Alters vs Hörfrequenz-Limit

Over Ears, On Ears und In Ears
Daiyama
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Re: Alters vs Hörfrequenz-Limit

Beitrag von Daiyama » Mi 9. Sep 2020, 19:58

Ah ok, also „mist“ man doch recht viel den KH mit.
Ist mein sehr früher Hochtonabfall wahrscheinlich ist nicht echt, sondern eher die 11-12kHz.
Da ich wegen Tinitus früher beim HNO Hörtests gemacht habe, hätte der sicherlich auch etwas gesagt. Hochton war bisher immer „altersgerecht“ (Nie Fledermaus). Ist aber jetzt auch schon wieder 2-4 Jahre her.

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Firschi
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Re: Alters vs Hörfrequenz-Limit

Beitrag von Firschi » Mi 9. Sep 2020, 22:41

Daiyama hat geschrieben:
Mi 9. Sep 2020, 19:58
Ah ok, also „mist“ man doch recht viel den KH mit.
Absolut. Jede Delle im FG bedeutet lokalen Pegelverlust.


Und manchmal hat man auch einfach einen schlechten Tag erwischt :)
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Jeo
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Re: Alters vs Hörfrequenz-Limit

Beitrag von Jeo » Mi 9. Sep 2020, 23:34

Daiyama hat geschrieben:
Mi 9. Sep 2020, 19:58
Ah ok, also „mist“ man doch recht viel den KH mit.
Das stimmt. Mit KH ist das schwerz rauszufinden wo die eigene Grenze ist. Aus diesem Grund nutze ich für derartige Tests meine Studiomonoitore die quasi glatt wie ein Lineal bis in diese Bereiche spielen.

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kds315
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Re: Alters vs Hörfrequenz-Limit

Beitrag von kds315 » Do 10. Sep 2020, 10:56

Firschi hat geschrieben:
Mi 9. Sep 2020, 09:38
...
Bitte Quelle zur Grafik angeben, Klaus.
Sorry, ist gemacht!

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kds315
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Re: Alters vs Hörfrequenz-Limit

Beitrag von kds315 » Do 10. Sep 2020, 10:58

Einfach die NJURALOOP InEars benutzen, die messen das automatisch ein - seht ihr an Firschi's/Dominks Bildchen, das ist seine Messkurve, rechts oben ist der Bass geht mathematisch negativ weiter bis links oben ist der Hochtonbereich, 12Uhr ist der Null- und Ausgangspunkt. Der rote Kreis ist der "Normakreis", was drüber liegt ist empfindlicher als der Durchschnitt, was drunter, also innen im Kreis liegt ist unter Durchschnitt.

Beispiel
Bild
(Quelle: Nura)

Mehr hier: https://www.nuraphone.com/pages/how-it-works
Zuletzt geändert von kds315 am Do 10. Sep 2020, 11:29, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Alters vs Hörfrequenz-Limit

Beitrag von Firschi » Do 10. Sep 2020, 11:04

kds315 hat geschrieben:
Do 10. Sep 2020, 10:56
Sorry, ist gemacht!
Danke :top:


Hier kann man bei Nura nachlesen, wie das funktioniert: https://www.nuraphone.com/pages/how-it-works Allerdings kann man aus diesem Profil nicht qualitativ auf das Hörvermögen schließen.

Der Kreis ist quasi der eigene Normalkreis und nicht mit dem in Profilen anderer Personen identisch.
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kds315
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Re: Alters vs Hörfrequenz-Limit

Beitrag von kds315 » Do 10. Sep 2020, 11:41

Firschi hat geschrieben:
Do 10. Sep 2020, 11:04
Der Kreis ist quasi der eigene Normalkreis und nicht mit dem in Profilen anderer Personen identisch.
Woher kann NURA denn wissen was der eigene / persönliche "Normalkreis" ist bzw. sein soll? Ich denke das ist eher basierend auf audiometrischen Messungen von Bevölkerung(en).

Die sagen ja "The shape is OUR hearing sensitivity wrapped around a circle" (hervorhebung von mir) "our" bezieht deshalb höchst wahrscheinlich sich auf einen "Audiometrischen Standard" - wie auch immer der ermittelt wurde...


Anm. d. Mod.: Vollzitat gekürzt

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Re: Alters vs Hörfrequenz-Limit

Beitrag von Firschi » Do 10. Sep 2020, 12:05

kds315 hat geschrieben:
Do 10. Sep 2020, 11:41
Woher kann NURA denn wissen was der eigene / persönliche "Normalkreis" ist bzw. sein soll?
So wie ich die Beschreibungen von Nura interpretiere, ist das der "Durchschnitt des eigenen Pegels". Dieser Mittelwert wird dann auf die Größe des Einheitskreises normiert, damit die Profile optisch vergleichbar werden. Darum ergibt der quantitative Vergleich unterschiedlicher Profile hinsichtlich des tatsächlichen Hörvermögens auch keinen Sinn, wie Dr. Luke Campbell schrieb.

Wie ich das sehe, ist das sichtbare Hörprofil eine Aufbereitung, die die Einzigartigkeit des Gehörs hervorheben soll. An die Rohdaten der Profilermittlung kommt man leider nicht ran :knup:
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Re: Alters vs Hörfrequenz-Limit

Beitrag von kds315 » Do 10. Sep 2020, 13:01

Hmm interessant, denn wenn das der Durchschnitt (Mittelwertbildung) des eigenen Hörens ist, müssten dann nicht immer Werte drunter und drüber liegen?

Ja, wirklich schade dass man nicht an die Rohdaten kommt...


Anm. d. Mod.: Vollzitat entfernt

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Re: Alters vs Hörfrequenz-Limit

Beitrag von RunWithOne » Do 10. Sep 2020, 13:33

kds315 hat geschrieben:
Do 10. Sep 2020, 13:01

Ja, wirklich schade dass man nicht an die Rohdaten kommt...
Ist mM nach verständlich. Die wollen sicher keinen Einblick in ihre Technologie geben.

Ich habe Dominik so verstanden, das es auf einen Einheitskreis normiert ist.

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Re: Alters vs Hörfrequenz-Limit

Beitrag von Firschi » Do 10. Sep 2020, 14:02

Ganz klar wird das tatsächlich nicht beschrieben, ich schildere hier meine Interpretation dessen, was ich in den vergangenen Monate gelesen hatte. Die Profile echter Personen, die ich bisher gesehen haben, weisen immer Werte auf, die teilweise innerhalb und teilweise außerhalb des Kreises liegen.


Wer Lust hat, kann sich ja mal durch die von Nura gehaltenen Patente wühlen:

US 9,497,530
US 9,794,672
WO2017040327
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Re: Alters vs Hörfrequenz-Limit

Beitrag von Migel » Do 10. Sep 2020, 14:47

Hallo,
Ich bin kein Arzt nur mal so zum sagen.
Das ist rein eine Formel für Theorie die grob einen Anhaltspunkt bieten mehr nicht.
Jemand der 20 Jahre lang schon nur in einem Büro gearbeitet hat und etwas Rücksicht auf seine Ohren genommen hat,wird sicher besser hören was diese Formel betrifft,als jemand der 20 Jahre auf dem Bau gearbeitet hat.Wo er täglich dem Lärm ausgesetzt war.
Dann kommt es drauf an hat der Bauarbeiter täglich einen Gehörschutzt benutzt oder nicht usw usw.

Mein Vater zbs der 20 Jahre vor einer 20 tonnen Presse gearbeitet hat ist 68 jahre alt und hört immer noch wie ein Luchs.
Als der noch bei mir war hat er noch mitbekommen wenn ich mit meiner Frau auf der Spielwiese war im Schlafzimmer.🙈Obwohl Türen und Fenster alles geschlossen war.

Ich bin jetzt 37 und hatte jeweils an beiden Ohren jeweils 3 Gehörstürze gehabt durch Lärm auf der Arbeit verursacht.
5 sind verheilt und der letzte auf dem rechten Ohr hat ein kleinen Tinitus verursacht.
Laut Hörtest beim HNO höre ich für mein Alter etwas schlechter als „normale“.
Der letzte Test war 16 khz.Das aber schwankt.Bei der Medizinischen Arbeitsuntersuchung im April war der Hörtest schlechter als sonst.
Es gibt Tage da hört man besser und tage man hört schlechter haben Sie gesagt.
Dennoch höre ich draussen immer noch gut genug wenn was unnormal erscheint.

Und das Ohr hält mehr aus als man denkt aber man sollte es nicht übertreiben,jemand der langfristig gesehen seine Ohren zerschiesst wird mal an den Punkt ankommen wo nichts mehr geht.
Zbs der Youtuber Damir Franc dem ist das Trommelfell mehr als einmal geplatzt.Und da merkst du auch das bei dem irgendwas nicht mehr ganz stimmig ist.Nichts gegen ihn oder so...Er sagt es ja selbst in einem seiner Videos das er sich die Ohren zerschossen hat.
Tinitus,mit Kopfhörer zbs sollen helfen den Piepton zu überdecken das man damit zurecht kommt.Wenn man es mit der Lautstärke nicht übertreibt.Damit soll man angeblich auch das Ohr etwas umlernen das es zurecht kommt.

Wie gesagt ich bin kein Arzt,und jeder Hno würde vermutlich abwinken wenn du in die Praxis kommst mit dieser Formel und dir ganz andere Vorschläge auf den Tisch legen.
Die einzige Kontrolle wo man hat ist der Lautstärkepoti.
Den gemässigt bedienen,und wenn der mit der Zeit immer höher geht sollte man doch mal zum Arzt.
Weil auch Schmalz oder propfen usw eine Ursache sein kann warum man aktuell nicht so gut hört.
Und das Ohr ist auch noch ein Organ das in vielen Gebieten noch Fragen aufwerfen.Tinitus ist denen immer noch ein Rätsel sowie Gehörsütze was Ursachen dafür sind.

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Re: Alters vs Hörfrequenz-Limit

Beitrag von Jaegermeister462 » Do 10. Sep 2020, 15:08

Bin jetzt auch kein Experte aber ich dachte das ein Hörsturz nicht durch Lärm, sondern durch Entzündungen, Stress etc ausgelöst wird. Kann mich aber auch irren.
Ich höre seit meiner Kindheit auch auf dem rechten Ohr schlechter. Kann man aber mit Leben. Arbeite auch auf dem Bau und wie du schon sagst kann man ja auch gegen den Lärm was tun. Was schwieriger zu vermeiden ist ist der Staub. Einmal im Jahr muss ich zum HNO zum Ohren spülen bzw absaugen. Danach ist alles wieder gut :)
:wink:

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Re: Alters vs Hörfrequenz-Limit

Beitrag von Firschi » Do 10. Sep 2020, 16:18

Das ist sowieso klar, denke ich.

Genau so, wie jeder mit 10 Fingern überdurchschnittlich viele Finger hat :mrgreen:
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Migel
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Re: Alters vs Hörfrequenz-Limit

Beitrag von Migel » Do 10. Sep 2020, 16:54

Nee nicht wirklich.Bei so vielen Millarden täglichen Falschmeldungen,Fehlinformationen sowie Fehleinterpretationen muss man da aufpassen.Nicht das man annimmt wenn ich so Alt bin und das ganze multipliziere höre ich so und so.
Auch wenn das jetzt leicht am Thema abdriftet der oben genannte Satz.
Ist es wichtig zu wissen das es sich nur um eine Formel handelt und keine Tatsache,weil noch andere Faktoren die physisch sind nicht mit berücksichtigt wurde.

Darauf wollte „indirekt“darauf hinweisen.

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Re: Alters vs Hörfrequenz-Limit

Beitrag von Firschi » Do 10. Sep 2020, 17:00

Das war leicht zu verstehen, Migel, das traue ich jedem zu :)

Jede Verallgemeinerung, z.B. im Sinne einer Faustregel, ist eine Approximation mit zu den Enden der Normalverteilung größer werdender Abweichungen. So wie die Berechnung des Bremsweges in der Fahrschule eine grobe Näherungsrechnung ist, die auf unterschiedlich alte und schwere Fahrzeuge sehr unterschiedlich zutrifft.
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Re: Alters vs Hörfrequenz-Limit

Beitrag von kds315 » Sa 12. Sep 2020, 11:46

Sicher, hatte diese offensichtlich empirische Faustformel im Netz gefunden und dachte das wäre doch anregend, mal hier drüber zu reden...

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