[Sammelthread] Qualitätsverständnis bei Kopfhörern

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Firschi
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[Sammelthread] Qualitätsverständnis bei Kopfhörern

Beitrag von Firschi » So 10. Nov 2019, 16:26

Hallo allerseits,

nachdem die Herstellungsqualität verschiedener Hörer in unterschiedlichen Threads während der letzten Tagen immer wieder thematisiert wurde, z.B. hier

viewtopic.php?f=5&t=304&start=330#p15653
viewtopic.php?f=5&t=748#p15629
viewtopic.php?f=5&t=746#p15669
viewtopic.php?f=5&t=656&start=30#p15723


dachte ich mir, es wäre an der Zeit für einen Sammelthread. Hier können und sollen Diskussionen - gerne auch vergleichend - zu den mechanischen und optischen Eigenschaften von Kopfhörern stattfinden. Den Klang behandeln wir bitte weiterhin in den hörerbezogenen Threads.


Mich persönlich interessiert im Moment eines, warum ich die Einstiegsfrage entsprechend gewählt habe:

Welcher Hörer war oder ist eurer Meinung nach der am besten verarbeitete und warum?


Dominik :coffee:

Control
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Re: [Sammelthread] Qualitätsverständnis bei Kopfhörern

Beitrag von Control » Mo 11. Nov 2019, 10:26

Für mich gehen das Qualitätsverständnis plus Nachhaltigkeit Hand in Hand. Ich möchte hier ganz explizit Beyer Dynamic anführen, die das richtig gut umsetzen, schon seit Jahrzehnten.
Was nutzt mir eine gute Verarbeitung, wenn ich mit dem auskommen muß, was am Kopfhörer ist. Jüngstes Beispiel das Kopfband der Focals. Höchst eingeschränkter Wiederverkaufswert, wenn da so ein speckiges Teil dranhängt. Da hilft auch nicht der hinkende Vergleich mit Designer-Möbel.

Also ganz klar für mich mein DT 770, T5p. Geringe Kosten der Ersatzteile, Kopfband des T5p gibt es für unter 70 Euro. Neue Earpads gibt es auch nicht zu einem Preis eines neuen Kopfhörers.

senifan
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Re: [Sammelthread] Qualitätsverständnis bei Kopfhörern

Beitrag von senifan » Mo 11. Nov 2019, 12:49

Control hat geschrieben:
Mo 11. Nov 2019, 10:26
Für mich gehen das Qualitätsverständnis plus Nachhaltigkeit Hand in Hand.
Yes, ich würde das auch speziel als Qualität der Konstruktion ansehen.
Control hat geschrieben:
Mo 11. Nov 2019, 10:26
Ich möchte hier ganz explizit Beyer Dynamic anführen, die das richtig gut umsetzen, schon seit Jahrzehnten.
Ist bei Beyer allerdings auch dringend nötig weil der Verschleiß dort sehr hoch ist. Die dt Velour Polster sind nach kaum 200 Stunden platt und die Bügelrasterung geht auch gerne mal kaputt. Zusammen mit immer wieder auftauchenden Problemen mit Treiberausfällen halte ich die Qualität von Beyerdynamic Hörern im allgemeinen für etwas zu hoch eingeschätzt.

Audioquest Nighthawk ist einer der am besten gebauten KHs, Audioquest hat auch viel Wert auf gute Matrialien gelegt, insbesondere für die Gummis und den Stahlbügel. Bequem, leicht funktionell.

Sennheiser HD6xx Serie sind ein weiterer Kandidat. Die Kopfhörer sind extrem langlebig. Die Poster halten bei mir gut 500+ Stunden, was für 40€ zumindest ok ist. Ansonsten ist die Konstruktion beeindruckend gut und einfach da die KHs einfach nur zusammengesteckt sind. Es gibt nichtmal Lötstellen und man kann den KH im handumdrehen auseinanderbauen und wieder zusammenbauen. Gut zum Reinigen.
Dann spielen natürlich auch das Treibermatching eine Rolle und die Frage wie konstant die Qualität der Treiber bleibt (Audeze fällt hier als Negativbeispiel immer wieder auf), beides Dinge, für die Sennheiser bekannt ist.

HD800 ist genauso gut gebaut, sehr gute Materialien und komplett zusammengesteckt.

HD25 ein weiterer. Genial einfach und funktionell bis auf die gelegentlichen Wackelkontakte, die sich aber beheben lassen.

Staxi2017
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Re: [Sammelthread] Qualitätsverständnis bei Kopfhörern

Beitrag von Staxi2017 » Mo 11. Nov 2019, 14:51

Nun, für Stax Germany ist dies z.B. normal und keinesfalls ein defekter L700 der fehlerhaft und repariert oder ausgetauscht werden sollte.

https://youtu.be/ZOl0J6VGkBc
https://youtu.be/vwD9tKioa9Q
https://youtu.be/Bf38cKJ6NBc

Ok, ist auch nur ein Hörer um 1.700 Euro - kann man da mehr erwarten? :mad:

Control
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Re: [Sammelthread] Qualitätsverständnis bei Kopfhörern

Beitrag von Control » Mo 11. Nov 2019, 16:08

Staxi2017 hat geschrieben:
Mo 11. Nov 2019, 14:51
Ok, ist auch nur ein Hörer um 1.700 Euro - kann man da mehr erwarten? :mad:
Also das ist schon krass. Da kann der so gut sein wie er will, das geht null.

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Re: [Sammelthread] Qualitätsverständnis bei Kopfhörern

Beitrag von RunWithOne » Mo 11. Nov 2019, 18:31

Ein Kopfhörer muss für mich wertig verarbeitet sein und darf gern nachhaltig produziert sein. Er soll lange halten und sollte ein gutes Treibermatching haben. Alles andere (Frequenzgang, Impulsverhalten) sind dann eher persönliche Präferenzen.

Zum Thema Focal vs. Beyerdynamic:
Ich hatte schon einige bd KH für längere Zeit. Das waren DT770,1770,1990 und zur Probe T1II, A&K T1p beide Amiron sowie Lagoon und wie heißt der andere BT On Ear gleich?
Bei Focal ist die Bügler Reihe kürzer, aktuell bei mir: Listen Wireless, Elear und Clear.
Die ganz klar wertigeren KH sind von Focal. Sie sitzen perfekt und dichten ebenso perfekt ab. Das ist bei bd nicht der Fall. Die PRO Kollegen haben einsatzbedingt einen enormen Anpressruck, dichten aber auch nicht 100%ig. Schlimmer ist es beim T5p, den ich aktuell noch besitze. Drückt weniger als die PRO Modelle, dichtet aber auch schlechter ab. Könnte man mit besseren Polstern problemlos ändern. Das gilt sinngemäß für alle T-Modelle der Marke. Vielleicht liegt es auch an meinem Kopf? Der Amiron Wireless sitzt so locker, das er verrutscht.
Die db Ersatzteilpreise sind natürlich vorbildlich. Ebenso die Ersatzteilversorgung. Da hat Focal, aber auch alle anderen KH Hersteller diese Welt, Nachholebedarf. Es gibt sogar Hersteller die gar keine Eratzteile anbieten, z.B. Philipps. Die würde ich dann gar nicht mehr kaufen. Ebenso "Exoten" aus USA oder Asien. Das wäre mir im Reklamations- oder Reparaturfall einfach zu aufwändig und wohl auch zu teuer.

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Re: [Sammelthread] Qualitätsverständnis bei Kopfhörern

Beitrag von Control » Di 12. Nov 2019, 14:57

Hier ein Beispiel meines mobilen Setups (in Summe 300gr. haha). Der T 51 i hat schon ein paar Jährchen auf dem Puckel, sieht noch aus wie neu, und glaubt mir, der ist nicht immer sorgfältigst behandelt worden. Etliche Stürze von allen möglichen Hotelschränken etc. Alles klaglos überstanden.

[URL=https://www.bilder-upload.eu/bild-51e89 ... 1.jpg.html[/URL]

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Re: [Sammelthread] Qualitätsverständnis bei Kopfhörern

Beitrag von ZeeeM » Di 12. Nov 2019, 20:00

Mechnaische Robustheit? Sennheiser HD25-I ... Und wenn der mal aus der Schublade geholt wird, der kann immer noch was.

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Re: [Sammelthread] Qualitätsverständnis bei Kopfhörern

Beitrag von Migel » Di 12. Nov 2019, 23:15

Ich finde das Konzept was Bayerdynamics verfolgt recht gut und das kommt auch sehr gut an beim Kunden.
Der Custom Game war abgesehen von seiner Leistung und wertigen Verarbeitung gegenüber den Plastik Headset einfach überlegen und klare Entscheidung gewesen für mich.Dannach folgte der Dt 770, und konnte gleich noch andere Pads mit bestellen.
Kaputt gegangen ist bis jetzt noch nichts.
Dennoch fand ich es einfach gut das man die Ersatzteile dort direkt mitbestellen kann.

Ich finde das einfach wichtig das man nach Jahren mal was austauschen kann weil es gebrochen ist oder der Treiber sich verabschiedet hat.
Ich habe noch ein Fostex TR X 00 wo das Kopfband recht gut gedrückt hat auf meinem Kopf.
Spass halber habe ich das vom Custom game genommen und drauf getan und plötzlich waren die Schmerzen weg.
Und habe eins bestellt.

Ich finde die anderen Hersteller können sich von dem Konzept was Bayerdynamics umsetzt ruhig was anschauen.
Es ist einfach ärgerlich wenn man 500€ ausgeben hat für einen Kopfhörer der dann kaputt geht.Und man nichts mehr machen kann laut Hersteller.Was gar nicht der Fall ist oftmals.

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Re: [Sammelthread] Qualitätsverständnis bei Kopfhörern

Beitrag von Staxi2017 » Mi 13. Nov 2019, 06:26

Hd 25
Hd 25 i
Hd 25 1-II
Und nun dessen Nachfolger
https://www.thomann.de/at/sennheiser_hd_25.htm

Gibts da wo einen Überblick bzw. Vergleich, wer nun welches Klangbild hat - vielleicht hat jemand einen Link - Danke

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ZeeeM
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Re: [Sammelthread] Qualitätsverständnis bei Kopfhörern

Beitrag von ZeeeM » Mi 13. Nov 2019, 07:15

Wüsste ich nicht, wäre aber nicht verwundert, wenn die im Wesentlichen identisch sind. Da experimentiert man nicht mehr.

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