Nun ein kurzer zweiter Teil.
Beruflich beschäftige ich mich nun seit guten 15 Jahren mit PSIM-Systemen.
Hier geht es darum Leitstände jeglicher Art aufzubauen oder (das machen wir u.a. für Fraport, EZB, Porsche,...) Leit- , Kontroll- und Sicherheitssysteme aufzusetzen.
Grob geht es darum, Fremdgewerke (z.B. Brandmeldezentralen oder Videosysteme wie Milestone) an ein zentral verarbeitendes System zu koppeln, d.h. Zustände setzen bzw. auslesen und auch zu visualisieren und das Ganze über irgendwelche Workflows zu verarbeiten.
Dafür haben wir unser eigenes SDK entwickelt mit dem wir (jeder namhafte Hersteller kocht sein eigenes Süppchen) die Fremdgewerke anbinden und dann auf einer Ebene von Datenpunkten (hier werden die Zustände und mögliche Aktionen hinterlegt) und Geräten (der Master für die Datenpunkte) haben.
Seit etwa zwei Jahren ist dies nun mehr oder minder Geschichte. Obwohl die Hardwarehersteller immer gerne auf bewährtes setzen und RS232 immer noch der Standard ist, tut sich auch hier langsam etwas.
Im Videobereich wird ONVIF immer wichtiger und als Messageprotokoll setzt sich immer mehr MQTT durch.
Was soll aber das Ganze jetzt mit einer Fernbedienung im Homebereich zu tun haben?
Nun, was haben wir denn da für Fremdgewerke bzw. Schnittstellen?
Ich sehe da klassisches IR (vorallem möchten wir doch möglichst bidirektional agieren, oder?) nur noch beschränkt. Zigbee, schnödes WLAN, Bluetooth aber durchaus noch serielle Schnittstellen sehe ich dagegen mit x verschiedenen Protokollen bestückt.
Viele Hersteller der smarten Geräte kochen bewusst ihr eigenes Süppchen und verführen den User chinesische (nur ein Beispiel) Clouds zu benutzen bzw. weiter beim firmeneigenen Portfolio zuzugreifen.
Ich sage: Das muss nicht sein! Inzwischen gibt es ausgereifte OpenSource-Alternativen wie Tasmota, Matter, MQTT,... die alle völlig unabhängig von einer Cloud benutzt werden können.
Nun benötigt man noch eine zentrale Stelle (wie unseren Leitstand), der all die Endgeräte verknüpfen, steuern und notwendige Workflows erzeugen und susführen.
Meine Wahl fiel dafür auf den Home Assistant (natürlich auch open source), der inzwischen eine große Verbreitung hat.
Als Vorgeschmack ein Screenshot der Übersichtseite bei mir:

- Screenshot_20260211_221556_HomeAssistant_copy_810x1755.jpg (127.12 KiB) 63 mal betrachtet