Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

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Hirnwindungslauscher
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Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Guten Abend meine Herren,

sehr still war es um mich, aber ich war trotzdem noch fleißig beim Hobby.

Ich habe in letzter Zeit diverse Lautsprecherkombinationen gebaut und gehört.

Eine TQWT hatte ich noch genannt, die praktisch eine upscaled Cyburgs-Needle war. Erst mit einem JVC 10cm Breitbänder - dann upgrade zu einem wesentlich besseren Philips 10cm Breitbämder. Beide waren in den LS von Mini-Anlagen verbaut. Der Philips war ein echtes Kleinod und ich gehe soweit, dass ich ihn als den besten 10cm BB bezeichne, der mir jemals untergekommen ist. Ein kleiner Peak um 9kHz -> kein Problem mit EQ.

Habe danach aber ganz andere Richtungen eingeschlagen:
Die große Needle und meine Quadral 3-Weger teilten sich meine Aufmerksamkeit beim Hören, aber mir ging immer noch der Monacor SP-205/8 aus dem Kopf. Der war für mich sehr lange der Fehlkauf (na zum Glück war es ein Geschenk) schlechthin.
Bei K+T gab es ja eine Offene Schallwand mit ihm, aber das war für mich nie das Wahre. Vor vielen Jahren habe ich damit auch immer mal wieder experimentiert. Was hat sich nun heute im Vergleich zu Früher verändert?

EQ-APO !!!

4 Konstruktionen folgten, die mal interessant, mal schlecht und auf einmal auch alles dagewesene in den Schatten stellend.

Mal von Anfang an:

Ich habe damals den Tang Band W3 871 komplett ohne Gehäuse oder Schallwand mit der Kraft seines Magneten an einen metallenen Cd-Ständer befestigt und danach den Pegelabfall zu tiefen Frequenzen extremst entzerrt.
Während das einerseits ohne sinnige Methodik oder Messungen geschah, fiel mir schon dort auf, wie extrem gut die Räumlichkeit von so einer "Spielerei" profitierte.
Aber es war nur eine Spielerei für mich - nicht mehr, nicht weniger. Kaum Pegel und irgendwie sagte die Stimme im Hinterkopf immer dass es nichts ordentliches ist.

Damals ohne EQ-APO oder dementsprechende teure Hardware waren offene Schallwände nichts ordentliches für ernsthaftes Hören. Ich wollte Allrounder und keine LS, die vielleicht bei Singer/Songwriter gut klingen.

Also mal wieder mit Schallwänden experimentiert.
Für mich war aber klar -> keine breiten Schallwände (die eigentlich den Pegelabfall nach unten ausgleichen sollen), sondern per EQ nach regeln.

Erst kam nur der Monacor in ca. 80cm x 25cm (HxB) Schallwände rein. Mit nicht gerade geringem Equalizing kam da auf einmal etwas riiiichtig gutes bei raus. Das, was ich an (vorallem) großen Breitbändern mag, wurde mit dem zusätzlichen Raumschall von hinten noch verbessert.
Zeitgleich war es faszinierend, dass ich vom Pegel her garnicht so große Einbußen hatte, wie gedacht.

4 Tieftöner (2 pro "Box" - in diesem Falle Noname 18cm TTs mit scheinbar höherem Q-Faktor) wurden hinzugefügt. Betrieben an einem 2.1 Verstärker aus einer PC-Sub-Sat-Kombination. Schade, ganz knapp vorbei an dem Pegelwunsch, den ich hatte.
Größeres musste her. Ein Schallwand-loser Test mit 25cm TT und Visaton FRS8M zeigte Potential.
Es folgte eine Schallwand mit jeweils 2x 25er Tieftönern und dem anfangs genannten Philips 10cm BB (da ich dachte, dass seine geringere Schallbündelung sicher von Vorteil sei). Klang ebenfalls toll und es kam genug Pegel raus.
Optisch aber wirklich nicht schön - die Monacor-Wände sahen immerhin besser aus.

Also kam mir irgendwann noch die Idee, dass die TTs in den Monacor-Wänden wohl nicht schuld sind, sondern der popelige Verstärker. Ein Kondensator und eine Spule später war mein Haupt-Verstärker angeschlossen.

Das ist nun der Schaffens-Weg meiner momentanen Lautsprecher, die nun schon seit ca. 2 Monaten so hier spielen. Sie sind ca. 1,50m von der Wand entfernt - Hörplatz ist ebenfalls nicht in direkter Wandnähe. Ist klanglich extrem vorteilhaft.

Konstruktionsaufwand war nun wirklich nichts dolles. Es war eher die Abstimmung per EQ, die dauerte. Dafür habe ich in der Zeit eine sehr narrensichere Methode entwickelt, wie ich ohne Messequipment nur per Gehör etwas quantifizierbares erreichen kann.
Ja, ich gebe zu, dass ich mit stolz von mir geben kann, dass es per Gehör abgestimmt worden ist.

Wenn man dem Monacor seinen Schwirrkonus raubt und die beiden Resonanzen um ca. 3,5 und 4,1kHz glättet und einen Hauch mehr Hochton dadrüber hinzugibt - dann natürlich das Abfallen zu niedrigeren Frequenzen entzerrt. Junge junge....das geht wirklich unglaublich gut!

Die klangliche Abstimmung aktuell ist wirklich für mich hervorragend. Musikalisch geht alles damit, was ich sonst auch höre. Pegelgrenze habe ich NICHT erreicht bei normalem Hören. Davon bin ich selbst erstaunt, weil ich nicht gedacht habe, dass 4x 18cm TTs in offener Konfiguration reichen würden.

Achja - fällt mir gerade ein. Vorher spielte der Monacor mit einem 30cm TT in einem H-Dipol Gehäuse. Dieser Subwoofer hat mich darin bestärkt auch im Bass "offen" zu fahren.

Vorteile einer fast nicht vorhandenen Schallwand -> Räumlichkeit/Schallbündelung
Nachteile -> wesentlich mehr EQing und damit auch Verstärkerleistung notwendig.

Wenn man damit leben kann - und auch genug Stellplatz hat. Dann, ganz ehrlich sollte jeder es mal testen. Ich muss zugeben, dass das beste in punkto LS-Wiedergabe ist, seit den Visaton Solo100 (und die waren für sich genommen auf einem sehr fernen Platz 1).

Wer denkt, dass sowas keinen Bass macht: Ich habe einen linearen Frequenzgang bis runter auf 30Hz (darunter fahre ich einen Subsonic-Filter). Zeitgleich keinerlei Dröhnen, kein Bassmulm - der Bass ist das Beste was ich in einem normalen nicht akustisch optimierten Raum jemals gehört habe.
Dazu eine geile Räumlichkeit -> exakte Stereomitte, die hinter den Lautsprechern zu sein scheint.
Die Monacor können wirklich sehr viel, wenn man sie ordentlich linearisiert!!!

Was habe ich nun noch vor?
Da ist noch einiges:

1. Optisches Aufbessern der Monacor-Wände (da bin ich gerade bei)
2. Ersetzen der 18cm TTs durch je 4x (pro Box) 20cm TTs - Nicht dass es notwendig ist, aber geil wäre es. Nicht falsch verstehen -> Pegel reicht auch bei Heimkino. Der Tiefbass kann da manchmal sehr überraschend kommen.

Und:
Ich möchte tatsächlich eine "No Baffle" aufbauen. Ergo - ein "Halterungs-Gerippe" wo ein BB (der Philips oder der Visaton FRS8M) und ein 20er TT oder 25er TT arbeiten.


Jedenfalls waren Open Baffles für mich damals nur Spielerei, weil man irre große und hässliche Schallwände brauchte, die dann nichtmal gut klangen. Dank frei programmierbarem EQ-APO sind Open Baffles für mich nun das "End-Game". Hätte ich selbst niemals gedacht. Vor kurzem einen geschlossenen Subwoofer hier nochmal probiert - der Qualitätsunterschied im Bassbereich ist enorm! Ich gehe nicht wieder zu "Gehäusen" zurück!
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Robodoc
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Robodoc »

Wow Dennis!
Was für ein Comeback.
Das Forum geht momentan eh stark in Richtung DIY und auch Boxenbau.
Tüftler
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

Moin ...
Das Thema "open baffle" ist ne sehr interessante Geschichte wenn die dafür passenden Chassis vorhanden sind und man die Möglichkeit / Platz hat diese zu stellen .... und ja , wenn's passt geht die Post ab .
Hatte ebenfalls mal solch ein Projekt , da mich die Bausätze "Power Duo/Trio" und "Katana" neugierig machten ...
also als 2-Wege passiv gebaut , bei mir getestet um festzustellen daß der Klang seinen Obolus forderte , standen extrem weit im Raum .
Habe das Projekt an einen Bekannten weitergegeben der wesentlich mehr Platz hatte . Jener hat die baffles dann mit Hypex-Modulen aktiviert und mir ging die Kinnlade nicht mehr zu ...
Tip für deinen Aufbau , der Monacor Breitbänder SPM-200X/4 mit QTS 0,97 schreit nach ner open baffle ...

Weiter so !
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Firschi
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Firschi »

Paukenschlag-Dennis :mrgreen:


Alles Gute zum Geburtstag :bier:
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Robodoc
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Robodoc »

Auch von mir die besten Wünsche zum Geburtstag :bier:

Freut mich totally, dass es dich mal wieder hier hin verschlagen hat.
Ich habe erst vor ein paar Tagen einen alten Thread (den ersten, den wir hier hatten) ausgegraben und wenn ich mich richtig erinnere, warst du der zweite oder dritte Poster in diesem Thread. Mannomann, ist das lange her.
Erzähl mal wie es dir, deinen Hörern, und Lautsprechern so ergangen ist.
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Daiyama
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Daiyama »

Ja da schliesse ich mich doch an.
Herzlichen Glückwunsch. :bier:
Zuletzt geändert von Daiyama am Do 17. Nov 2022, 21:29, insgesamt 1-mal geändert.
Tüftler
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

uuups ,
Glückwunsch auch von mir .
Hirnwindungslauscher
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Vielen Dank, ich fühle mich langsam alt und ein paar graue Haare sind auch schon vorhanden.

Es wird noch mehr von mir kommen. Vielleicht noch ein Bild von der aktuellen (noch sehr improvisiert aussehenden) Konstruktion kommen.
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Tüftler hat geschrieben: Do 17. Nov 2022, 10:10
Tip für deinen Aufbau , der Monacor Breitbänder SPM-200X/4 mit QTS 0,97 schreit nach ner open baffle ...
Also ich sehe das mit dem Q-Faktor sehr relativ. Entscheidend ist der direkte "Output". Zwei Tieftöner mit derselben Sd (Membranfläche) und Xmax (lineare Auslenkung) werden unabhängig vom Q-Faktor den selben maximalen Output haben.
Heisst -> Tieftöner 1- High-Q- in Schallwand -> macht ohne EQ-ing ca. 80dB bei 40 Hz
Tieftöner 2 - Low-Q . in Schallwand -> bei 40 Hz ...sagen wir 72 dB bei 40 Hz

Hebe ich nun beide Tieftöner auf den selben Level wird der Low-Q zwar mehr Leistung verbraten müssen, aber ich denke, dass beide Tieftöner trotzdem denselben maximal Pegel erreichen. Will sagen -> die Auslenkung ist bei beiden Tieftönern (bei GLEICHER Lautstärke) identisch.

So denke ich es mir ehrlich gesagt. Ob es richtig ist, kann ich aber nicht sagen

Aber...ich habe den Monacor SP205/8 nie wirklich stark auslenken sehen.
Somit kann ich auch falsch liegen. Denke dass eine harte Aufhängung auch von Vorteil ist.

Hier übrigens mal meine EQ-Kurve.
Unbenannt.png
Unbenannt.png (21.6 KiB) 787 mal betrachtet
EDIT: Das ist nur die Korrektur-Kurve - eine Messung habe ich nicht. Denkt daran ;)

Wie ist diese entstanden?

Wie eingangs geschireben habe ich beim Monacor die beiden Resos im oberen Bereich weggefiltert.
Geholfen haben mir dabei Messungen des Monacors...:D

Das alles ist mit Hilfe von SineGen (Freeware-Sinus-Generator) entstanden. Ist insbesondere gut für die Tieftonabstimmung, da man auch die Raummoden mit entzerren kann.
Sichtbar ist auch (stolz auf meine Goldöhrchen) - der Tieftonabfall entspricht ziemlich genau 6dB/Okt.

Es geht wirklich sehr deutlich hör und spürbar bis 30Hz runter. Dass diese kkleinen 18er das packen, hätte ich niemals für möglich gehalten.

War auch am überlegen ob ich auf 5x Monacor SP205/8 upgrade pro "Box".
Genauso sind mir die sehr billigen Senon/Rockwood Breitbänder aufgefallen - die trotz Preisen von 12 - 30€ wohl unglubalich gut sein sollen.

Aber mein Traum bleibt nun wohl ein 30cm Breitbänder -> Fane 12-250TC
Der hat zwei Schwirr-Koni und geht bis 18kHz hoch (Bündelung wird natürlich drastisch sein) - aber bei sowas juckt es mir in den Fingern.
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Klangbeschreibung des Aufbaus:

Sehr weit und dabei sehr präzise räumlich. Es wirkt, als wären vorallem Stimmen weit hinter den Schallwänden. Bass ist einfach nur furztrocken da - keinerlei nachwummern - das ist die zweite Stärke.

Ehrlich gesagt -> das sind die idealen Lautsprecher für alle Kopfhörer-Menschen. Denke, dass dieser Satz es am Besten trifft.
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Tüftler
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

wenn du in der 12" -Klasse einen sehr gut klingenden suchst , führ dir mal den Visaton FR30 zu gemüte ;)
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 4-172-4438

Harte , straffe Aufhängung ist bei ner o.b. die beste Wahl , grade bei den TT um knackigen Bass zu reproduzieren und nix nachwummert .

Bei den Rockwood kann man nix falsch machen , sind günstig aber liefern erstaunliches ab ! Der DYG 820 TMT z.B. wird seit 20 Jahren unverändert gebaut und verwende diesen auch schon so lange .

irgendwie reizt mich das jetzt auch nochmal etwas in ähnlicher Art zu konstruieren aaaber ZEIT ??? / Zwiebelleder ...
Hirnwindungslauscher
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Tüftler hat geschrieben: Do 17. Nov 2022, 22:43Visaton FR30
Na das Angebot sieht wirklich fein aus. Wenn ich gerade mehr Geld zur Verfügung hätte, würde ich da wohl zuschlagen.

Mein erstes Chassis habe ich damals aus dem Conrad-Katalog bestellt - waren die Rockwood DYH 810 mit der roten Schaumstoff-Sicke.
Dachte auch schon dran, mir von Pollin 6 oder 8 Stück von denen zu bestellen. Ich weiss noch, dass die einen Q-Faktor über 2 hatten!!! Als gerade frischer Jugendlichen kamen sie in BR-Boxen :mrgreen: Praktisch kann man die nur in offenen Schallwänden sinnig nutzen bei solchen Werten. Ich denke aber, dass Resonanz-Frequenz und Aufhängung bei solchen Schallwänden am wichtigsten sind.

Übrigens fällt mir gerade noch ein, dass ich beim Monacor SP205/8 bei den K&T Messungen (glaube ich) mal gesehen habe, dass der RMS Wert extrem niedrig war - aus der Erinnerung bei ungefähr 0,4. Dieser Wert ist immer in Relation zu Sd (Membranfläche)zu sehen. Soll scheinbar mit der Fähigkeit von Auflösung und Detailreichtum einher gehen. Ich glaube, dass nur der Visaton B200 ähnlich gute Werte dort hatte unter den 8-Zöllern.

Ich muss aber halt auch etwas Rücksicht auf meine Dame des Hauses nehmen. Ihr missfällt etwas, dass die LS sehr weit in den Raum reinstehen. Unser Wohnzimmer ist recht groß aber müsste "eigentlich" eine akustische Katastrophe sein. Offen - ohne Türen - Treppen-Durchgang nach Oben - Dachschräge auf der linken Seite - Fenster im Rücken - die LS stehen auf der schmaleren Seite - .
Aber akustisch habe ich hier sehr gute Erfahrungen im Bass gemacht - meine damaligen Zimmer waren wesentlich "dröhniger".

Hier übrigens Bilder:
c.png
c.png (525.02 KiB) 664 mal betrachtet
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b.png (550.64 KiB) 664 mal betrachtet
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a.png (845.73 KiB) 664 mal betrachtet
Der Aufbau ist folgendermaßen entstanden:
Ich habe billige Noname-Boxen (von "Life") sehr improvisiert mit der Stichsäge "aufgesägt". Unten als Standflächje halt etwas übrig gelassen inkl. dem Anschluss-Terminal. Die Front wurde dann noch mit aufgedoppelt und aufgehübscht mit einer 19mm Buchen-Leimholzplatte - die konnte versenkt eingelassen werden, da ursprünglich Gitter vor den Chassis waren. Die Tieftöner habe ich von hinten eingebaut. Erstens wegen der Optik (man sieht so weniger, dass sie kleiner, als der Breitbänder sind) und zweitens, weil ich mich vermessen habe und der obere frontseitig nicht wegen dem Breitbänder passt :wall: :mad: )
Die Tieftöner waren vorher an dem Subwoofer-Kanal angeschlossen. Dafür dann jeweils zwei in Reihe und das jeweils Päärchen parallel, damit die Impedanz im Norm-Bereich bleibt). Anfangs hatte ich übrigens den unteren Tieftöner anders rum gesetzt (also Magnet in Richtung des Hörplatzes). Das soll ürbigens gut sein, da es unlinearitäten zwischen positiver und negativer Auslenkung verbessert. Ich meine, dass Linkwitz das ebenfalls beschrieben hat. Der hat viele LS in dieser Art konstruiert.
Unten sind noch Gummi-Füßchen, damit sie angewinkelt in etwa senkrecht zu der Hör/Ohr-Höhe sind.

Maße sind: HxB: 74cm x 23,5cm - also eigentlich wirklich sehr kompakt - immerhin - da sie ja ziemlich im Raum stehen.
Hörposition ist etwa 2,15m von den LS entfernt. Sue stehen dabei ca. 1,55m auseinander. Dürfte ja damit recht gut dem normalen Stereo- Dreieck entsprechen.
Faszinierend ist, dass insbesondere Sprache klingt, als würde sie direkt aus dem Fernseher kommen. Vor kurzem habe ich nochmal dem TV zwei kleine Böxchen mit dem Tangband W3-871 gestellt - dazu einen geschlossenen Subwoofer mit einem Philips Tieftöner von der Restek Laser Aktiv (der übrigens ein SEHR interessantes Teil ist - dazu werde ich noch mal mehr schreiben - ist aus den 60er/70ern und mit einer elektronischen Entzerrung (hinter der Dustcap) ausgestattet. Soll aus dem Gehäuse (was wirklich eine sehr kleine Regal-Box war) praktisch linearen Tiefbass erzeugen. Sehr sehr sehr interessante Konstruktion. Ich habe den Aktiv-Verstärker auch noch hier - es führt nur ein Kabel zu der Entzerrung bei Tieftöner und Verstärker.
Da möchte ich in Zukunft gerne noch mehr mit euch fachsimpeln.
EDIT: Da habe ich vergessen -> die offenen Schallwände klangen, als würde es direkt aus den Tangband-Böxchen kommen - daher habe ich das geschrieben. Sehr interessanter Effekt, derartige "Tiefen-Wirkung" kenne ich von normalen LS nicht. Räumlich ist es einerseits magisch weit und tief, aber dabei unglaublich präzise ortbar.

Die zwei Bretter auf dem Bild werden die neuen Schallwände. Rein optische Gründe. Die werden noch schön gebeizt und geölt (oder gewachst...oder Schellack). Die Tieftöner-Ausschnitte habe ich dort zu "Schlitzen" umfunktioniert.

Übrigens -> es soll bei N-Dipolen ja durch die Volumen/ÖÖffnungs-Verhältnisse möglich sein, die Resonanzfrequenz der Chassis zu senken (! kein anderes Gehäuseprinzip kann dieses).
Weíss jemand von euch genaueres dazu -> Wieso ist das so - wie wird es praktisch umgesetzt?
Oder ist das der Grund, warum Alex Ridthaler ein Patent auf den "Ri-Pol" hat? Er lässt sich nicht in die passive Entzerrung schauen (soweit ich weiss - wird es zu einer Black-Box vergossen). Ich dachte immer, dass es nur das Wegfiltern der Schallwand-Resonanz ist (was auch essentiell ist !!!).

So, ich glaube, ich habe nun das Meiste :)

Interessant ist übrigens: Mich hat die Konstruktion 0€ gekostet. Monacor waren ein Geschenk - Noname-Boxen ebenfalls. Aber auch sonst wäre der Matieralwert wohl unter 100€ das Paar gewesen. Aber klanglich dürften die auch wohl 1000€ oder mehr kosten.
Zuletzt geändert von Hirnwindungslauscher am Fr 18. Nov 2022, 23:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Aber nach wie vor -> ausser den Visaton Solo100 habe ich schon lange nicht mehr soviel Spaß beim LS-Hören gehabt. Open Baffle können etwas, was normale LS nicht können. Wenn man sie dann noch per EQ ordentlich entzerrt (und das funktioniert wie von mir erwähnt auch ohne Messung sehr gut und wiederholbar - es hilft aber definitiv IMMER wenn man eine Vergleichsmessung aus irgendeiner Quelle zu Rate zieht - das würde ich auch immer bei eigenen Messungen machen -> wichtig dabei, dass man die jeweiligen Messungen lesen kann).
Im Schlimmsten Fall achtet man immer auf die Impedanzmessungen -> ein kleiner Peak heisst, dass bei der doppelten Frequenz x 2 eine Resonanz ist - auch Klirrmessungen zeigen diese auf(uff - hoffe ich habe das gerade richtig zusammen bekommen).

Gleich möchte ich noch ein Gerippe für den kleinen Visaton + Pioneer 20er (oder die größere Variante mit Philips 10er + Westra 25er) bauen.
Das war als Desktop-NO-Baffle angedacht. Ja ich halte extrem viel von diesem Bauprinzip!
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Tüftler hat geschrieben: Do 17. Nov 2022, 22:43 irgendwie reizt mich das jetzt auch nochmal etwas in ähnlicher Art zu konstruieren aaaber ZEIT ??? / Zwiebelleder ...
Probiere sonst - bei Zeitmangel - einfach die Chassis mit Bändern zu arretierten - Free-Air halt :mrgreen:
Es gibt im DIY-Forum einen Typen der das mit (ich glaube 6 Zoll) PRV-BBs und 2x (je Seite) fetten 18" Schlammschiebern von Dayton gemacht hat.
Er hatte auch Menschen zum Hören da und alle sagten, dass besonders der Bassbereich das absolut beste war, was sie jemals gehört haben und das glaube ich sofort ohne es selbst gehört zu haben.
Mein 30cm H-Dipol ging sehr gut ab! Aber ...und das hätte ich nicht geglaubt -> die 4x 18cm ebenfalls. Für Musik (auch basslastige) reicht es Pegelmässig für mich komplett aus. Bei Heimkino .kann es schon grenzwertig sein, aber die Lautstärke ist dann auch sehr hoch. So hoch, dass man normales Reden nicht mehr verstehen kann. Tiefbaass-Szenen sind wirklich ...einfach toll! Es ist einfach was anderes.

Erspart Bau-Zeit und rein klanglich ist eine "No-Baffle" besser als eine "Open Baffle".
Dann fließt deine Zeit in den schöneren EQ-ing und Hör-Part.

Für mich waren die Open Baffles einfach nur Experimente anfangs. Zumindest damals ohne EQ konnte ich da nie den Reiz verstehen.
Jetzt mit EQ ist das für mich einfach das Ideale Zwischending aus LS und Kopfhörer-Wiedergabe.
Wird nicht meine letzte Open Baffle bleiben. Habe Blut geleckt und will nun je Seite auf 4x 20cm TTs und 1x20cm BB (am liebsten den von SB Acoustic) oder sogar 25cm Chassis.
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Tüftler
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

ziemlich rustikale Sache ;) , aber wenn's die Lauscher überzeugt passt's ja . Bei mir sehen Testgehäuse nicht anders aus , da müssen auch mal Schrankseiten oder Türen vom Sperrmüll herhalten bevor ich neues MDF , Span oder Multiplex zersäge !

Habe da nu auch Blut geleckt und mal in die Regale geschaut um zu sehen was da passendes liegt . EQ-Apo lad ich mir nicht runter , hab noch nen Yamaha Studio-EQ der dafür auch geeignet ist .
Wenn's dumm läuft muß ich halt umräumen ... denn was mir schon länger das Hirn zermartert ist ein teilaktiver Hybrid .... die Zeit wird kommen !

Das Sub-Chassis sollte bald kommen :hbang:
$_59.jpg
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Tüftler hat geschrieben: Sa 19. Nov 2022, 00:25 ziemlich rustikale Sache ;) , aber wenn's die Lauscher überzeugt passt's ja . Bei mir sehen Testgehäuse nicht anders aus , da müssen auch mal Schrankseiten oder Türen vom Sperrmüll herhalten bevor ich neues MDF , Span oder Multiplex zersäge !
Ja, das war halt ein Experiment. Ich habe hier in der Wohnung auch nicht mehr die Bau-Möglichkeiten, wie damals. Meine Lautsprecher-Hochphase ging von 16-22Jahren ca.
Dort habe ich im Elternhaus jede Menge Chaos hinterlassen. Der schlimmste Bau war wohl der Visaton TL-Sub. Eine 2,15m hohe Transmission-Line. Habe ich in meinem damaligen 16m² Zimmer zusammengebaut und dann nur noch in die Ecke gewuchtet. Bis heute der beste Subwoofer, den ich jemals gehört habe. Kein Kino konnte da mit halten. Mit der Eckaufstellung waren das glaube ich 114dB bei 20Hz (die er auch wirklich erreicht hat).

Die Open Baffles sind halt nicht unbedingt im Vorfeld als Welt bewegend eingestuft worden in meinem Kopf. Nun werde ich aber bei den jetzigen Gehäusen bleiben und aufhübschen. Vorallem auch das Hinterteil wird noch "gesäubert" -> Kabel schön sauber verlegen, besseres Schraub-Terminal einbauen, den ganzen Rest schwarz lackieren.

Auf Dauer möchte ich das Ganze noch vollaktiv betreiben. Das dürfte noch einen guten Schub nach oben ergeben. Dafür brauche ich noch eine Mehrkanalsoundkarte.

EQ-Apo lad ich mir nicht runter , hab noch nen Yamaha Studio-EQ der dafür auch geeignet ist .
Großer Fehler ;)
Ein Beispiel: Oben genanntes "voll aktivieren" ist mit EQ-APO leicht machbar. Ich kann jeden Kanal der Soundkarte so programmieren (das meine ich Ernst -> diese APO ist eine Programmierumgebung für die Soundkarten) , wie ich will.
Wo der EQ-APO brilliert: Ich hatte eine kleine Resonanz bei den Schallwänden, durch vibrierendes Holz. Wo (Frequenz) es lag, weiss ich nicht mehr -> Was ich noch weiss, ist, dass es von ca. 315Hz bis nur 320Hz ging. Sorich -> Mittenfrequenz war 317,5Hz. Somit eine sehr schmalbandige Resonanz.
Eine fester angezogene Schraube hatte aber einen ähnlich guten Effekt :mrgreen:

Aber, mit welchem Hardware-EQ kann man so schmalbandig und präzise arbeiten?

Ebenso ist das Wegfiltern von Gehör-Resonanzen auch nur mit exakt definierbaren Filtern möglich.

Zusätzlich kann man noch nette Dinge wie Delay (sogar Frequenzabhängig!), Convolver, allerlei Filtervarianten, diverse Filter die als Frequenzweichen in aktiv-LS genutzt werden können....und ...und ...und.

Ich möchte dir wirklich nahe legen, es mal zu probieren. Ich weiss nicht wie gut dein Yamaha ist und möchte ihn nicht abwerten, aber was man mit dem EQ-APO machen kann, kann kein Hardware-Gerät in dem Umfang. Es wird auch noch immer weiter entwickelt.
Ist für mich jedenfalls seit ich es kenne, das essentiellste Stück Software (Freeware auch noch!!), welches ich kenne.
Dabei läuft es auch noch sehr schnell und belastet die CPU nur wenig. Glaube mir, mein Rechner ist sehr lahm (Netbook Acer Aspire One 722).

Ich kann bei Interesse nochmal meinen Workflow für dieses Programm beschreiben, bzw. wie ich es schaffe ohne mich als "reifen, geübten Hörer" :hbang: zu bezeichnen, ein vernünftiges und wiederholbares Ergebnis erreichen kann. Ich merke zwar mittlerweile beim ersten Hören oft ob es eine Macke gibt...aber ich bin da kein Wunderkind....wunderlich aber schon. :mrgreen:
denn was mir schon länger das Hirn zermartert ist ein teilaktiver Hybrid .... die Zeit wird kommen !
Schreib mal mehr dazu :)
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Tüftler
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

Der Visaton TL-Sub ist schon ne Nummer für sich , hätte auch passende Chassis , aber keinen vernünftigen Stellplatz .
Bei dem Hybrid spielt der Dayton AMTPRO 4 und dessen vertikales Abstrahlverhalten eine wesentliche Rolle ;) der Rest des 3,5-Wege steht eigentlich schon fest .
EQ-Apo hatte ich mir angesehen , bin aber nach wie vor bis auf wenige Ausnahmen auf der analogen Schiene unterwegs und habe bisher solch eine software nicht benötigt ,
oldschool halt und wenn das Gehör gut funzt merkt man relativ schnell wenn was nicht stimmt .

back to topic ....
bei deinen "semi open baffle" würde ich , solange die noch in der Testphase sind , die verbliebenen Seitenreste mal mit 5 mm Bauschutzmatte
( Gummischrot-Platten , sind günstiger als Bitumen ) bekleben und am Boden ( kein Witz) nen Beutel Vogel-Sand platzieren . Beides schon selbst erfolgreich bei solchen Experimenten eingesetzt und könnte bei deinem noch nen Schub geben . Selbst an den Chassis wäre noch was möglich , ohne an den Chassis selbst etwas zu ändern , das Abstrahlverhalten nach hinten zu beeinflussen .... ist einfach selbst zum testen aus stabilem dünnen Karton oder Styrodur herzustellen ...
So was nennt man " Faß ohne Boden " ;) , aber egal , dazu sind Experimente ja da und verschieben die Grenze des möglichen
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Tüftler hat geschrieben: Sa 19. Nov 2022, 13:01 Der Visaton TL-Sub ist schon ne Nummer für sich , hätte auch passende Chassis , aber keinen vernünftigen Stellplatz .
Musst du halt ein paar Möbel einsparen. Man muss auch Prioritäten setzem können ;)

Mit einem AMT habe ich bislang noch nie experimentiert. Die waren damals auch fast immer zu teuer, aber die Dayton sind ja erheblich günstiger. Für Wirkungsgradstarke Konstruktionen sicherlich interessant.
die verbliebenen Seitenreste mal mit 5 mm Bauschutzmatte
( Gummischrot-Platten , sind günstiger als Bitumen ) bekleben und am Boden ( kein Witz) nen Beutel Vogel-Sand platzieren .
Ja, ich weiss genau, was du meinst! Bei dem H-Dipol habe ich auch testhalber knappe 50kg an Gewichten drauf gelegt und es war schon ein Unterschied. Auch sonst bin ich sehr erstaunt, wie stark Schallwände vibrieren.
Ehrlich gesagt habe ich schon drüber nach gedacht mir Schallwände aus Beton zu gießen. Wäre ja dann ja trotzallem noch halbwegs transportabel...halbwegs. Sobald die Testphase beendet ist, kann man sich ja auf eine Kontruktion festlegen, damit.
Bzgl. Änderung bei den Chassis dachte ich schon darüber nach die Tieftöner mit etwas Zusatzmasse in der Resonanzfrequenz nach unten zu "tunen".

Eine verrückte Idee kam mir bei den Spielereien aber generell schon: 4x 25er Tieftöner bzw. deren Spulen mit einer DIY-Membran verbinden, die so ungefähr 1m² Membramfläche hat. Wenn man es nicht zu schwer baut, aber trotzdem stabil hinbekommt, dürfte das ja wohl der ideale Open Baffle-Tiefst-Töner werden.
Vielleicht probiere ich derlei mal wirklich. Wenn man nicht zu hoch hinaus will, könnte das tatsächlich eine interessante Sache werden.
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Achja: mein Experiment mit Visaton FRS8M und einem Pioneer 20cm Tieftöner (was eigentlich ein Coax) hat heute schon einen ersten Sprößling in Richtung "No-Baffle" ergeben. Es ist wie erwähnt, nur ein Gerippe, welches die Chassis in Form hält.
Noch habe ich es nicht mit Sinus-Generator und EQ glatt gebogen, aber gute Eignung im Tiefton zeigen die Pioneer-Chassis schonmal. Bei dem FRS8M bin ich mir noch nicht ganz sicher. Ich werde wohl doch lieber den Philips 10cm BB nehmen. Geschmacksfrage.

Morgen aber erstmal die zweite "Box" anfertigen und schauen, wie es sich im Stereo-Betrieb verhält. Ebenso...überlegen, wie ich es sinnvoll "aufstelle". Wenn sich das Ganze lohnt, werden meine Monacor-Baffles vielleicht auch noch verkleinert.
Allerdings ist es für mich als Menschen, der schon immer Holzarbeiten auch der Optik wegen mochte, etwas schwer, derart "abzurüsten".
Weiterhin frage ich mich manchmal selbst, was andere Menschen wohl im ersten Moment denken, wenn ich ihnen soetwas zeige und sage "Guck, das klingt besser als jede Box" :-D
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

Hirnwindungslauscher hat geschrieben: Sa 19. Nov 2022, 22:38 Eine verrückte Idee kam mir bei den Spielereien aber generell schon: 4x 25er Tieftöner bzw. deren Spulen mit einer DIY-Membran verbinden, die so ungefähr 1m² Membramfläche hat.
Digga , das gibts schon und nennt sich Exiter , mit den Dingern machste sogar nen Tisch zum Schallwandler . Hab's noch nicht selbst getestet , wäre aber z.B. im Heimkino möglich eine feste "Leinwand" als Lautsprecher zu bauen .
Im übrigen , ist es völlig egal wie verranzt ein Testaufbau aussieht .... ;)

Bei dem "no baffle" experiment solltest mal im Car-Hifi Bereich nachsehen (falls der Pioneer nicht schon daher kommt ) ... free air ... hat's da mehr als genug , den Korb mit nem dickeren Sackleinen beziehen , das simuliert rückseitig Widerstand ..... ;)
Hirnwindungslauscher hat geschrieben: Sa 19. Nov 2022, 22:46 Allerdings ist es für mich als Menschen, der schon immer Holzarbeiten auch der Optik wegen mochte, etwas schwer, derart "abzurüsten"
Weiß nicht woher du kommst , falls nicht zu weit weg von Albstadt , kenn ich da nen Schreiner der ziemlich oft LS-Gehäuse baut und da bestimmt helfen könnt deine bestehenden Testgehäuse in " schön" nach zu bauen ;)
Hirnwindungslauscher hat geschrieben: Sa 19. Nov 2022, 22:38 Musst du halt ein paar Möbel einsparen. Man muss auch Prioritäten setzem können
Kinosofa Tisch Vinylschrank CD Wandregale als Diffusoren .... das war's , Rest ist alles Audio und Cinema :bä:
Hirnwindungslauscher hat geschrieben: Sa 19. Nov 2022, 22:38 Mit einem AMT habe ich bislang noch nie experimentiert. Die waren damals auch fast immer zu teuer, aber die Dayton sind ja erheblich günstiger. Für Wirkungsgradstarke Konstruktionen sicherlich interessant.
Bin durch die Restauration meiner ESS AMT1C zum Thema AMT gekommen , sind zwar was sehr feines aber haben aber auch ihre Tücken !
Wenn ich alle Teile für's Hybrid-Projekt zusammen hab , werd ich nen neuen thread starten ....
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Tüftler hat geschrieben: So 20. Nov 2022, 02:15

Digga , das gibts schon und nennt sich Exiter , mit den Dingern machste sogar nen Tisch zum Schallwandler . Hab's noch nicht selbst getestet , wäre aber z.B. im Heimkino möglich eine feste "Leinwand" als Lautsprecher zu bauen .
Im übrigen , ist es völlig egal wie verranzt ein Testaufbau aussieht .... ;)
Ja, die Exciter kenne ich. Ich habe die ersten, die Visaton damals anbot, ausprobiert. Ich habe eine Weile lang gemalt und nutzte die Leinwände als "Membran" für die Körperschallwandler. Leider sind mir die Dinger irgendwann kaputt gegangen, da sie nicht alzu Katzen-Kompatibel waren :D
Klanglich wäre das mit EQ auch ganz ok geworden. Hätte dann pro Leinwand aber mehrere Körperschallwandler genommen, um die ganzen Resonanzen zu umgehen.
Aber ich meinte keine Körperschallwandler für "unter´s Sofa", sondern tatsächlich ein riesiges Subwoofer-Chassis für offene Gehäuse. Mehrere Treiber als Antrieb für eine recht schwere Membran um wirklich genügend Leistung im Free-Air Betrieb zu haben. Wenn ich 4 Treiber für soetwas nehme, spare ich mir auch die äußere Zentrierung (also die Sicke) ein, da sie nicht zentral angetrieben wird.
Das Ganze ist jedenfalls auch günstiger, als sich z.B. den teuren Fostex 80cm Tieftöner zu besorgen.

Um es konsequent zu halten, dachte ich daran, wieder Leinwände für die Breitbänder zu nehmen. Habe noch 6 ovale 5x10cm BBs. Damit wäre auch die Anregung von mehreren Punkten gewährleistet. Dazu gab es irgendwo auch mal Messungen im Netz. Mal nach Biegewellenwandler googlen.

Bzgl. der Optik -> die ist mir meistens so oder so egal. Ich meinte auch eher, dass viele es sehen und denken, dass das ja keine ordentlichen Boxen sind, weil sie hinten offen sind. Mit 11 Jahren fing bei mir die Lautsprecher-Bau Geschichte an und das war auch gerade zu Beginn des Internets für Heimgebrauch. Habe da Diskussionsforen lieben gelernt. Als Nerd war mir social Media immer nur eine Geistesplattform, was mich sehr von gleichaltrigen unterschied.
Bei dem "no baffle" experiment solltest mal im Car-Hifi Bereich nachsehen (falls der Pioneer nicht schon daher kommt ) ... free air ... hat's da mehr als genug , den Korb mit nem dickeren Sackleinen beziehen , das simuliert rückseitig Widerstand ..... ;)
Jep, genau daher kommen die Pioneer (Pioneer TS-A2065). Habe dazu hier auch was geschrieben. Nutzte die Dinger damals auch als Coaxe und fand die garnicht so schlecht klingend. Habe davon aber Abstand genommen, weil dort eine Verzerrung und/oder Resonanz gut hörbar war. Nun sind sie reine Tieftöner.
Weiß nicht woher du kommst , falls nicht zu weit weg von Albstadt , kenn ich da nen Schreiner der ziemlich oft LS-Gehäuse baut und da bestimmt helfen könnt deine bestehenden Testgehäuse in " schön" nach zu bauen ;)
Oldenburg im Norden. Müsste eigentlich nur bei meinen Eltern mal etwas Werkzeug klauen :D
Eigentlich bastel ich schon mein ganzes Leben lang mit Holz. Mir mangelt es daher ehrlich gesagt nur am Werkzeug (und oft an der Geduld - viele LS sind nach dem Testen nicht mehr in die Endbehandlung gekommen.
Kinosofa Tisch Vinylschrank CD Wandregale als Diffusoren .... das war's , Rest ist alles Audio und Cinema :bä:
Wollte diese optisch schicken Diffusoren eigentlich auch mal bauen, aber die wären nicht sinnvoll zu stellen/hängen bei mir. Dort wo es passen würde, sind Fenster und Treppe.



Ehrlich gesagt habe ich seitdem ich den Visaton B200 kennengelernt habe, komplett von Mehrwege-LS Abstand genommen. Die Quadral waren meine letzen LS (und die Quadral sind auch die einzigen Fertig-LS, die ich genutzt habe...sonst immer nur Selbstbau) mit mehr als 1-Weg (ausser Tieftonzweig).
Bin mit guter Räumlichkeit schneller zufrieden, als mit hoher HT-Auflösung. :)
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

Hirnwindungslauscher hat geschrieben: So 20. Nov 2022, 23:48 tatsächlich ein riesiges Subwoofer-Chassis für offene Gehäuse. Mehrere Treiber als Antrieb für eine recht schwere Membran um wirklich genügend Leistung im Free-Air Betrieb zu haben. Wenn ich 4 Treiber für soetwas nehme, spare ich mir auch die äußere Zentrierung (also die Sicke) ein, da sie nicht zentral angetrieben wird.
Ich verstehe genau was du meinst , dafür müssen die 4 Antriebe exaktgleiche Werte haben ! Die BB würd ich nicht zerreißen , denke mal daß die zu wenig auslenken und zu wenig Leistung bringen um 1 m² Membran vernünftig zu bewegen . Die Flach-Membran selbst , sollte ein Sandwich-Aufbau sein ... wie bei nem KEF B139 und nicht komplett flach sein sondern umlaufend eine vorstehende "Lippe" hat , dodaß die zu verschiebende Luft nicht sofort rundum entweicht sondern "etwas" komprimiert wird .

Thema Exiter .... die sind mittlerweile deutlich besser geworden , breitbandiger , mehr Leistung und tiefere fs ....
Es wird immer interessanter ... ;)

back to topic ...
wie weit bist mit den Frontblenden ? Hab irgendwie den Verdacht daß du die Auslässe der TT auf "rund" änderst ... ;)
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Tüftler hat geschrieben: Mo 21. Nov 2022, 17:40
Ich verstehe genau was du meinst , dafür müssen die 4 Antriebe exaktgleiche Werte haben !
Ja, da liegt das Problem. Ich weiss nicht, wie weit die Toleranzen der TTs sind, die ich hier habe. Es sind allesamt keine teuren Gerätschaften. Im Vergleich u früher habe ich wirklich nur noch preisgünstige Hardware hier stehen, aber klanglich dank der LS einen höheren Nutzwert als früher. Damals mit 16 war ich irre stolz auf meine Visaton Atlas Kompakt (die zweitgrößten 4 Weger in derem Angebot). Spätestens mit den Visaton Solo100 (mi dem unglaublich tollen B200 20cm BB) war ich von deratig großen Mehrwegern weg. Toll war noch eine 4 Wege Kombi mit Front-Hörnern und dem B200 (ohne Pegelsenkende Maßnahmen) als HT.
Ich habe aber auch schon überlegt, ob es klappen würde, wenn ich:

mittig der 30cm TT
dann links, rechts, oben und unten davon je ein 25er

Klappt das? Gute Frage...wird dann dem Begriff Biegewellenwandler wohl gerecht werden. :D
Die Flach-Membran selbst , sollte ein Sandwich-Aufbau sein ... wie bei nem KEF B139 und nicht komplett flach sein sondern umlaufend eine vorstehende "Lippe" hat ,
Ja daran dachte ich auch schon. Allerdings würde ich auf die Lippe nur für die Stabilität einplanen.
"die zu verschiebende Luft nicht sofort rundum entweicht sondern "etwas" komprimiert wird
dodaß die zu verschiebende Luft nicht sofort rundum entweicht sondern "etwas" komprimiert wird .
Das würde ich nicht beachten, ehrlich gesagt. Da ich dort sowieso eine "No-Baffle" einplane. Gestern habe ich die erste No-Baffle Konstruktion getestet mit dem Pioneer 20cm TT. Es scheint, als würde die kleine Schallwand bei meinen OBs (mit den je 2x 18cm TTs) wohl schon einiges ausmachen.
Die Auslenkung war jedenfalls recht hoch und es war schon fast an der Grenze der Belastbarkeit. Klanglich aber wieder -> irre sauber.

Daher möchte ich ja sowiel an Membranfläche aufwenden und hoffe damit auch ohne Schallwand klar zu kommen. Ist halt ein recht gewagtes Experiment, welches auch sehr in die Hose gehen kann.

Bei meinen OBs (Open Baffles) sind die TT ja von hinten eingebaut - die Stärke der Front ist zusammen bei ca. 38mm + die Breite von 23,5cm + die Reste der Seiten, die ich eher aus Stablitätsgründen gelassen habe -> ca. 3cm je Seite.

Vielleicht fahre ich auch einfach wieder die H-Dipol Schiene im Bass und werde nur den nach oben frei laufenden Breitbänder ohne Schallwand einsetzen. Da ist es Leistungstechnisch sinnvoller.

Ich habe sehr große Hoffnung, dass wenn der Antrieb der DIY-Membran gut klappt, ich einen sehr hohen max. Pegel erreichen kann. Wenn ich auch nicht höher als ca. 80Hz trenne, dürfte es auch klanglich in Ordnung sein.
Finde den Gedanken einfach reizvoll, da die wenigsten Treiber wirklich für OBs ausgelegt sind, da man immer mehr Membranfläche braucht....warum dann nicht gleich so extrem denken? Tiefton ist per EQ wirklich sehr leicht zu korrigieren.
Ebenso sind selbst billige TTs im offenen Betrieb einfach viel präziser wirkend, als in Gehäusen. Auch wenn ich sie per EQ ernzerrt habe (also die Gehäuse-Varianten).
Thema Exiter .... die sind mittlerweile deutlich besser geworden , breitbandiger , mehr Leistung und tiefere fs ....
Es wird immer interessanter ... ;)
Damals gab es den Buttkicker gerade - quasi ein Elektromotor zum Sofa-Podest bewegen. Da hätte ich Lust drauf gehabt.
back to topic ...
wie weit bist mit den Frontblenden ? Hab irgendwie den Verdacht daß du die Auslässe der TT auf "rund" änderst ... ;)
Noch nicht viel weiter. Ich habe nur die eine Schallwand schon vorbereitet, indem ich die Schrauben versenkt habe, damit die neue Front plan drauf liegen kann. Ich will das ganze ohne sichtbare Schrauben verbauen.
Die Schlitze der TTs habe ich extra so gelassen, da es auch sauberere wirkt durch die breite Front. Evtl. kommen noch links und rechts zwei kleine Schlitze dazu.
Sonst will ich evtl. die Maserung seperat nachzeichnen und in etwa den Look von dunklem und hellem Hirnholz in einem vereinen. Mittig verläuft dann eine gelederte Linie mit ca. 8cm Breite von oben nach unten -> ähnlich wie damals bei den Solo100 von mir -> sind hier im Forum auch zu finden.

Bzgl rund -> Mit Stichsäge ist es nicht immer einfach exakt rund zu werden. Acuh wnen ich mir einfach eine Art Fräszirkel dafür bauen könnte in 5Minuten...

Die Tage werde ich das fertig haben und dann auch mal die beiden No-Baffles fertig haben. Bin nach dem ersten Test noch nicht sicher, ob ich nicht doch die Philips 10er und Westra 25er verwenden soll. Finde die FRS8M doch etwas zu zischelig....die Philips sind gutmütiger.

Achja wie Equaliziere ich? Wie in meinem Blog zu den Gehörresonanzen -> Sinusgenerator komplett durchlaufen lassen und arge Ausreizer runterpegeln. Im Bass geht das extremst präzise mit den eigenen Ohren - der Rest klappt auch sehr gut. Jedenfalls ist es bessere Methode, als mit den Ohren nach Musikstücken zu entzerren. Da kommt auch bei "geübten Hörern" nur Müll raus.
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

Hirnwindungslauscher hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 01:23 mittig der 30cm TT
dann links, rechts, oben und unten davon je ein 25er
ja klar , und ne Billig-Zimmertür als Membran :yeah:
das mit dem 12" mittig ist vom Ansatz her gut , wenn du noch einen identischen 2. davon hast ( eventuell mit defekter VC ) könntest aus dem 2. die Konus-Membran als Adapter für die m²-Flachmembran nutzen , also ineinander pappen .... ist nur die Frage wie lange die Zentrierung das bei vertikaler Aufstellung mitmacht ... horizontal ( an der Raumdecke + 2. Magnet ) und entkoppelt montiert könnt klappen ... wenn's den WAF nicht erfüllt , klebste LED-Stripes mit Farbwechsel auf Vorder- oder Rückseite und verkaufst ihr das als " mooving mass lamp " ;)

ooooooder einfach nen "Schlammschieber" nehmen , Dustcap entfernen inne Polkernbohrung ne E14 Fassung setzen und ne Kerzenbirne als
"bright phase plug" nutzen ..... :???: :D

genug mit dem Unsinn ...
Hirnwindungslauscher hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 01:23 Bzgl rund -> Mit Stichsäge ist es nicht immer einfach exakt rund zu werden. Acuh wnen ich mir einfach eine Art Fräszirkel dafür bauen könnte in 5Minuten...
hol dir ne günstige Oberfräse , am besten als Set wo auch schon versch. Fräser dabei sind ! Damit kannste mehr anstellen , nicht nur runde Löcher ..
Hirnwindungslauscher hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 01:23 Vielleicht fahre ich auch einfach wieder die H-Dipol Schiene im Bass
denk mal über nen Ripol nach , schmale Silhouette , muß nicht so weit im Raum stehen und liefert ordentlich ab .

Über genau solche Sub's bin ich am grübeln ... hätte 12" / 15" und 18" dafür greifbar , bei 18" aber Schiss daß mir der Putz von den Wänden bröckelt
oder Panikattacken bei meinen Nachbarn auslöst ...
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

Stand aktuell ? Ich hoffe du hast das Experiment nicht gekippt , bin gespannt was kommt .
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Hirnwindungslauscher »

Tüftler hat geschrieben: Do 24. Nov 2022, 21:44 Stand aktuell ? Ich hoffe du hast das Experiment nicht gekippt , bin gespannt was kommt .
Ich wurde ziemlich aufgehalten, weil ich bis heute im Krankenhaus lag. :/

Ich hatte aber vor einigen Tagen tatsächlich noch eine doppellagige sehr große Pappe an 2x 25er Tieftöner geklebt.
Erst als es fertig war, war mir klar, dass ich die Treiber erst in Halterung/Schallwand montieren hätte müssen. Dauerte nicht lange. bis es abgebrochen war.
Natürlich war die Hörachse die Achse, wo die 180° der Tieftöner sind -> somit keinen hörbaren Bass im Hörbereich gehabt (also Magnete zeigten nach unten). Tests mit Sinustönen ergaben aber, dass ich 20Hz noch "hörbar" machen konnte. Beim anschnippsen mit dem Finger konnte ich eine sehr langsame Resonanz "sehen". Ergo war fs (Resonanzfrequenz) sehr tief gesunken. Hätte also was werden können, wenn ich anfangs dran gedacht hätte, sie zu montieren. Größe derPlattte war ca. 1,10m x 60cm ca. Es hätte sicherlich gut funktioniert. Die Platte muss aber extrem fest sein, weil man auch schnell flatter-Geräusche vernommen hat.
Es würde also klappen. Werde ich aber nach hinten stellen und dann eher direkt einen Tower mit mehreren 20cm TTs (6-8) bauen und dann mit einer Platte bekleben. Dann würde es wohl auch ausreichend gleichmässig angeregt werden. Ist wirklich einen Test wert.

Was aber kurz vor der Vollendung steht, ist meine "No-Baffle":

Ist aus der Not heraus entstanden, dass ich die Treiber lose montieren wollte und nur die EQ-Abstimmung anpassen wollte. Ich habe sie dann in ein Metall-Gitter was als Lautsprecherabdeckung diente, geschraubt. Erst nur von hinten -> Schrauben durch die Gitter-Löcher durch. Wände nach hinten abgestützt und gehört:
Treiber sind die Pioneer 20cm Polypropylen TTs und die Visaton FRS8M. Ein wirklich fantastisches Ergebnis war das. Räumlichkeit profitierte extrem davon, dass die Schallwand praktisch durchsichtig und nicht vorhanden war. Das Bündelungsverhalten des FRS8M ist natürlich auch weniger gerichtet als der große Monacor 20er.
Alles etwas feiner und detailreicher durch den FRS8M klingend. Der Bass wirkt unglaublich sauber und trocken.

War bis zu meinem KH-Aufenthalt dabei, das Metallgitter zu verkleinern (vorher ca. 100cm x 25cm - nun ca. 35cm hoch), da ich doch schon dachte, dass es sicherlich zu sehr hörbar resonieren wird. Das hielt sich aber erstaunlicherweise in Grenzen. Es wird seitlich mit Multiplex befestigt -> nur ganz dünn - wobei da nicht viel reflektieren würde, da seitlich der gesamte Sound praktisch unhörbar ist.
Optisch sieht das Ganze aus, wie eine durchsichtige schwebende Kompaktbox. Vielleicht werde ich heute damit fertig.
Klanglich sehr lohnenswert - gefällt mir dank der Fähigkeiten des kleineren Breitbänders fast noch besser als die Monacor. Pegel ist auch ausreichend für mich.
Sehr sehr spannende Sache, das Ganze. Essentiell ist aber ein frei programmierbarer EQ (wie der EQ-APO), sonst wird man das alles sehr schnell als Spielerei abtun. Korrekt entzerrt jedoch -> Dürften die besten LS sein, die ich jemals hatte (die Monacorschallwände, wie auch die neuen Pioneer/Visaton).
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Re: Progression im Boxenbau = Regressionen zum Brett hin

Beitrag von Tüftler »

Die gleiche Art von Zwangspause hatt ich auch und wird noch ne Zeit dauern bis ich wieder Gas geben kann ... bis dahin sammel ich noch Bauteile für's nächste Projekt ...
Hirnwindungslauscher hat geschrieben: Di 6. Dez 2022, 18:10 Erst als es fertig war, war mir klar, dass ich die Treiber erst in Halterung/Schallwand montieren hätte müssen. Dauerte nicht lange. bis es abgebrochen war.
In so nem Fall sägt man die Schallwand längs mittig auf und schiebt die 2 Teile seitlich auf die Körbe ;)
Zum Rest hatt ich Dir ne PN geschickt bevor ich das hier las ... :D
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