Polarität der Netzspannung

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Tüftler
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Polarität der Netzspannung

Beitrag von Tüftler »

Hab zum Thema mal mal ne Grundsatzfrage zur Polarität eurer Elektrik ...
So ziemlich viel was hier so diskutiert wird , hatte ich vor vielen Jahren schon mal durch und hatte mir deswegen einen erfahrenen Elektriker zu Rat gezogen da mir in puncto Stromversorgung /Schwankungen einiges fürchterlich auf den Sack ging .
Dieser Mensch hat dann Fehler bei der Hausinternen Verkabelung / Polung der Steckdosen , bzw. im Sicherungskasten festgestellt ...
Fakt ist : ne fachgerechte schmutzfreie Stromversorgung fängt da an !
Habe in meinem derzeitigen Miet-Domizil 6 Monate nach Einzug den Kram prüfen lassen ... 75% der Kabel waren wahllos verpolt in den
Steckdosen angeklemmt , also keine Kennung +/- außen erkennbar , wie auch an zig Steckdosenleisten oder Filtern die teils extrem teuer sind , aber nix taugen wenn im Vorfeld Bockmist gemacht wurde . Es ist ausschlaggebend zu wissen wie die Polung der einzelnen Geräte gegenüber der Stromversorgung ist um da schon im Vorfeld arbeiten zu können .

Klugscheißmodus AUS !
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kds315
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Re: Polarität der Netzspannung

Beitrag von kds315 »

Spannungsprüfer für 80ct im Baumarkt und Polarität ist bekannt.... ;)

In DE gibt es leider keine verbindliche Norm ob die Phase links oder rechts liegt.
Der stromführende Leiter, die Phase (L) ist ein braunes Kabel in der Dose.
Der Neutralleiter oder Nullleiter (N) hat die Farbe blau. Der Schutzleiter (PE) ist
grüngelb. Zumindest schreibt das die geltende IEC/VDE Norm so vor.

Also Spannungsprüfer rein in den Pol, wenns leuchtet ist es die Phase, wenn nicht
der Nullleiter. Am besten dann in der Dose einen roten Punkt machen zur
Kennzeichung der Phase. Nur im 230 Volt Netz sowas machen bitte....
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stachel
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Re: Polarität der Netzspannung

Beitrag von stachel »

Das wundert mich jetzt, dass der Fachmann "Fehler bei der Polung der Steckdosen" gefunden hat.
Hoffentlich wollte der dir nicht nur Geld aus der Tasche ziehen.
Mit "Schmutzfrei" hat das auch nichts zu tun.
Ich finde die ganze Schilderung eher "seltsam" ...
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kds315
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Re: Polarität der Netzspannung

Beitrag von kds315 »

Genau das war auch mein EIndruck; es gibt keine Falschpolung ausser man schlösse die Phase an den Schutzkontakt an, was lebensgefährlich wäre....
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Tüftler
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Re: Polarität der Netzspannung

Beitrag von Tüftler »

hatte nen Rechner-Absturz und ein Leihgerät mit dem ich nicht klar kam , deswegen erst jetzt ne Reaktion ;)

Bin in besagte Wohnung eingezogen und als erstes einen Teil (Stereo-Anlage) an ihrem Platz aufgebaut , direkt neben Doppelsteckdose unterputz .
Amp inne linke und CD inne rechte Dose da Verteiler noch in Kiste war .
Die Anlage hatte vorher tadellos funktioniert ! Also die Musik gestartet ... leichtes brummen ... Verbindungen geprüft : alles bestens !
Ne andere Steckdose genommen und das unterschwellige "brummen" war weg :shokk: , also erst mal alles o.k.
im späteren Verlauf der Einrichtung festgestellt daß auch in nem anderen Zimmer dieses Phänomen auftauchte ..
Die Idee mit dem "Lügenstift" hatte ich selbst um Polung heraus zu finden , aaaaaber das gebrumme ...
Nachdem ein Freund , gelernter Elektriker , sich das mal genauer ansah , hat er kopfschüttelnd jede weitere Maßnahme abgelehnt um mir mitzuteilen daß alle Doppel-Steckdosen verpolt angeklemmt und jeweils einseitig keine Erdungsbrücke vorhanden war .... daher anscheinend das "brummen" !
Darauf hin die Hausverwaltung unter Druck gesetzt dieses fachgerecht durch eine Firma schnellstens zu beheben ! Der Knaller kommt noch ..
Doppel-Lichtschalter im WZ , Kabel 3 adrig wo blau + schwarz stromführend und gelb/grün als Minus angeklemmt wurde :shokk:
Der freundliche E-Mann war 2 Tage beschäftigt um das alles zu richten und nen fetten Folgeauftrag bekommen .. insgesamt 16 Wohnungen zu prüfen und richten .. einzig Bäder und Herd-Anschlußdosen waren richtig gepolt/abgesichert !
Hab dadurch ne riesen Lawine losgetreten die den Eigentümer einiges gekostet hat ... immernoch besser als ne abgefackelte Bude oder ne Person die Schaden erlitt und nach verbalem Gemetzel dann doch dankbar war ...
Die damalige E-Installations-Firma gibt's nicht mehr und hatte laut Recherche Sub-Sub's beauftragt , also keine Chance da noch jemanden in Regress zunehmen .
RunWithOne
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Re: Polarität der Netzspannung

Beitrag von RunWithOne »

Was für ein Drama. Gutes Beispiel für Gier und Fusch am Bau.
Suchst du noch oder hörst du schon?
mannitheear
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Re: Polarität der Netzspannung

Beitrag von mannitheear »

Mit falscher Polung könnte ja gemeint sein dass die Phase auf blau und der Nullleiter auf braun/schwarz gelegt wurde.
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kds315
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Re: Polarität der Netzspannung

Beitrag von kds315 »

Das ist ja lebensgefährlich sowas, die Leute/Firma gehören angezeigt!!
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Re: Polarität der Netzspannung

Beitrag von Tüftler »

Die Geschichte war nicht nur kritisch !
Das Gebäude wurde 1975 erstellt , und bis zu meiner Feststellung der fehlerhaften E-Installation hat sich keiner gewundert daß irgendwas
nicht stimmt !
Damals war der Sicherheitsstandard bei weitem nicht so wie heutzutage ... als der E-Mann bei mir war , hab ich die 8 Steckdosen für Audio im WZ im
Verteilerkasten separat auf 1 Sicherung legen lassen , er hat zwar gemeckert , aber ne Kiste Hopfenkaltschale hat ihn motiviert :D

egal , seit dem is ja alles so wie es sein muß :top:
Staxi2017
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Re: Polarität der Netzspannung

Beitrag von Staxi2017 »

kds315 hat geschrieben: Di 20. Dez 2022, 22:10 Spannungsprüfer für 80ct im Baumarkt und Polarität ist bekannt.... ;)
Wo genau bekommt man den Spannungsprüfer um 80 Cent?
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Tüftler
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Re: Polarität der Netzspannung

Beitrag von Tüftler »

Rummelplatz ;)
Dayolaf
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Re: Polarität der Netzspannung

Beitrag von Dayolaf »

Hallo,
ich bin eigentlich auch der Meinung das es egal ist.Das Kabel interessiert nicht wenn Blau,der Neutralleiter wäre oder Erdung solang es auch an der Dose richtig angechlossen wäre.
Dennoch verstehe ich sehr was du meinst,ich habe es in der Wohnung wo ich wohne ähnliche Sachen erlebt.
Wir haben zbs vom Vormieter die Lampen übernommen und uns immer gewundert warum wir jedes halbe Jahr die Glühlampe austauschen mussten.
Als ich die komplette ersetzt habe wusste ich warum,die Lampe war falsch angeschlossen gewesen,darum ist auch die Glühlampe andauernd kaputt gegangen.
Im Bad wollte ich die Dose austauschen und drück die Sicherung runter und denke alles okay,bis ich eine gewischt bekommen habe.
Weil irgendwo noch Restspannung vom schwarzen Kabel mit einander verbunden war,also musste ich eine weitere Sicherung runter drücken.
Hätte wirklich schief gehen können für mich wenn da noch ordentlich Strom drauf gewesen wäre.

Im Mediazimmer habe ich auch eine Dose ausgestauscht gegen eine bessere.Beim austausch habe ich gesehen das die Kontakte übermalt waren von der Wandfarbe und hinter der Dose die Kabel komplett korrodiert gewesen sind.
Neu abisoliert die neue Dose verbaut und seitdem läuft alles wunderbar und deutlich besser.Ich weiß nicht mehr ob ich ein Brummen hatte bevor der Austausch stattfand.Ich meine es war irgendwas gewesen das ich es tat.

Sollten wir umziehen werde ich solche Dinge etwas genauer unter die Lumpe nehmen und gleich reklamieren.
Gerade bei alten Häusern wurde damals sehr viel Schindluder betrieben.Und auch verständlich im Nachhinein das euer Wohnhaus überprüft werden musste.
Sind ja auch Versicherungstechnische Dinge,wie auch nicht optimal für Geräte wenn Sie grundlos kaputt gehen und immer wieder ersetzt werden müssen.
Das sind aber echte Extremfälle was du da hattest.Es gibt auch alte Häuser wo alles Tip Top gemacht wurde.
Tüftler
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Re: Polarität der Netzspannung

Beitrag von Tüftler »

Dank für deinen post und die Bestätigung dafür , daß ich nicht der einzige bin den es dahingehend kalt erwischt hat !
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