Alarmanlage

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Robodoc
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Alarmanlage

Beitrag von Robodoc »

Ganz was anderes, was mich momentan interessiert und nur so leidlich in dieses Unterforum passt: Einbruchmeldeanlage, Videoüberwachung etc.

Ich denke, meine aktuellen und zukünftigen Erkenntnisse zum Thema könnten für einige hier ebenfalls interessant sein und wer weiß ... vielleicht kommen Anregungen (für mich) und Diskussionen (für uns alle) auf. Also los ...

Wie komme ich auf das Thema?
Ich habe Anfang des Jahrhunderts (sagt man das so? ... hört sich irgendwie Antik an) eine alte EffEff Alarmanlage übernommen, die über die Jahre gut funktioniert hat. Gut funktioniert heißt dabei, dass es keine Fehlalarme gegeben hat (was gut ist) und auch keine echten Alarme (was noch besser ist). Da in unserer Gegend vor allem in den letzten Jahren die Einbrüche zugenommen haben und mein Haus freistehend und uneinsichtig ist, finde ich das schon mal positiv. Manche sagen, dass allein die Sirene im Giebel bereits eine abschreckende Wirkung auf einen potenziellen Angreifer hätte und dieser sich daher vorzugsweise den Nachbarhäusern widmet. Wie auch immer, bisher lief es gut für uns.

Jetzt ist die EffEff Anfang des Jahres abgeraucht. Heißt, die Hauptplatine ist offensichtlich defekt und sämtliche meiner in einer Mischung aus Unwissenheit und Verzweiflung durchgeführten Rettungsversuche sind gescheitert. Seit 4 Wochen gebe ich das auch offen zu :fpalm:
Eine Reparatur ist möglich, aber teuer (ca. 2 k€) ... ich habe Abstand davon genommen, weil die Reparatur nur ein Fachbetrieb vornehmen kann und ich in den letzten Monaten gemerkt habe, dass ich mich erst dann richtig sicher fühle, wenn ich weiß was und verstehe wie meine Anlage was tut. Und das ist bei der EffEff nicht nachvollziehbar. Stand der Technik von vor 30 Jahren, keine Anzeige, kein Display, kein Zugriff mit PC, nichts.

Ich habe zwar jetzt eine Interimslösung eingebaut, mit einer merkwürdigen billigen Funkzentrale, aber zufrieden bin ich nicht, es gibt Fehlalarme und daraus resultierend ein Unsicherheitsgefühl, das meiner Familie bislang unbekannt war. Also muss was passieren, es muss was ordentliches her.

Am kommenden Wochenende habe ich vor, die alte Anlage zu "entkernen" ... das heißt ich baue sämtliche Platinen und Bediengeräte, Akkus, etc. aus und schaue, was elektrotechnisch noch brauchbar ist. Kabel, Ringkerntrafo, Ladenetzteile etc. Der Rest fliegt in die Tonne. Die EffEff war in einem eingemauerten Stahlschrank mit Sabotageschutz untergebracht, der ist mit Sicherheit groß genug, um eine neue Anlage aufzunehmen. Wenn die Kiste leer ist, könnte man sich fast schon zum Verdrahten reinsetzen.

Alle vorhandenen Sensoren werde ich dabei identifizieren, es ist ja eine vollständig verdrahtete Außenhautsicherung vorhanden. Bisher in Z Schaltung auf 4 Meldelinien verteilt. Ich stelle mir vor, dass ich zukünftig für jeden Melder eine eigene Linie haben will, nicht dass das nötig ist, aber nach meinen Recherchen ist das heute Stand der Technik. Das wären so etwa 30 Melder im Jetztzustand. Es kommen sicherlich noch welche dazu, weil ich weitere Bereiche in die Alarmierung aufnehmen möchte, z.B. meinen Kopfhörerschrank etc. Auch würde ich gerne meine Garagen, die ich vor Jahren schon auf Funktore umgestellt habe, in das Alarmkonzept aufnehmen, damit die Unscharfschaltung automatisch passiert, wenn ich mit der Karre vor dem Tor stehe. Das ist bisher (also zu EffEff Zeiten) etwas tricky gewesen.

Hab ich grad Funk gesagt?

Ja, das ist das Problem ... ich möchte eine Anlage haben, die sowohl eine Reihe von verdrahteten Sensoren aufnimmt (mindestens 30 siehe oben, besser mehr) und gleichzeitig noch Meldelinien per Funk erlaubt. Dem Fachbetriebsmeister gefiel die Idee sehr und er war in seiner Kopfkalkulation schon leicht fünfstellig. Näheres habe ich dann gar nicht mehr erfragt. ich werde definitiv keine 10 + X k€ investieren, auch nicht, wenn das Ding KFW förderfähig ist und ich 10% zurück bekomme ... das ist wohl das Standard-Vertriebsargument aller Einrichterbetriebe zur Zeit.

Dann wäre ja sogar die EffEff Reparatur überlegenswert. Aber die war ja oben bereits ausgeschieden. Was also tun?

Habe mich umgehört, viel recherchiert und bin auf verschiedene Namen und Konzepte gekommen:
1. Honeywell (der EffEff-Nachfolger): Scheidet aus, weil das nicht viel was anderes wäre als die EffEff Reparatur, nur moderner. Geht aber nur mit Fachbetreib, völlige Abhängigkeit.
2. Lupusec (Funkanlage): Hat mir gefallen, es gibt eine professionelle Anlage von denen, die heißt XT3. War lange mein Favorit, ich habe mit verschiedenen Betrieben gesprochen und auch die Lupus Hotline mehrfach angerufen um Dinge zu klären. Alles in meiner Hand, keine Abhängigkeiten. Am Ende des Tages habe ich mich dagegen entschieden, aus zwei Gründen: Erstens ist die Lupusec XT3 primär eine Funkanlage; es gibt zwar Workarounds, wie ich die drahtgebundenen Melder da anschließen kann, aber irgendwie ist das dann unsexy, wenn der letzte Meter gefunkt wird. Zweitens ist die XT3 ein Kleincomputer, auf dem ein Linux Betriebssystem läuft. Von Lupus kommt die Software. Das ist erst mal positiv, weil so ein Linux ja alles kann, Kommunikation, Internet, sogar Smart Home. Aber denkt man genauer drüber nach, dann wird die Tatsache, dass man evtl. eine Backdoor im Internet findet, zu einem echten KO Kriterium für eine Alarmanlage. Finde ich, die Lupus-Leute sehen das naturgemäß lockerer. Ich war aber raus.
3. Satel (Hybridanlage): Hat mir anfangs gar nicht gefallen, ein unübersichtliches Gewusel von Platinen, Kabeln etc. mit überlappenden und fragwürdigen Funktionalitäten. Wie ein Menu setzt man aus Katalogkomponenten ein eigenes Ding zusammen. Wenn man es mal verstanden hat, wird es aber übersichtlicher und irgendwann hat man das Gefühl, durchzublicken. Hier gab es noch mehr Recherchearbeit als bei Lupus. Viele Kontakte und ... das muss ich sagen ... eine ausgesprochen professionelle Beratung durch den Distributor ASL Ademco. Jede Menge Tipps und Tricks in Youtube geben dazu das Gefühl, dass man das schaffen kann, das Ding erfolgreich in Betrieb zu nehmen. Hybrid heißt, es handelt sich z.B. bei der Hauptplatine Integra um ein drahtgebundenes System (das würde also meine EffEff ideal ersetzen) und gleichzeitig gibt es die Option (kein Muss), eine Funkplatine anzuschließen, die weitere Funkmelder ins System bringt. Gefällt mir, wird zur Zeit weiter verfolgt. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus, diese wird aber in Kürze getroffen ... denke ich.

Das soll als eine Einführung in diesen Thread erst mal genügen. Falls es Interesse gibt, das Projekt zu verfolgen, gerne eine kurze Rückmeldung. Dann mach ich mir die Mühe und schreibe mehr. Wenn es keinen interessiert, wird dieser Thread natürlich nicht weiter gefüttert.

Ich bin dann mal im Stahlschrank ... bis später :D
Control

Re: Alarmanlage

Beitrag von Control »

Wie wärs mit einem Hund?

SCNR

Schönes Wochenende.
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Re: Alarmanlage

Beitrag von ZeeeM »

Gänse wären auch noch eine Option. :D
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Re: Alarmanlage

Beitrag von RunWithOne »

Dan wohl lieber den Hund, der schnattert nicht so viel.
Suchst du noch oder hörst du schon?

PC/WiiM Pro + Violectric V850+280 / WiiM Ultra + V222 》Heddphone Two / Focal Clear + Elear + Celestee
Astell&Kern SP2000T 》E3000 / Penon Serial + Turbo / Thieaudio V16 Divinity
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Firschi »

Ich habe vor einigen Jahren mal dabei geholfen, in einem Haus, das deinem ähnlich ist, Hans, eine Alarmanlage auf EIB-Basis zu installieren. Drahtgebundene Überwachung aller Außenfenster und -Türen. Bei Alarm gehen im gesamten Haus alle Lichter an, die Rollländen/Jalousien auf und ein Alarmton ertönt. Finde ich eine sehr gute und sabotagesichere Lösung. Erfordert aber etwas Disziplin im Betrieb und relativ viel Hardware-Aufwand bei der Installation. Zu jedem Fenster läuft beispielsweise eine Gummileitung für den Antrieb der Beschattung und ein weiteres Kabel für die Öffnungsüberwachung. Im Keller steht ein großer Schaltschrank, der die Technik beherbergt. Funkbedienung ist aus Gründen der Sicherheit nicht umgesetzt, potenziell aber möglich.

Würde man heute sicher anders machen. Alleine schon deshalb, weil der permanente Stromverbrauch nicht zu verachten ist.


Unsere direkte Nachbarin hat ihr (Miets-) Haus mit Produkten von Ring ausgestattet. Das ist aber Spielzeug im Vergleich zu dem, was du damit vor hast, Hans.
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Robodoc »

Der Thread läuft ja :fpalm:
ZeeeM hat geschrieben: Fr 28. Aug 2020, 17:17 Gänse wären auch noch eine Option. :D
Hunde und Gänse gelten in der Sicherheitstechnik als Ungeziefer :bä:
Firschi hat geschrieben: Fr 28. Aug 2020, 18:22 Ich habe vor einigen Jahren mal dabei geholfen, in einem Haus, das deinem ähnlich ist, Hans, eine Alarmanlage auf EIB-Basis zu installieren. Drahtgebundene Überwachung aller Außenfenster und -Türen. Bei Alarm gehen im gesamten Haus alle Lichter an, die Rollländen/Jalousien auf und ein Alarmton ertönt. Finde ich eine sehr gute und sabotagesichere Lösung. Erfordert aber etwas Disziplin im Betrieb und relativ viel Hardware-Aufwand bei der Installation. Zu jedem Fenster läuft beispielsweise eine Gummileitung für den Antrieb der Beschattung und ein weiteres Kabel für die Öffnungsüberwachung. Im Keller steht ein großer Schaltschrank, der die Technik beherbergt. Funkbedienung ist aus Gründen der Sicherheit nicht umgesetzt, potenziell aber möglich.

Würde man heute sicher anders machen. Alleine schon deshalb, weil der permanente Stromverbrauch nicht zu verachten ist.
Ja das klingt schon nach einem ähnlichen Konzept wie bei mir. Mein Alarm soll allerdings weniger Rollos und Licht schalten, sondern wird direkt auf eine Leitstelle geschaltet, die sich dann kümmert, je nachdem, ob das Feuer, Wasser oder eben Einbruch ist. Ich setze primär auf Abschreckung, also werden die alte Außensirene und eine neue im Einbruchsfall ihr bestes geben, mit je 125 dB und dem Blitzer zerrt das dann hoffentlich genug am Nervenkostüm des Bösewichts, am besten schon wenn er das Brecheisen ansetzt und eigentlich noch draußen ist. Innen machen voraussichtlich 3 Innensirenen dann ebenfalls Party. Deswegen darf es keine Fehlalarme geben. Die EffEff konnte das.
Firschi hat geschrieben: Fr 28. Aug 2020, 18:22 Unsere direkte Nachbarin hat ihr (Miets-) Haus mit Produkten von Ring ausgestattet. Das ist aber Spielzeug im Vergleich zu dem, was du damit vor hast, Hans.
Kenn ich. Die Interimslösung von der ich oben sprach, ist von Eufy Security. Das ist auch so ein Spielzeug wie Ring. Macht hin und wieder Lärm, aber eher in der Größenordnung von 85 bis 90 dB, das hat dann aber nichts mit Alarm zu tun. Auch wenn die das so nennen. Ganz nett allerdings, wenn man wissen will, wer grad an der Haustür klingelt. Dafür wird das auch langfristig eingesetzt. Die Cams bleiben, die sind gar nicht mal so verkehrt, werden aber unabhängig von der Alarmanlage laufen. Die Melder schicke ich übernächste Woche zurück, das taugt wirklich nichts, auch nicht als Provisorium. Bis dahin muss ich was anderes haben.
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Firschi »

Robodoc hat geschrieben: Fr 28. Aug 2020, 18:57Der Thread läuft ja :fpalm:

Jo, du willst es mal wieder ganz speziell wissen :D vielleicht hat je ein Hausbesitzer einen sinnvollen Vorschlag für ein möglichst vollständiges Gesamtsystem. Ich hatte auch schon mit dem Gedanken gespielt, zumindest Fenster und Türen im Erdgeschoss zu überwachen und per Kamera den Hof im Blick zu halten. Andererseits wohne ich nicht direkt an der Straße und unser Haus ist in allen Richtungen von Nachbarn umgeben.

In wie weit bist du bereit, selbst Entwicklungsarbeit zu leisten, Hans? Und welche physischen Umbauten am Haus sind tolerierbar?
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Robodoc »

Firschi hat geschrieben: Fr 28. Aug 2020, 20:45 In wie weit bist du bereit, selbst Entwicklungsarbeit zu leisten, Hans? Und welche physischen Umbauten am Haus sind tolerierbar?
Nun ja, ich bin ja kein Errichter und Alarmanlagen werden immer noch von Profis gebaut, jedenfalls die, die was taugen. Insofern ist das schon Entwicklungsarbeit, wenn man sich da reinarbeiten muss.

Zunächst brauche ich ein funktionierendes System und ich denke mal, dass ich für die 2k €, die mich die Rettung der alten EffEff 561 kosten würde, dass ich dafür ein Grundsystem einkaufen kann und auch noch zusätzliche Dinge realisiert bekomme, die jetzt noch nicht da sind. Die Platine für die Zentrale kostet so um 400 € und ein einfaches Bediengerät dazu vielleicht nochmal soviel. Mit GSM und Netzwerk-Modul, ein oder zwei Innensirenen werde ich für etwas über 1k € eine Grundausstattung bekommen. Wenn ich dann Funkkomponenten hole, sind die 2k weg. Alternativ könnte ich auch weitere Drahtmelder besorgen, da ist der Verlegeaufwand riesig, aber man kommt mit dem Budget ein gutes Stück weiter.

Ich habe natürlich auch über andere Anlagen nachgedacht und recherchiert, allen voran Daitem. Leider ist das eine reine Profischiene, als DIY nicht machbar, weil die Errichter keine Infos rausrücken und man auch nichts entsprechendes kaufen kann (als Endkunde). So bin ich bei Satel gelandet, dafür gibt es gute Bezugsquellen im benachbarten Ausland ;) und Infos ohne Ende.

Umbauten möchte ich wenige vornehmen, die Fenster und Türen sind neu und haben Melder und Riegelschaltkontakte eingebaut. Bisschen tricky wird die Anbindung der Garage, da geht ohne Funk nichts. Allerdings ist das eher Luxus, am Ende des Tages hat das wenig sicherheitstechnischen Mehrwert. Spezieller ist da schon die Sicherung des Kellers (das wird schwierig, vor allem ohne Funk). Wassermelder wären mir wichtig. Der Keller säuft immer schon mal ab, unbezahlbar, wenn man das live mitbekommt. Dann ist noch viel zu retten.

Und ich werde mir eine pfiffige Falle überlegen müssen für mein Kriechdach, da funktionieren normale Katalogmelder eher nicht wenn da einer rumrobbt. Vielleicht bastel ich mir einen Laserscanner oder lass ein studentisches Projektteam einen bauen :mrgreen:
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Re: Alarmanlage

Beitrag von hadisch »

Einen Roboter ( Terminator) der das Haus bewacht in Abwesenheit.
Ist doch dein Spezialgebiet - Hans.

Funk Alarmanlagen produzieren viele Fehlalarme.
Habe schon die 3. Anlage und bis 1000,-€ pro Einheit ausgegeben.
Ein " Fachmann" den ich hier hatte für ein Angebot wollte für 4 Tür,-Fenster-Kontakte und einem Bewegungsmelder 3600,-€ wohlgemerkt mit Steuereinheit.
Mit dem was ich gerne gehabt hätte wäre bestimmt auch 5 stellig geworden.
Kameras habe ich auch, innen wie außen.
Diese mag ich, machen Bilder, Videos bei Bedarf und bekomme Nachricht per E-Mail.
Nur, wie dies zu einem FTP Server automatisch hochgeladen wird, habe ich noch nicht raus gefunden.

Also keine Funkalarm Anlage mehr.
Schon gar nicht die billig Dinger aus China die es in Massen bei eBay gibt.
Deswegen werde ich hier deine Entscheidung abwarten.
Im Moment besteht bei mir keine Not.
Anlage funktioniert und hatte auch ewig keinen Fehlalarm mehr.
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Robodoc
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Robodoc »

hadisch hat geschrieben: Sa 29. Aug 2020, 08:59 Also keine Funkalarm Anlage mehr.
Schon gar nicht die billig Dinger aus China die es in Massen bei eBay gibt.
Deswegen werde ich hier deine Entscheidung abwarten.
Im Moment besteht bei mir keine Not.
Anlage funktioniert und hatte auch ewig keinen Fehlalarm mehr.
Fehlalarme sind der frühe Tod jeder Anlage. Absolut unakzeptabel.
Ich hatte mit meiner alten Anlage in knapp 20 Jahren nicht einen Fehlalarm. Jedenfalls keinen unverschuldeten. Einmal ist es vorgekommen, dass der Schlüssel zum Unscharfschalten nicht gefunden wurde und die Türe schon auf war. Ein anders Mal hat nachts jemand ein Fenster geöffnet und das nervige Piepen des Voralarms im anderen Zimmer für einen entfernten Vogel gehalten. Das hat so beeindruckende Erlebnisse initiiert, dass die Lernkurve super steil war :fpalm:

Unverschuldete Fehlalarme gab es wie gesagt keine. Ich bin sicher, dass spätestens nach einem dritten Fehlalarm keiner mehr seine Anlage einschaltet. Zudem wird dann auch kein Nachbar mehr aus dem Fenster sehen. Der Sicherheitsmann in der Leitstelle rollt die Augen und denkt "der schon wieder". Er muss zwar seinen Job machen, aber die Tonart beim folgenden Telefonat wird schon so sein, dass Polizei oder Feuerwehr das nicht wirklich ernst nehmen.

Lessons learned: Meine neue Anlage wird schlüsselfrei mit Nummernpad entsperrt. Die Voralarme werden zukünftig nachts im Flur geblitzt und in jedem Zimmer akustisch angezeigt. Zwischen Voralarm und Hauptalarm wird, falls ein interner Melder angesprochen hat, eine "unheimliche Minute" eingebaut, das macht jeden Einbrecher nervös, weil der böse Bube einen stillen Alarm (Überfall) vermuten muss. Ist der Typ noch draußen, wird natürlich volle Pulle Lärm, Licht (und Scheisse) über ihn gegossen.

Meine Erfahrung mit den billigen Funkdingern ist die gleiche wie bei dir. Fehlalarme, daher unbrauchbar. Das Provisorium hier bleibt noch paar Tage, dann wird das zurück in den großen Fluss geworfen, War ein Experiment. Erfahrung: Billig taugt nix. Funk ist generell schwierig, wenn Funk dann unbedingt bidirektional, sonst kann schon der Junkie mit dem Baumarkt Jammer die Anlage plattmachen. Für die Profis braucht man eine EN-50131, Grad 2 zertifizierte Anlage. Besser Grad 3.

Das mit den Low Cost Cams ist allerdings nett, nur ist das keine Einbruchmeldeanlage. Eher eine Besucher-Kommunikationsanlage oder eine Kackende-Hunde-aus-dem-Garten-Vertreibeanlage oder eine Pommestüte-in-die-Einfahrt-Werfer-Dokumentationsanlage. Hobby ... kriminalistisch jedoch unnötig.
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Robodoc »

Heute habe ich meine eingemauerte Stahlkiste entkernt. Ich hatte die Hoffnung, das alte Netzteilmodul weiter verwenden zu können, aber wie es den Anschein hat, macht das keinen Sinn. Ich brauche 20V AC +- 15% für die Satel Integra, dabei max. 80 VA.
Das EffEff 561 Netzteil liefert nur etwa die Hälfte der Leistung und 12V DC.
Der verbaute Ringkerntrafo liefert 18V bei Nennlast, das ist mir ebenfalls zu unsicher.

Also habe ich bei Ebay für relativ kleines Geld einen Ringkerntrafo geschossen, mit 2 x 18V sekundär und 120 VA tutto. Sollte reichen :mrgreen:
Wo ich schon mal bei Ringkernen war, habe ich auch grad noch einen gekauft für mein Ekey, die Zentrale für das Fingerprintgerät zum Öffnen der Haustür ist ebenfalls in der Stahlkiste untergebracht. Bislang hatte ich die 9V AC etwas tricky über ein Steckdosennetzteil zugeführt.
Sollte nur provisorisch sein damals, aber nichts hält bekanntlich länger als das Provisorium :kilroy:

Der Kasten hat zudem eine senkrechte Reihe von Leuchtdioden, die den Betriebszustand anzeigen, siehe Foto.

2020-08-29 21-46-33.png

Da die LEDs auf dem Bedien-PCB verbaut sind, das ich heute ausgebaut habe, habe ich ein paar neue geordert. Die dienen der Anzeige des Betriebsstatus der Anlage. Von oben nach unten: Weiß, Gelb, Grün, Orange, Rot, Rot, Rot, Blau ... vorher war das nicht so bunt :D

Die unterste (Blau) signalisiert den extern scharf Betrieb (bei Abwesenheit) und legt den Schluss nahe, dass sich das Ding per Schlüsselschalter unscharf schalten lässt. So ist es ja auch normalerweise bei EffEff ...
Der Schlüsselschalter bleibt daher im Gehäuse und sieht prominent aus, hat aber zukünftig keine Funktion ;)
Es ist ein Keso verbaut, dem Einbrecher wünsche ich, wenn er tatsächlich bis zur Zentrale vordringt, daher viel Spass beim Picking :bä:
So hat er was zu tun, bis die Polizeit kommt :fol:


Das Unscharfschalten geht ausschließlich mit dem Keypad, durch Eingabe eines Codes. Wahrscheinlich wird es dieses hier:

Bild

Ist aber noch nicht geordert. Da gibt es noch andere Möglichkeiten.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Robodoc »

Da ich den Thread quasi allein bespiele, wenn man mal von Hunden, Gänsen und Terminatoren absieht, halte ich mich kurz:

Mittlerweile ist ein 12V, 7,2Ah VdS zertifizierter Bleiakku angekommen. Sollte nach meinen Berechnungen so um 12 Stunden Notbetrieb schaffen. So lange war hier noch kein Stromausfall. Trotzdem überlege ich, ob das reicht.

Ebenso ist einer der Ringkerntrafos gekommen, der große mit 18V sekundär bei 120 VA. Schönes schweres Ding.
Der kleine mit 9V bei 10 VA fehlt noch.
Auch die LEDs sind da, allerdings fehlt eine, haben die wohl vergessen, da das aber Centgedöns ist, habe ich erst mal nicht reklamiert.
Besorge ich dann später. Erst mal muss ich die Leiste bauen, die die LEDs auf der Innenseite der Türe halten soll.

Die Liste mit den Anlagenkomponenten ist fertig. Bezugsquelle ist auch gefunden. Wird jetzt bestellt. Hersteller ist Satel, wie bereits angedeutet. Details dazu später.
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Robodoc »

/nach Firschis Bemerkung sicherheitshalber gelöscht/

Wer Details wissen will, gerne PN :smoke:
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Firschi »

Jetzt müsste jemand nur noch dein Haus kopieren :mrgreen:
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Robodoc »

Im Vorvorpost die aktuelle Stückliste, wie sie jetzt bestellt wurde. Die Zentralen-Teile kommen in das Gehäuse, von dem oben die Rede war. Als Alarmgeber verwende ich die in meinen Fenstern und Türen eingebauten Magnetschalter, die sind bereits verdrahtet bis zur Zentrale und werden dort aufgeschaltet. Das müssten so um die 20 Kontakte sein. Die vier Rauchmelder werden im Wohnbereich verteilt, in die Schlafräume müssen nach der DIN EN 14604 Rauchsignalmelder, die gibt es nicht bei diesem Hersteller. Eine Alternative habe ich gefunden, es kommen daher noch 3 weitere dazu. Die muss ich aber woanders besorgen.
Die Funkkomponenten sind im wesentlichen für die Kellersicherung gedacht. Fenster und Nebeneingangstüren. Feuer, Rauch und Wasser. Dort möchte ich keine Kabel ziehen, daher Funk. Da die Zugänge auch mechanisch bereits hart gesichert sind, bin ich zuversichtlich, dass mir das genügt. Gasmelder und CO-Melder kommen noch, die muss ich aber verkabeln, daher später.

Die Unterzentrale PP in dem Gehäuse ohne Artikelnummer kommt in die Garage zur Sicherung der Tore und der Zugänge dort. Ebenso das Funk-Bedienteil, damit man dort auch das ganze Haus scharfschalten kann (wenn man das will). Ins Auto kommt der Handsender, mit dem man die Tore aufbekommt und den Nebenbereich Garage eine Weile unscharf schalten kann, um währenddessen den Code in das gerade angesprochene Bedienteil einzutippen.

Das Konzept gefällt mir. Genauso wollte ich das haben. Der Facherrichter, der sich seinerzeit meine Wünsche angehört hat, bekam während meines Vortrags Dollarzeichen in den Augen und stammelte was von fünfstellig. Er riet mir, aus Budgetgründen doch lieber die alte Honeywell EffEff zu reparieren, das sei für so um 2k€ machbar.
Tja, viel teurer ist das neue Ding nun auch nicht ... ich muss es jetzt nur noch bauen :yau:
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Firschi »

Ich bin wirklich gespannt, wie die fertige Umsetzung aussehen wird!

Gleichzeitig frage ich mich, ob das wohl besonders schlau ist, oder nicht, den Aufbau deiner Alarmanlage öffentlich zu posten, Hans :lol:
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Robodoc »

Firschi hat geschrieben: Fr 4. Sep 2020, 13:28 ... ob das wohl besonders schlau ist, oder nicht, den Aufbau deiner Alarmanlage öffentlich zu posten, Hans :lol:
Gute Frage.
Naja, die Stückliste ist wieder weg und weitere Details werden nicht verraten :kilroy:
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Robodoc »

So, lange nichts geschrieben hier ... also mal der aktuelle Stand:
Nach einigen Wochen Recherche und Suche nach einer Bezugsquelle habe ich die benötigten Teile seit nunmehr zwei Wochen im Haus und seitdem bin ich mehr oder weniger in jeder freien Minute am Lesen, Löten, Kabelziehen und Schrauben.

Die Installationsarbeit in der Zentrale ist mittlerweile abgeschlossen, die neue Anlage läuft jetzt schon sicher und stabil. Verdrahtete Magnetschalter habe ich bereits angeschlossen, die Funkmagnetschalter ebenso. Garagentorsteuerung kommt in den nächsten Tagen dran, der Funkdongle fürs Auto klappt bereits und schaltet die notwendigen Relais in der lokalen Unterzentrale.

Ich kann die Anlage auch übers Internet bedienen. Eine nette Funktion und lustig zum spielen, aber ich werde das wieder deaktivieren. Zu gefährlich, finde ich. Nett ist auch die Möglichkeit, durch Senden von bestimmten, frei definierbaren SMS Texten auf eine in der Anlage verbaute SIM Karte, spezielle Funktionen auszulösen. Also scharf schalten etc. Ich weiß grad nur nicht, wofür ich das brauchen sollte. Die SIM Karte ist aber eh drin, primär als zusätzliche Meldelinie nach extern.

Bedient wird das Ganze mittels eines Nummernpads - siehe oben. Man muss kurz nach Öffnen der Eingangstüre (oder Garagentor) den Code eintippen. Scharf schalten geht genauso, die Latenz nur andersrum. Intern scharf geht auch, für nachts wenn man da ist.

Fehlen tun auch noch die Feuer-/Rauchmelder ... teilweise sind die schon im Hause, aber ich brauche mehr und installiert ist noch keiner. Das eilt aber nicht, es sind ja noch die nach Vorschrift angebrachten Pieps-Rauchmelder in Betrieb und das kann ich daher angehen, wenn der Rest fertig ist. Ist das dann auch fertig, wird ein Feueralarm gleich auf die Leitstelle gemeldet. Wie die normalen Alarme auch.

Sieht also alles gut aus, ist jetzt "nur" noch ein Haufen Fleißarbeit bis es fertig sein wird.
Eine Zeitlang habe ich mit meinen begrenzten intellektuell-technischen Möglichkeiten am Rande der Verzweiflung ausgeharrt, aber durch hartnäckiges Ausprobieren, Fragen stellen und Informationen einholen bin ich immer stückchenweise weiter gekommen. Selbst einfache Dinge, wie die Fragen, warum wozu und wie man drei gottverdammte Widerstände in jede einzelne Alarmlinie einlötet, haben mich oft tagelang beschäftigt.

Jetzt bin ich sicher, das Projekt wird ein Erfolg.
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Firschi »

Robodoc hat geschrieben: Mo 21. Sep 2020, 21:07Ich kann die Anlage auch übers Internet bedienen. Eine nette Funktion und lustig zum spielen, aber ich werde das wieder deaktivieren. Zu gefährlich, finde ich.
Würde ich auch nicht machen :opa:

Robodoc hat geschrieben: Mo 21. Sep 2020, 21:07Nett ist auch die Möglichkeit, durch Senden von bestimmten, frei definierbaren SMS Texten auf eine in der Anlage verbaute SIM Karte, spezielle Funktionen auszulösen. Also scharf schalten etc. Ich weiß grad nur nicht, wofür ich das brauchen sollte.
Vielleicht kannst du damit irgendwelche Test-Szenarien realisieren. Kannst du über diese SIM auch senden?
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Robodoc »

Firschi hat geschrieben: Mo 21. Sep 2020, 21:24 Vielleicht kannst du damit irgendwelche Test-Szenarien realisieren. Kannst du über diese SIM auch senden?
Ja klar, dafür ist die eigentlich vorgesehen. Also um den Alarm an eine Leitstelle oder meinethalben per SMS an mich zu senden. Die anderen Funktionen sind AddOns dieser recht genialen Integra Anlage. Keine Ahnung, ob ich das nutze.

Ein zweiter Meldekanal ist nach VdS Vorschrift für eine professionelle Einbruch- und Feuermeldeanlage erforderlich, der primäre Kanal ist eben TCP/IP und Email über den Router, der GSM-Kanal ist dann die Reserve. Telefonleitung nutze ich nicht mehr.

Im GSM-Modul steckt jetzt eine alte O2-Netz SIM-Karte drin, die mich monatlich nichts kostet und die ich noch rumliegen hatte. Kosten für SMS pro Stück 15 oder 19 Cent, weiß ich gar nicht genau, und da das Ding die wohl nicht täglich im Dutzend verschicken wird, ist mir das derzeit die günstigste Lösung. Haken dran. Fertig.

Tja, empfangen kann die Integra über die SIM auch SMS. Was ich mit der Funktion anfangen soll, keine Ahnung.
Vielleicht Licht einschalten oder die Putzfrau reinlassen.
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Robodoc
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Robodoc »

Noch kurz zur Ergänzung:

Es ist eine Satel Integra Anlage geworden, sie hat Ethernet-Anschluss und das besprochene GSM Modul für die Kommunikation. Die Anlage ist hybrid geplant und gebaut, das bedeutet, es handelt sich um eine Mischung aus verdrahteten Komponenten und Funkkomponenten. Es gibt eine Zentrale in meinem Hausflur und zusätzlich eine Unterzentrale in der Garage. Sowohl im Hausflur als auch in der Garage habe ich ein Bedienteil an der Wand, zusätzlich einen Funkdongle im Auto der die Garage öffnet und den Teilbereich auch unscharf schaltet.

Die Komponenten habe ich indirekt vom Distributor Ademco in Hachenburg bezogen.
Deutsche Listenpreise sind nicht so schön, siehe roteiv-shop.de
Alternative (günstige) Bezugsquellen sind polnische Onlineshops, z.B. aksonet.pl ... das soll nach verschiedenen Erfahrungsberichten gut funktionieren und kostet so etwa die Hälfte. Habe ich nicht machen müssen. Die Zentrale und die Bedienteile muss man aber auf jeden Fall in D kaufen, sonst spricht die Anlage polnisch. Für die relativ teuren Melder kann sich der Einkauf dort lohnen, ich hatte daran eine Weile überlegt.

Der Listenpreis der bereits bezogenen Komponenten beträgt in Summe gut 3.500 Euro. Ich werde noch roundabout für 7 - 800 Euro nachkaufen müssen. Ich will hier nicht meine EK Preise verraten, aber soviel: Ich werde dann ungefähr soviel ausgegeben haben, wie ich für die Reparatur der Eff Eff Anlage hätte zahlen sollen.

Unterschied zur Eff Eff, die "nur" die Außenhaut und die Haustür überwacht hat:

1. alle 12 Kellerfenster sind gesichert (Funk)
2. die Feuermelder sind im Alarmkonzept integriert, bislang habe ich einen Haufen unabhängiger Melder, die aufgeregt piepsen, wenn die Bude abbrennt. Das neue System ruft stattdessen die Feuerwehr und brüllt zusätzlich mit 120 dB an 4 Stellen im Haus.
3. die Garage ist als eigener Bereich gesichert und kann unabhängig vom Rest scharf/unscharf geschaltet werden.
4. die Garagentore werden zusätzlich über Dongle im Auto auf zu gesteuert und natürlich auch überwacht.
5. es gibt statt der alten Telefonleitung zur Leitstelle nun sowohl Meldewege über Internet als auch über GSM.
6. die Anlage wird nicht mehr mit einem Schlüssel bedient, sondern es gibt (zwei) Bedienteile mit Klartextanzeige und schlüsselfreier Codeeingabe.
7. zwei Wassermelder und einen Gasmelder habe ich für den Keller vorgesehen, die gab es bislang gar nicht.
8. statt 8 Meldelinien mit Z-Verdrahtung mehrerer Melder gibt es jetzt 128 Meldelinien, so dass ich jedem Melder eine eigene widerstandsüberwachte Linie zuordnen kann. Bei mir können bis zu 48 davon Funklinien sein, dann ist mein Funk alle. Reicht aber, der Rest ist verdrahtet.

Die Anlage ist, trotz der Funkkomponenten (!), VdS konform und wird daher von Versicherern anerkannt. Natürlich nur, wenn ein entsprechend zertifizierter Facherrichter sie aufbaut. Als Selberbauer habe ich diese Option nicht, aber ich möchte auch keinen Monet oder Picasso versichern. Mir war das VdS Gedöns dennoch wichtig, weil das ein Merkmal ist, das nur wenige professionelle Systeme erfüllen. Also quasi als Kompetenzsiegel für den polnischen Hersteller.

Die Software ist brauchbar, nix dolles, insbesondere für Usability-verwöhnte Nutzer erst mal ein Graus.
Es ist halt ein Handwerker-Tool. Alles funktioniert, aber an manches muss man sich echt gewöhnen :wacko:
Sieht aus wie eine Mischung aus Excel und Access, erinnert eher an ein Parametrisierungstool als an eine Programmierumgebung. Aber die Anlage ist tatsächlich ziemlich frei programmierbar.
Und es gibt in der Software keine Fehler oder schlimme Macken, Abstürze etc.
Es ist eine Windows Software, die überraschend stabil bei mir in einer VM unter Linux dreht. Hätte ich erst mal wegen vieler Treiber und Kommunikation zwischen PC und Anlage nicht erwartet, geht aber einwandfrei.
Und das wichtigste: Die Software ist vollständig, aktuell, deutsch und kostenlos.
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Staxi2017 »

Wie viele Stunden an Zeit hast du nun insgesamt inkl. Vorauswahl, Konfiguration, Endtests gebraucht?

Hört sich sehr Zeitintensiv an - aber Hauptsache, nun klappt alles perfekt.
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Robodoc »

Ist zeitintensiv.
Ich wollte aber auf jeden Fall die Anlage verstanden haben, auch wenn die Installation ein Fachbetrieb durchgeführt hätte, hätte ich mich umfassend informiert und eingelesen. Schließlich ist es meine Familie und mein Haus, das ich hier schützen will.

Die genaue Stundenzahl kann ich dir nicht sagen. Aber ich halte die 10 T€ plus, die man mir zu Beginn des Projekts angedeutet hat, mittlerweile für einen Handwerksbetrieb für angemessen. Wenn ich die Materialkosten abrechne, 8 T€ für die Arbeitszeit ... das wird sogar knapp.

Warum mache ich das? Nun, erst mal habe ich durch den Wegfall der Audiovista in diesem Spätsommer mehr Zeit als sonst. Coronabedingte Reisebeschränkungen, keine Konferenzen etc. tun auch was dazu ... so habe ich einfach was sinnvolles zu tun, was ja durchaus nicht schlecht ist. Die alte Anlage war kaputt und es gab konkreten Handlungsbedarf. Ein zwischenzeitlich ausprobiertes Provisorium in der Heimwerkerklasse für paar hundert Euro war eine Katastrophe. Leicht austricksbar und jede Woche ein Fehlalarm. Ich hatte die Außensirene daher dort gar nicht angeklemmt, sonst würden meine Nachbarn mich hassen. Ich konnte das Geraffel fristgerecht in den großen Fluß zurückwerfen und bin relativ kostenneutral aus der Nummer raus.

Mir ist ebenfalls wichtig, die Anlage erweitern und umprogrammieren zu können, weil meine Erfahrung mit der alten Eff Eff gezeigt hat, dass eine Anpassung der Nutzer an die Anforderungen der Anlage nicht gut funktioniert. Auch wenn 120 dB die Lernkurve steil machen ist das kein Spaß. Anpassung andersrum ist besser. Und um erweitern und programmieren zu können ist es von Vorteil, wenn man die Sensoren und jede Eigenschaft der Zentrale kennt.
Und der wichtigste Grund steht oben.
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Staxi2017 »

Danke für die Info
Mein Nachbar hat sich von einer miserablen Firma eine machen lassen, die 3-4 Fehlalarme pro Jahr macht - das nervt in der Nacht

Das traurige in unserer Gegend
8 von 10 Häusern haben schon ein Anlage

Ich wünsche guten problemlosen Betrieb - und vor allem, dass sie nie gebraucht wird
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Robodoc »

Also ich würde sehr sehr genau hinschauen, wenn ich das in Auftrag geben würde. Und auf Daitem, Jablotron oder Honeywell bestehen. Und darauf, dass der Errichterbetrieb VdS zertifiziert ist. Meine Satel würde ich nur von einem darauf spezialisierten Errichter bauen lassen und ich kenne keinen hier.

Ich bin halt halb gelernter Elektroinstallateur, war Funkgerätereparierer beim Bund und später Ing. Elektrotechnik und Anlagenautomatisierer in der Industrie, daher traue ich mir das zu. Trotzdem stoße ich immer wieder an die Grenzen meiner intellektuellen und technischen Fähigkeiten und bin froh, dass es Leute gibt, die ich fragen kann. Ohne die wär das nicht machbar.
8 von 10 Häusern haben schon ein Anlage
Eine Einbruchmeldeanlage hat natürlich auch einen Abschreckungswert ... der Junkie mit dem Kuhfuß zieht dann weiter zu den zwei ungesicherten Häusern. Passt.
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Robodoc »

Robodoc hat geschrieben: Mo 21. Sep 2020, 21:07 Garagentorsteuerung kommt in den nächsten Tagen dran, der Funkdongle fürs Auto klappt bereits und schaltet die notwendigen Relais in der lokalen Unterzentrale.
Das habe ich jetzt am Wochenende fertig bekommen :yeah:
Beide Tore kann ich sowohl per Funkdongle aus dem Auto als auch von Hand an der Zentrale im Hausflur und natürlich auch in der Garage auf- und zufahren. Die Integra schaltet für die Öffnung zunächst den Teilbereich Garage unscharf (falls der scharf ist), und aktiviert dann den Antrieb. Danach überwacht sie die Schließung, das bedeutet, die meckert per Blitzsignal oder Piepton wenn mindestens ein Tor länger als gewöhnlich offen bleibt.
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Staxi2017 »

Sowas hätte ich auch gerne.
Wenn die Garage nicht zu ist, sollte sie dann noch automatisch nach 5 Minuten schliessen, wenn nix im Wege steht.
Bin schon mehrmals eine Extrarunde um den Block gefahren, nur weil ich nicht sicher war, ob sie auch geschlossen wurde.
War aber immer zu - manches macht man einfach schon unterbewusst und vollautomatisch.
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Re: Alarmanlage

Beitrag von Robodoc »

So eine 5 Minuten Automatik könnte ich programmieren. Theoretisch wäre es auch möglich, der Integra von unterwegs eine SMS zu schicken mit der Anweisung die Tore zuzumachen.
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