Der Sieger bekommt ein schönes Gehäuse verpasst. Der Verlierer wird ausgeschlachtet und in die neue Version rein kommen. :)

Was ich noch nicht sagte: Beide Lautsprecher sind wirklich Allround-tauglich. Ich höre praktisch alles von Black Metal bis 70er Prog-Rock über Klassik und Jazz sowei allerlei Elektronischer Musik. Mimosen kann ich da nicht gebrauchen. Ergo sind das keine Boxen, die nun so wunderbar bei Stimmen und Akustik Gitarre sind, da das der einzige Frequenzbereich ist, wo sie taugen (wie die Saba Greencones oder viele andere Breitbandboxen, die nicht entzerrt werden, weil es dem Hifi-Gedanken missfallen könnte). Ich bin Breitbänder-Freak, aber ich hasse es wenn Menschen z.B. den Visaton B200 schlecht reden, weil er so einen miesen Wirkungsgrad im Bass (Ab 2 kHz nagt er teilweise an fast 98dB) haben würde. Da drehe ich innerlich durch, wenn diese Menschen nicht verstehen, dass der Wirkungsgrad im Bass eine Physikfrage ist, die durch Gehäuseprinzip und Chassis-Durchmesser (ausser extrem schwerer Membran) bestimmt wird. Ich bin nun 37 und mit 11 Jahren fing mein Hobby an - und das war bis Jahre später ein pur theoretisches Hobby - die erste Box baute ich, als ich noch nichtmal selbst Musik hörte - also ja, ich bin ein stranger Streber) ;)
Überzeugter Barfußläufer, Bodybuilding- und Breitbandlautsprecher-Fan.
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

Hirnwindungslauscher hat geschrieben: Mo 12. Dez 2022, 01:46 Ich muss zugeben -> weder habe ich jemals was mit Estrich gemacht, noch weiss ich was es eigentlich genau ist. Ist das nicht mehr oder weniger auch Beton/Zement - zumindest teilweise?
Trockenestrich sind 25 mm dicke Verlegeplatten aus Faserzement , ziemlich schweres Zeug und bekommst in jedem vernünftigem Baumarkt , den PU-Kleber gibts in Flaschen und Kartuschen .
Hirnwindungslauscher hat geschrieben: Mo 12. Dez 2022, 01:46 Genau deshalb war ich skeptisch, ob ich es überhaupt präsentieren sollte. Open Baffles werden teilweise auch nur als Kuriosität abgetan
Lass sehen die Dinger ...
Hirnwindungslauscher hat geschrieben: Mo 12. Dez 2022, 01:46 No Baffles stabiler gestalten - wenn´s nicht klappt -> besseres Material suchen
...
Es gibt mehr als genug an Material das man zweckentfremden oder umarbeiten kann ;) , also Augen auf !
Als vor 2 Jahren kaum noch MDF und Multiplex zu bekommen war , bzw. nur zu horrendem Preis , hab ich mit OSB weiter gemacht . OSB lässt sich gut ver- und bearbeiten . Lediglich das finish war wegen der Oberfläche ne Herausforderung , hat aber nen neuen Weg eröffnet
Zuletzt geändert von Tüftler am Mo 12. Dez 2022, 12:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Edit:

Ich empfehle übrigens Interessierten die Seite von Linkwitz (nein, es waren keine Kaffee-Filter, die ihn bekannt machten :-D)

https://www.linkwitzlab.com/orion-rev4.htm
Direktlink zu Website und einer seiner OB-Konstuktionen.
Jede Menge Wissen zum Thema OBs ist dort zu finden. Die deutschsprachige Dipolplus http://www.dipolplus.de/ hat das meiste von Linkwitz.
Linkwitz sagte übrigens auch was zum Thema Gehörresonanzen bei KH und deren Entzerrung: https://www.linkwitzlab.com/reference_earphones.htm
Das ist ein sehr interessanter Link, weil er das als aktives Komponente ausgelegt und gebaut hat. Dürfte also für viele Leute sehr interessant sein.Da ich dank der OBs vor kurzem wieder auf der Linkwitz-Seite angekommen bin, habe ich auch schon drüber nachgedacht für meine nächsten KH tatsächlich so eine Entzerrung zu bauen, damit ich auch ohne Software EQ (für Plattenspieler oder Handy) zurecht kommen kann.

Jedenfalls eine Must-Read-Seite. Die Konstruktionen, die dort vorgestellt werden, sind auch sehr interessant. Bei der von mir verlinkten Orion, sieht man auch, dass er dort auch so wenig Schallwand wie nötig/möglich lässt.
Bei der Recherche der Seite wird jedenfalls klar, dass es besser ist, die Schallwand klein oder noch besser nicht vorhanden sein lässt.

Bringt mich aktuell auch zum Grübeln, ob ich versuche, meine EQ-Entzerrung aktiv aufzubauen. Bei den OBs wird das schwer, da ich ja auch ein Kammverhalten entzerre. Bei den NoBaffles wäre es aber schon eher möglich:

So sieht die EQ-Kurve der No-Baffles aus.
eqjng.jpg
eqjng.jpg (19.27 KiB) 836 mal betrachtet
Filter:
Preamp: -2.32 dB
Filter: ON PK Fc 11749.8 Hz Gain -11.4 dB Q 2.8764
Filter: ON PK Fc 3000 Hz Gain -7.1 dB Q 1.2158
Filter: ON LSC 28.4775 dB Fc 28.34 Hz Gain -14.7 dB
Filter: ON HSC 8 dB Fc 113.25 Hz Gain -12.5 dB
Filter: ON PK Fc 1000 Hz Gain -2.5 dB Q 0.4026
Filter: ON PK Fc 85 Hz Gain 3.2 dB Q 1.8398

PK = Peak-Filter
LSC = Low-Shelf
HSC = High-Shelf

Da will ich zum Ende hin übrigens noch alles optimieren und mit möglichst wenigen Filtern auskommen -> sprich redundante Filter entfernen. Aktuell aber sieht es halt so aus.
Ein Quasi-Subsonic-Filter ist ebenfalls drin.
Ebenso ein klein wenig mehr Tieftonboost bei 85Hz. Damit klingt es schon etwas mächtiger, als bei den OBs. Die untere Grenzfrequenz ist vom EQ abhängig. Effektiv habe ich echte hörbare 20Hz bei beiden Konstruktionen erreichen können. Allerdings beides nach unten beschnitten, um etwas mehr Headroom zu haben.

Wirkt natürlich wieder wild beim ersten Blick. Aber auch dort (wie bei den Open Baffles) bin ich bei recht genau 6dB/Okt Tieftonentzerrung. Das ist alles nur per Gehör entstanden.
Ob es die endgültige Kurve bleibt, zeigt sich erst über die Wochen. Bei den OBs waren die Anpassungen auch nur minimal. Die 3kHz Entzerrung ist nun bei beiden enthalten. Hier mit 7dB recht hoch, was wohl am Verhalten des FRS8M liegt. Bei beiden Konstruktionen ist diese Entzerrung wirklich essentiell.
Würde mich sehr freuen, wenn ich hier in Zukunft noch andere OpenBaffles sehe. Wer nur mal die Füße eintauchen will -> ein FRS8M oder Monacor SP205/8 kostet keine 20€ und als Tieftöner kann man anfänglich ja einen billigen mit hohem Q-Faktor nehmen. FQW-Entzerrung kann bei Gutmütigkeit im Übertragungsverhalten auch erstmal mit einer 6dB/Okt Weiche entstehen. Falls ich Weichen höherer Güte entwickeln will, würde ich definitiv MessEquipment nutzen.

Bald will ich mich aber da ran machen und bei den OBs und NBs die Bauteil-Werte überarbeiten -> Das wird mit einem Mikrofon an einem Billig-Headset geschehen. Da bin ich selbst drauf gespannt. Ideen, wie ich auch ohne kalibriertes Equipment ein gutes Ergebnis erreiche, habe ich schon.
Bei Zeiten, wenn alles von Testphase zu Endphase wechselt, kann ich ja einen kompletten detaillierten Beitrag über den Bau und das wie, was , warum veröffentlichen.
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

Sehr interessante Seite (Linkwitz) ... der weiß was er macht ! wird ein paar Tage dauern bis ich da durch bin ...
Für den DIY eine echte Aufgabe und den Kredithai lohnend ... was die Chassis betrifft , wird da gaaaaanz oben ins Regal gegriffen !
Den Peerless XLS 12 hatt ich schon verarbeitet und ärger mich heut noch daß ich den verkauft hatte :wall:

Das Thema OB ist in USA eh schon länger gefragt und entwickelt sich immer weiter , was dem Design dann auch gut tut . Dahin gehend gibts da auch DIY-Messen / Ausstellungen ( midwest audio club ) .
back to topic ...

BILDER !!! :D
Hirnwindungslauscher
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Ja, die Linkwitz-Seite ist wirklich lesenswert. Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, dass seine Bau-Projekte hervorragend klingen. Steckt ja schon eine Menge drin an Chassis-Wert.
Bei den Peerless XLS 12 weiss ich noch gut, als ich vor Jahren deren Test in der K&T gelesen habe. Zu der Zeit gab es glaube ich keine derartigen Lang-Huber. Ich glaube es gab sonst nur einen Car-Hifi Treiber von Ground Zero.
Aktuell lechze ich ehrlich gesagt nach den Dayton UM-Chassis. Die wirken ja fast schon unzerstörbar.

Ja die USA sind wohl oftmals Vorreiter im DIY-Bereich, scheint mir. Dass OBs mittlerweile massentauglich werden, liegt wohl an den leicht verfügbaren Watt-Zahlen und parametrischen frei programmierbaren EQs. Ohne letzterem hätte ich mich nicht erneut mit OBs auseinander gesetzt, da ich ansonsten gezwungen wäre die OBs breit zu bauen. Darauf hätte ich keine Lust, da es nicht mehr wohnraum-tauglich wäre. Zusätzlich haben die breiten OBs jede Menge Probleme durch Schallbündelung und Baffle-Step, der Winkelseitig nicht gänzlich linear verläuft.
Klanglich sind schmale Schallwände also tatsächlich sinnvoller, brauchen aber halt mehr Entzerrung. Aber es ist nicht so schlimm, wie man oft denkt. Mein Pioneer-Verstärker ist sehr schwach auf der Brust, aber trotzdem habe ich keine Leistungsprobleme. Bevor er die Segel streicht, sind die Tieftöner schon am Limit.

Jedenfalls... aktueller Stand:
- Ich besorge mir ein Mehrkanal-USB-Soundböxchen
- Mit EQ-APO kann ich jeden Kanal so programmieren und ansteuern, wie ich will und das ganze geht System-Weit
- die OBs werde ich vermutlich mit 4x 20cm TTs pro Seite upgraden - BB in der Mitte und die TTs unten und oben (wie ich ja sagte)
- Minimum 2 Kanäle werde ich pro Box nutzen (Breitbänder + Tieftöner)
--- sonst evtl. die näher am BB liegenden höher trennen und die ferneren TT tiefer trennen - Trennfrequenzen so, dass es Wellenlängen-Seitig passt -> alá D´Appolito

- Es kursiert auch noch die Idee, seperate Subwoofer einzusetzen
- Dann würde ich vllt nur bei 2x TT pro Seite bleiben oder gleich die OBs soi lassen, wie jetzt (unwahrscheinlich, da ich keine seperaten Subs einsetzen möchte)


Hier übrigens ein Bild der "No-Baffle"-"Box":
123.jpg
123.jpg (100.88 KiB) 733 mal betrachtet
Das ist der erste Prototyp an dem noch viel gemacht werden muss. Bei den Pioneer fehlt z.B. noch die Staub-Schutzkalotten. Es waren ja mal Coax-Treiber.
Unten der "Fuß" muss noch zu einem echten Standfuß werden. Direkt am unteren Ende des Metallgitters werde ich evtl. noch eine Verstrebung anbringen. Aber nur dünn, da ich wie gesagt, so wenig Reflektionsfläche wie möglich haben möchte.
Oben Ahorn-Multiplex - die unteren Brettchen sind Fichten-Leimholz (eigentlich Eck-Regale). Beides möchte ich noch beizen (vornehmlich in Mahagoni-Rot) und dann ....das weiss ich noch nicht: Öl, Wachs oder Schellack.

Ob ich das Konstrukt noch vollende, weiss ich noch nicht. Im letzten Test empfand ich den Vorteil der No-Baffle lange nicht mehr so extrem, wie anfänglich. Jedenfalls sind das nicht solche Welten, dass es klang-entscheidend wäre.

Jedenfalls sind es nun 4 Projekte, die ich zu Ende bringen möchte:

- die OBs wie oben beschrieben
- die Quadral 3-Wegeriche (da ist nur noch Lötarbeit und eine neue Front von nöten - wollte eigentlich auch dort die OB-Schiene fahren, aber ich mache es klassisch geschlossen -> für Schallplatten-Hören)
- die No-Baffle (vermutlich nur die Gehäuse vollenden, wie beschrieben - evtl. werde ich den Visaton FRS8M noch gegen den Philips 10er BB tauschen - ist aber unwahrscheinlich)
- ein kleines Sub/Sat System für absolutes Nah-Feld Hören (das auch als superkleine OBs ausgeführt)

Bei letzterem tendiere ich zu kleinen 5cm BBs und ca. 13cm große Bose-Treiber die in einem Acoustimass Bandpass-System drin waren.

Bzgl. Kopfhörer werde ich wieder sehr abgespeckt bleiben: AKG K550, K701, DT880 oder die billigen Superluxe werden es sein.
Aktuell ist LS-Hören aber primär. Es macht unglaublich Spaß mit den OBs zu hören und wie erwähnt -> Es kommt dem KH-Hören näher als andere Systeme die ich gehört habe.
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

Hirnwindungslauscher hat geschrieben: Sa 17. Dez 2022, 02:40 Ob ich das Konstrukt noch vollende, weiss ich noch nicht
Mach keinen Blödsinn , du hast da ne Menge Zeit investiert , Chassis aus 2 Welten "verheiratet" und festgestellt daß dein Plan funktioniert !
Hatte dir ja den Tip gegeben , die LS-Gitter gegen stabilere Gitter-Roste zu tauschen um noch weniger "Fläche" zu erhalten .
Die abgebildeten Ständer seh ich eher als Provisorium und würde in die nix mehr investieren ... statt dessen eher in WZ-tauglich neu zu bauen ;)
Begrab das Projekt keinesfalls !
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Mach keinen Blödsinn , du hast da ne Menge Zeit investiert , Chassis aus 2 Welten "verheiratet" und festgestellt daß dein Plan funktioniert !
Oh ja und wie gut das funktioniert! Ich hielt das anfangs selbst für eine schlechte Idee (also mit dem Gitter), aber meine Kinnlade ging nicht mehr zu, als ich die räumliche Darstellung hörte.

Das mit den Gitter-Rosten habe ich auch noch auf dem Schirm.

Begraben will ich es an und für sich auch nicht. Ich werde auch erst noch bei dem Provisorium bleiben und da dran tüfteln, bis sich etwas dauerhaft brauchbares ergibt.

Wie gesagt beide Konstrukte (die OB und NB) sind klanglich auf einem Niveau, welches ich nur mit der Solo100 damals hatte. Nicht vergessen darf man auch -> kein einziger Cent ist da reingesteckt worden!

Vollenden oder nicht -> es ist eher die Frage, ob ich sie in eine Open Baffle pflanze, oder die No-Baffle Variante vollende.
Beides ist toll.
Aber z.B. beim Blick auf die EQ-Kurven sieht man schon die Vorteile der No-Baffle. Die kommen ohne Kamm-Filter aus.
Eine aktuell sehr sinnvolle Konstruktion wäre ein LS-Umschalter.

Auch weiss mein Hirn noch nicht, ob ich bei großen Breitbändern bleibe oder beim kleinen FRS8M (oder mein Philips 10er....oder einer der anderen vielen).
Ich müsste hier ungefähr 20-25 einzelne Chassis rumliegen haben. Wer einmal anfängt zu sammeln.... :-D

Optisch gefällt mir die No-Baffle jedenfalls sehr gut. Die sind sehr sehr WZ-tauglich. Sogar Hausfrauen-tauglich. Das Design werde ich auch noch weiterführen - zumindest den oberen Bereich davon. Die Ständer kamen mir da nur gerade ins Auge, als ich möglichst schnell probe hören wollte. Besser als vorher ist definitiv - vorher wurde es mit Rohren nach hinten abgestützt. Nun steht er ja ohne Hilfe ....das freut auch die Frau. :-D

Edit:

Eine Idee ist noch, den Breitbänder-Bereich als No-Baffle zu gestalten und den Tieftonbereich entweder (tief genug getrennt um das Kammfilter-Verhalten vorher abzuwürgen) in OB oder als H-Dipol Bauform zu realisieren. Ob sich die N-Dipole bzw. Ripole da wirklich lohnen, weiss ich noch nicht. Wenn die fs (Resonanzfrequenz) gesenkt wird, wäre es definitiv für dem Wirkungsgrad förderlich.

Alles wäre auch so oder so leichter, wenn ich mich damit anfreunden könnte, mich von dem Design einer klassischen Box (voller Frequenzumfang) verabschiede und gleich Sub und Sat getrennt bauen würde.
Aber ich möchte es alles in einer "Box" haben.

Wenn ich artig genug bin, bringt mir der Weihnachtsmann ein Mehrkanal-USB Sound Interface und dann wird es wieder sehr spannend. Voll-Aktivierung steht also auf dem Plan.

Wie gesagt -> https://www.pureaudioproject.com/quinte ... -speakers/
Das ist das, was ich optisch und vom generellen Prinzip anstrebe.
Bei Vollaktivierung wird das wohl definitiv der beste LS werden, den ich jemals hatte.
Das von einer Eigenkonstruktion sagen zu können, ist schon schön.
Klanglich bin ich schon da, es ist eigentlich nur noch der Testosteron-Faktor der da auf 8x 20cm erhöht werden würde.

Ja, ich bin jedenfalls extrem von Open Baffles angefixt worden. So macht Musikhören wirklich wieder Spaß.

Die endgültige Konstruktion wird auch optisch mit viel Liebe angerichtet werden.

Bis ich es Voll-Aktiv fahre, werde ich noch die FQW optimieren und als generelle Zusatz-Aufgabe werde ich auch nochmal versuchen eine rein passive Version zu realisieren -> damit ich auch ohne EQ klar komme.
Würde dann versuchen die Filter aktiv nachzubauen. Das wäre für mich absolutes Neuland.
Weiss da jemand mehr zu?
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

hast ne PN ;)
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

monaob2.jpg
monaob2.jpg (128.88 KiB) 636 mal betrachtet
Der Farbton ist wieder wesentlich dunkler geworden, als gewollt, aber immerhin etwas knalliger.
Vielleicht bekomme ich die Zweite heute auch noch fertig.

Macht optisch nun wesentlich mehr her. Stück für Stück wachsen sie zu etwas tollem heran.
Gestern probierte ich mit dem Billigmikrofon eine Messung gemacht und darauf basiert etwas den EQ angepasst. Tatsächlich klingt es nun etwas mittenlastiger und für Drums und Percussion geeigneter. Erscheint mir tatsächlich sogar eine bessere Abstimmung zu sein. Wird sich wohl noch was tun.

Mit der Mehrkanalsoundkarte werde ich wieder bei 0 beginnen und direkt Breitbänder und Tieftöner diskret ansprechen. Da freu ich mir schon drauf.
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

So, die "No-Baffles" lege ich vorerst auf Eis und zwar solange, bis ich eine sinnige Umsetzung gefunden habe. Alternative wäre wohl die Schallwand so schmal wie die Chassis-Umrandung zu gestalten.
Es ist also eher das Problem der Stabilität, anstatt eines Klangproblems. Der Klang ist nämlich wirklich hervorragend bei allen Varianten, solange die Schallwand schmal ist. Optisch natürlich noch ein weiterer Vorteil.

Aber ich empfinde nun die Macken der Small-Open Baffle nicht als gravierend schlechter, somit denke ich, dass sich Vor- und Nachteile allesamt ziemlich ausgleichen. Da ich auch noch im Zimmer leben will, bleibt es nun bei den schöneren Open Baffles. Heute mache ich mich noch an die zweite Schallwand ran, dass sie am Ende beide wie beim Bild oben aussehen werden.

Das Projekt wäre damit dann erstmal fertiggestellt, wenn ich heute gut voran komme.
Danach werde ich mich wohl noch mehr mit der Endabstimmung auseinandersetzen, da der letzte Optimierungsversuch durchaus gut verlief.

Die Quadral 3-Weger....joa da weiss ich noch nicht, ob ich sie doch noch als OB ausführen werde, oder geschlossen.

Jedenfalls werde ich bei diesem Gehäuse-Prinzip im Allgemeinen bleiben. Die Nachteile sind in meinen Augen sehr gering einzuschätzen und sind wohl höchstens nur -> notwendiges EQing und geringere Max. Lautstärke.
Beide Punkte sind keine gravierenden. EQing ist leicht machbar und das auch jenseits von "könnte,müsste" sehr zielführend umsetzbar.
Die Max. Lautstärke ist in meinen Ohren erheblich höher, als ich erwartet habe. Zumindest bräuchte ich eigentlich nicht mehr Pegel, als ich mit den 2x18cm TTs pro Seite erreichen kann. Es ist eher ein "haben-will" was dafür sorgt, dass die genannten 4x20cm oder 2x38cm pro Seite dazu kommen werden.
Ob ich den Monacor ersetzen soll, weiss ich sogar noch weniger. Der ist ordentlich entzerrt wirklich ein Schätzchen. Vorallem am Preis gemessen kann man bei ihm nichts falsch machen.

Tolles Gehäuseprinzip, wenn man korrekt entzerrt. Da geht klanglich eigentlich nichts drüber!
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

Mit der neuen Front ein Hingucker ! Thema frontseitig abstrahlendem Bassverlust durch die schmalen Öffnungen ist ne andere Sache ...
egal ...
Die Quadral : Digga , lass die so wie sie sind !!!! Don't touch an running system !!!!
Für die "no baffles gibts als Grundhalterung ganz einfache Lösungen , ein Sockelbrett mit 2 von unten durchgesteckten Flacheisen ... siehe Konstruktion Bild ;) oder ne einfache Variante mit Sockelbrett , nem Tischbein aus'm Baumarkt oder Rumpelkammer , nem zusammengebratenem U aus Flacheisen ...
du hattest irgendwan gepostet " häng sie mit Angelschnur oder sowas " auf ;)
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Wirklich nette Konstruktion von dir. Optisch weiss ich aber nicht, ob sie mir wirklich gefallen. Finde die Grundidee der getrennten Kammern schon lange sehr fein. Vielleicht fehlt mir nur die Holzoptik (schönes Furnier) bei deinen Boxen.
Was mir gerade noch auffällt -> Führe die Anschlußkabel doch durch die Metallrohre von der Sockelplatte nach oben durch in die Gehäuse. Also dass unten in der Sockelplatte die Terminals sind. So würde ich das machen, bzw. so habe ich das ursprünglich für die No-Baffles geplant.
Ok, gerade nochmal geschaut und bin verwirrt -> hast du doch genau das sogar geplant? Ich weiss nicht, welches Bild in welcher Reihenfolge gesehen werden will :D
Mit der neuen Front ein Hingucker !
Jap, meiner Hausdame gefällt es auch richtig gut und wenn der HAF gelungen ist, ist die Langlebigkeit, bzw. der Haussegen gewährleistet. ;-)
Sie dachte anfangs auch, dass der Farbton genauso dunkel sei, wie zuvor, aber nun kristailisierte es sich als farbenfroher und minimal heller heraus.
Nun werde ich heute die zweite Box fertig machen und mich dann auch an die Rückseiten machen.
Da ich kein Geld investieren wollte (worauf ich auch sehr stolz bin und vorallem gemessen am Klang, der besser als andere Projekte ist - höchstens die Visaton Solo100 kommt da noch ran) werde ich die, aus Spanplatte bestehenden Gehäuse nochmal sauber hinten in Form sägen. Das habe ich anfänglich nur frei Hand und ohne Anzeichnung gemacht -> waren halt Experimente. Also werde ich beide LS nochmal symmetrisch sägen - dabei wird die schon zu vernachlässigende Gehäuse-Tiefe nochmal "!breitbandig" um 1-2cm verringert werden.
Die Schnittkanten wollte ich dann mit gut saugfähigem Papier oder Pappe bekleben und danach schwarz lackieren. So erspare ich mir das Spachteln und werde trotzdem eine saubere Schnittkante haben.
Die Chassis-Körbe der Tieftöner werde ich vermutlich auch schwarz lackieren (sind wie auf dem einen Bild zu sehen in Metall-Optik). Dann werden die Kabel noch schön sauber an den Seiten verlegt werden (ebenso auch angepasst werden, damit alle Kabel identisch aussehen). Elko und Spule ebenfalls sauber irgendwo anbringen. Mit meiner Quick&Dirty Mist-Messung wollte ich eigentlich schauen, inwieweit ich die Werte noch anpassen kann - das war bislang relativ erfolglos.
Terminals werde ich auch gegen bessere Schraub-Terminals austauschen.

Frontseitig hatte ich eigentlich noch vor ein paar Akzente mit schwarzem Leder zu setzen. Das sollte über und unten den Tiefton-Schlitzen geschehen. Ob ich das noch machen werde -> bin mir nicht sicher.
Die Korbstege wollte ich noch dämpfen, um jeglichem Eigen-"Kliiing" den Garaus zu machen. Notwendig? Schaden tut´s zumindest nicht.
Hatte bzgl. Chassis-Modifikationen auch überlegt, die Membranhälse zu perforieren. Das schadet nämlich auch nicht. Gerade da es sowieso offene Gehäuse sind.
Endbehandlung: Da tendiere ich zu Wachs. Habe meine Nachtschränke so damals gemacht: Fichte als Grundmaterial -> Dunkelrot gebeizt + Öl (für das saftigere Maserbild) + auf Hochglanz gewachst. Sieht wunderbar aus.
Thema frontseitig abstrahlendem Bassverlust durch die schmalen Öffnungen ist ne andere Sache ...
egal ...
Das scheint nichts auszumachen. Da hat sich jedenfalls klanglich nichts getan. Im Endeffekt überlege ich auch, ob ich mit Front- und Rückseitigen Öffnungen experimentiere -> wie bei N- oder W-Dipolen. Scheinbar ist das der Grund für die Absenkung der Resonanzfrequenzen bei diesen Bauarten. Wäre schön, wenn dazu jemand weiss, wie die Theorie genau aussieht.
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Ich weiss es noch nicht. Meine Gedanken ändern sich pro Tag schon öfter. Vorteil, wenn sie geschlossen bleiben -> Nutzbarkeit mit Plattenspieler. Das war ja auch der Grund, dass ich sie wieder aufbauen wollte.
Nur sind die Vorteile der OBs nun nicht gerade gering und das Hören mit PC als Quelle ist bei mir seit jeher "normal".

Mal schauen...


Aber heute werde ich noch ein paar Dinge bestellen:

- Mehrkanalsoundkarte für die Aktivierung der LS
und evtl:
- 8x20cm Tieftöner oder 4x38cm
- 2x20cm Breitbänder (vermutlich die billigen Senon - wollte ich schon ewig probieren) oder die SB Acoustics 20er
- Kopfhörer? Beyerdynamic DT880 vermutlich

Jedenfalls sieht es aus, als würden meine OBs nun als abgeschlossen definiert werden, wenn ich die obigen Änderungen vorgenommen habe. Die Konstruktion mit 8x20er oder den 38ern wird wohl eine vollkommen neue Konstruktion werden. Fände es schade, wenn ich die nette Optik der OBs nun umsonst gemacht hätte.
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Achja vergessen:

Aktuelle EQ-Kurve, die ich nun durch die Messung per Room EQ Wizards AutoEQ (mit eingegebener Target-Kurve) ermittelt habe:
neueq1.jpg
neueq1.jpg (43.67 KiB) 533 mal betrachtet
Es gefällt mir so auch etwas besser. Wie erwähnt profitiert Percussion sehr davon. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie laut ich hören kann, ohne wahrnehmbare Verzerrungen. Mein Pioneer-Verstärker ist kein Powerhouse mit nur 2x40Watt. Die Entzerrung im Bassbereich ist ja nicht gerade minimal, trotzdem ist der Verstärker nicht gerade der Flaschenhals in der Kette.

Wenn die OBs komplett fertig sind, werde ich in einem neuen Beitrag mal alles (noch) detaillierter beschreiben. Jedenfalls eine sehr lohnenswerte Konstruktion. Selten soviel Spaß beim Musikhören gehabt. Räumlichkeit war mir immer das wichtigste Attribut. Schon als Jugendlicher, was sich sehr mit dem Geschmack gleichaltriger gebissen hat. Ein guter Freund von mir fand meine damaligen LS scheisse, weil sie nicht den Bass-Dröhn lieferten, den er so gewohnt war. :-D
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Firschi »

Hirnwindungslauscher hat geschrieben: Fr 30. Dez 2022, 09:48Ok, gerade nochmal geschaut und bin verwirrt -> hast du doch genau das sogar geplant? Ich weiss nicht, welches Bild in welcher Reihenfolge gesehen werden will :D
Moderativ: Guter Hinweis, Dennis. Sind Ort und/oder Reihenfolge der Bilder innerhalb eines Beitrags von Relevanz, bitte an entsprechender Stelle in den Beitrag einbetten.
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

Was ist an der Bildfolge falsch ???
Bild 1 Fertige Konstruktion mit KDF im Rohr
Bild 2 + 3 deren Einzelteile
Bild 4 ne andere Konstruktion statt zentralem Rohr 2 Stück 8 x 50 mm Flachstahl und 40 mm MDF Sockel
beides mit wenig Aufwand zu bauen und wären für die no baffle geeignet ;)

edit:
zur Farbgebung .... nu haste schon mit dem Mahagoni nen english style , denke statt über schwarzes Leder mal an messing oder ähnlichem als Akzent
nach ;)
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Firschi »

Tüftler hat geschrieben: Fr 30. Dez 2022, 13:01Was ist an der Bildfolge falsch ???
Moderativ: Nichts, wenn sie so ist wie du es vorgesehen hast. Darum der Hinweis :)
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Hirnwindungslauscher hat geschrieben: Fr 30. Dez 2022, 10:09 chja vergessen:

Aktuelle EQ-Kurve, die ich nun durch die Messung per Room EQ Wizards AutoEQ (mit eingegebener Target-Kurve) ermittelt habe:
Die Kurve habe ich wieder rückgängig gemacht. Also sieht es wieder wie anfangs aus. Es war eine Messung mit einem schlechten Mikrofon von einem Head-Set. Also eine Quick&Dirty/Kraut&Rüben Messung.
Tatsächlch gefiel es mir anfangs besser, weil die Änderungen im Mittelton es wärmer erschienen ließen. Da bin ich mir immer noch nicht sicher, ob es nicht sogar besser ist, als nun (bzw. vorher).
Es brachte jedoch ein paar andere Probleme mit sich. Einige Resonanzen wurden stärker hörbar. Evtl. ist es das Beste, wenn ich die neueste Kurve als Basis für weitere SineGen Durchgänge nehme und die störenden Resonanzen aufspüre und bekämpfe.
Da ist die komplett per Gehör entstandene Kurve also tatsächlich besser, als eine schlecht gemessene.

Finde die Methode, die ich da nun anwende wirklich dauerhaft erstrebenswert und es ist eine wirklich gute Alternative für Leute, die ohne Messungen per Gehör abstimmen. Meine Methode bringt halt nur etwas Methodik hinein. :-D
Scherz beiseite: Aus der Not heraus entstehen halt immer die besten Ideen. Tatsächlich versuche ich in vielen Lebensbereichen lieber den rauen Weg, um etwas besseres zu entdecken, als alles Aal-glatt zu gestalten, um ja keine blauen Flecke zu bekommen. Off-Topic:
Quervergleich -> Beim Barfuß-Laufen gehe ich bewusst auf den Schotterwegen. Das tut richtig weh, wenn man einen großen Stein falsch erwischt. Aber es härtet ab! Ich bin nun auch seit einem Jahrzehnt nicht mehr krank gewesen. Korona war für mich ein Witz. Nur lachte keiner mit mir. Schlimm wenn selbst medizinisches Personal nicht versteht, was ich meine, wenn ich sage, dass alle Menschen sich lieber dauerhaft um ihr Immunsystem kümmern sollten, statt möglichst so keimfrei wie es nur geht, zu leben. Ich bin übrigens ungeimpft. Fast alle geimpften in meinem näheren Umfeld hatten Korona (nach der Impfung!). Nur ich nicht...ein Nachbar fragte mich, als ich in kurzer Hose und T-Shirt barfu0 im Winter joggen ging, ob ich krank sei. Das fragte er mit ernster Stimme. Habe es ihm erklärt und nur Verachtung geerntet.

Back To Topic: Ich nahm mir jedenfalls als Ziel -> Per Gehör eine vernünftige Abstimmung bei Lautsprechern zu erreichen. Hat geklappt. Bei der No-Baffle brachte es mich klanglich zu einem fast identischen Ergebnis, wobei die Korrekturkurven schon sehr unterschiedlich aussahen. Toll dabei aber -> Ich habe bei der Open Baffle das Kammfilterverhalten korrekt erkannt und entzerrt. Bei der No Baffle gab es diesen nicht. Beides faktisch korrekt.
Also sind meine Hirnwindungen gut für Problemlösungen geeignet.
Ein Blog-Eintrag wird noch folgen, wo ich das Vorgehen nochmal beschreibe. Bevor ich das mache, will ich aber diverse Szenarien probe-spielen, um auch wirklich einen geistigen Nährwert liefern zu können.

Hoffentlich komme ich nächsten Monat dazu die Open Baffles mit je 2x4 TTs und einem 20er BB (Monacor SP205/8, SB Acoustics SB20FRPC30.8, Senon DY-811U) zu bauen. Dann mit Mehrkanalsoundkarte und EQ-APO als Aktive-Weiche+EQ.....oh was wird das geil werden!!!

Meine kleinen (bzw. Medium) TQWT habe ich übrigens auch mal wieder gegen gehört. Mit dem JVC-BB bestückt. Bin vom Pegel durchaus beeindruckt. Auch Tiefgang ist recht gut. Gemessen an einem 10cm Breitbänder. Wer die Originalen Cyburgs Needle kennt und sich nur etwas mehr Tiefgang und Pegel wünscht, ist damit übrigens sehr gut beraten. Ich habe dort nichts anderes gemacht, als per Dreisatz hochgerechnet auf ein 10cm BB-Chassis. Minimale Anpassung per EQ notwendig gewesen. So wenig sogar, dass das alles mit passiver FQW locker als ernsthafter Bauvorschlag durchgehen würde. Weiterhin wohl ein Zeichen, dass ich mit sehr wenig Pegel sehr leicht zufrieden zu stellen bin.
TQWT gefällt mir als Gehäuseprinzip übrigens wirklich sehr gut. Für den 20cm Senon Breitbänder existiert auch eine TQWT. Da grübelte ich auch schon drüber, ob ich mir die einfach bastel und die Stör-Stellen per EQ ausbügel. Das wäre eine "leichtere" Box als meine Neukonstruktion. Zwar sind Open Baffle mit BBs bzgl. der "möglichen Fehler" sehr klein gehaltene Konstruktionen....aber mit der TQWT bin ich auf der sichereren Seite.

Günstig wäre es auch -> der BB kostet ca. 13€ pro Stück. Auch für den SB Acoustics gibt es bei Spectrumaudio eine fertige Box. Vllt. wird es eine der beiden Konstruktionen.
Selbst wenn -> die Open Baffle wird auch noch gebaut. Die aktuellen Ergebnisse sind einfach klasse. Es macht wirklich sehr viel Spaß damit zu hören. Aber auch bei den kleinen TQWTs war ich zum Teil sehr beeindruckt von der Räumlichkeit der kleinen Treiber.
Es gibt soooooviel schönes zu entdecken. :)
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

Es gibt soooooviel schönes zu entdecken. :)

packen wir's an !
heatsink
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von heatsink »

Ihr Holzwürme seid echt bekloppt :resp:
Hirnwindungslauscher
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Es sieht bekloppt aus...ja.

Ich habe vor kurzem als Vergleich meine Lieblings Philips BBs in geschlossenem Gehäuse und dazu der 20er Philips in geschlossenem Subwoofer Gehäuse.

Ganz ehrlich?

Das hat keinerlei Chance gegen die OBs gehabt. Also ich bleibe bei dem Prinzip.
Mein Endsysten wird ein 20er BB (der Monacor wäre mir mehr als gut genug).
Dazu die 4x20er Tieftöner pro Box. Ganz ehrlich ich habe selten so einen Spaß an Musik gehabt.

Das ist wirklich wie Kopfhörerhôren was die Durchhörbarkeit betrifft. Bassqualität ist Konkurrenzlos. Das meine ich wirklich. Ich bastel nun auch schon 26 Jahre mit Lautsprechern rum. Diese Qualität bei praktisch unter 100€ habe ich niemals erlebt. Das ist wie ein HD800 mit Stax-Bass Durchhörbarkeit. Ja das meine ich ernst.

Ich habe mir TopGun 2 in sehr laut angeguckt..und das war irre. Das ist nur Druck ohne Dröhnen. Egal welche Musik. Die Monacor sind ordentlich entzerrt wirklich DER Preistipp schlechthin und wenn 2x18cm Pipifaxtieföner zu einer solchen Qualität und auch Pegel zustande sind...da freue ich mich aufs Endergebnis.
Jedenfalls steht fest, es werden voneinander getrennte Bretter pro Treiber und vielleicht sogar Beton als Material.

Wie gesagt...nur die Solo100 konnten mich ähnlich begeistern. Aber die waren riesig und nicht derartige Allroundtalente.

Tja... Zeit für Mehrkanal+2 dicke Endstufen und ran an die Bulletten.
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

Freut mich daß es bei Dir voran geht :top:
bei mir wird's noch lange dauern :wall:
was meinst Du mit Mehrkanal + 2 Endstufen ??? geht's Richtung surround (weil du den Film nanntest) oder willst BB's und TT getrennt ansteuern ,
quasi 4-Kanal ?
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Tüftler hat geschrieben: Mi 1. Feb 2023, 14:20 Freut mich daß es bei Dir voran geht :top:
bei mir wird's noch lange dauern :wall:
was meinst Du mit Mehrkanal + 2 Endstufen ??? geht's Richtung surround (weil du den Film nanntest) oder willst BB's und TT getrennt ansteuern ,
quasi 4-Kanal ?

Jap, diskrete Kanäle für jeden Chassiszweig.
Aktuell trenne ich sie ja nur per 6dB/Okt Weiche. Höhrerwertige passive Weichen (12dB, 18dB) ergeben keinen Sinn, da ich kein Mess-Equipment habe,
Man muss bei jedem Projekt (egal in welchem Lebensbereich)immer jede potenzielle Fehlerquelle eliminieren.

Aktive Weichen sind da wesentlich leichter, wenn man gehör arbeitet -> kein löten, sondern "on the fly" erhält man das Ergebnis.

Da ich, seit etwas Umräumen erneut ein paar Raummoden (also Resonanzen im Raum - Bassbereich - dröhnen umgangssprachlich :D) habe, denke ich sogar über 3 Stereo-Kanäle pro Boxenpaar nach. Teurer, aber besser, da mehr Kontrolle (aber auch mehr potenzielle Fehlerquellen).

Allgemeine neue Sichtweisen:

- Ich würde neue Boxen bauen
--- Jedes Chassis-Abteil voneinander trennen (mechanisch gesehen), da die Bretter sehr zuu Vibrationen neigen können
------ Beton/Holz' Sandwich Bauweise
- bessere Abkopplung vom Boden (erübrigt sich vielleicht durch das "Mehr" an Gewicht dank Beton)
- Chassis von den Schallwänden abkoppeln

Joa, das und die Aktivierung der Chassis-Zweige sollte ganz ehrlich, die besten Lautsprecher, die ich jemals hatte, ergeben.
Die einzige Steigerung wäre eine stabile No--Baffle Konstruktion.

Wie gesagt -> wirkt wie Spielerei eines MEnschen, der zum ersten Mal Boxen baut. Aber ich habe noch nie aus so wenig so viel gutes rausgeholt. Ich bin von "boxen" geheilt. Open all the way!

Edit:
Ich denke, dass sviele glauben, es würde keinen Bass mehr geben. Erstens -> ich kann dessen Quantiät sehr leicht selbst regeln. Zweitens -> Präzise, druckvoll und auch "fett" wenn man es denn will. Ich vermisse keinen Bass.
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

Kommt mir irgendwie bekannt vor ... nenne es "Faß ohne Boden" ;) aber egal ... muß halt so sein :D
Willst 3 Stereo-Amps oder ne Mehrkanal-Endstufe aus dem Surroundbereich nehmen ? Ne PA wäre wie mit Kanonen auf Spatzen ballern ...
Das mit den Raumresonanzen is halt bei OB immer ne Herausforderung , wirst das aber bestimmt in den Griff bekommen .
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