Raus aus dem Mittelalter

Esoterik, Klangverbesserer und sauberer Strom
jaco61
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Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von jaco61 » So 24. Nov 2019, 19:44

Langsam kommt Licht ins Dunkel
Kaum eine Branche die über Jahrzehnte bis ins 21. Jahrhundert noch immer mit einem guten Fuß im Mittelalter steckengeblieben ist. Mehrere Glaubensrichtungen (Röhre:Transistor; Vinyl:CD; Ohr:Messungen) und Propheten des Glaubens mit goldenen Ohren legen sich noch bis heute mächtig ins Zeug.
Die Fassade bröckelt, langsam aber doch nähern wir uns wieder der Wissenschaft. Die ist zwar immer da gewesen, wurde aber der unfehlbaren Göttlichkeit des Klanges untergeordnet. Nur die von salbungsvollen Lobpreisungen gesegneten göttliche Maschinen spuckten Klang und Gloria.

Seiten wie ASR wären früher verbrannt worden, sie wäre einigen Mächtigen zu unangenehm gewesen. Shiit Audio hats vor einiger Zeit voll erwischt. Sie haben sich anfangs mächtig gewehrt und ordentlich zurückgeschossen, aber am Ende gelernt und sich deutlich verbessert. PS Audio hats aktuell auf voller Breitseite erwischt und manche Propheten wurden wütend wie in alten Zeiten. Sie haben sich eingemauert, die Glaubensfrage gestellt und der Wissenschaft endgültig abgeschworen.

Schön, was so eine wohltuend erfrischende Aufklärungswelle in dieser finsteren Blase der falschen Propheten endlich aufreißt. Ein wahrlich goldenes Zeitalter ist da im Aufbruch. Da gibts waschechte high end Amps wie etwa den kleinen Atom, der hörbar von endlos teuren Boliden kaum zu unterscheiden ist. Dacs ab 89 euro wie der Topping D10 oder wenig darüber Khadas tone Board ebenso.
Schön auch die nicht messbaren Stromkabeländerungen, Netzfilter, Sicherungen, Unterlagen/Entkopplungen u.v.m.
Die schockierende Erkenntnis selbst einigem Irrglauben und falschen Propheten verfallen zu sein, wundert schon beträchtlich. Es löst sich dann aber bald in Freude und lustigen Geschichten auf. Man trifft noch so viele Gläubige, die mit diesen Artefakten der allerhöchsten Fidelity die größte Freude haben.

mike99
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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von mike99 » So 24. Nov 2019, 20:53

Schöner Text.

Für die, welche offen dafür sein wollen, sind die Möglichkeiten in der heutigen Zeit auch sehr von Vorteil.

Man hat sich allerdings, als man die Grundlagen für die moderne Werbeindustrie begann zu entwickeln, schon intensiv mit der Frage auseinander gesetzt, wieso Kunden in offensichtlicher Kenntnis eines günstigeren und qualitativ besseren Produktes dennoch etwas anderes kaufen.

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich mich in grauer Vorzeit, als die Hifi-Presse den Kabelklang entdeckte, mit meiner 175er Zündapp auf den weiten Weg machte um ein bestimmtes Lautsprecherkabel zu erwerben. Nur um dann festzustellen, dass die beschriebenen Effekte für mich nicht nachvollziehbar sind. Nach einem ähnlichen Erlebnis mit Cinchkabeln war mein Misstrauen dann geweckt und hat mir dann in der Folge auch sehr gute Dienste erwiesen.

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Firschi
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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Firschi » So 24. Nov 2019, 23:46

Ich weiß, ehrlich gesagt, nicht so richtig, was mit diesem Thread bezweckt wird. Sollte er als Auftakt einer Diskussionen gedacht sein, bin ich schon sehr auf den weiteren Verlauf gespannt.


Was passiert denn gerade mit "PS Audio"? Hatte ich bisher nicht mitbekommen.


Insgesamt finde ich gut, wenn - auf welche reproduzierbare Weise auch immer - objektiv nachvollziehbare Erkenntnisse erzeugt und zur Verfügung gestellt werden. Interpretation ist dann nochmal eine neuerliche Herausforderung. Die besagten "Propheten", die grundsätzlich das Gehörte höher als Messungen einordnen, werden sich davon eher nicht überzeugen lassen.

Vor diesem Hintergrund frage ich mich auch, ob und für wen es Teil des Hobbies ist, andere von irgendwas zu überzeugen.

jaco61
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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von jaco61 » Mo 25. Nov 2019, 07:14

Zu PSAudio, deren 6 tsd usd DAC kommt hier an die Reihe:
https://www.audiosciencereview.com/foru ... -dac.9100/

Den Sinn des Threads sehe ich z.B. in Forcierung von Aufklärung in Bereichen wo lange genug verarscht wurde.

Offene Fragen, die ich als elektrotechnischer Noob noch immer habe, könnten darin auch geklärt werden. Ist es z.B. voodoo oder bringts doch was den Netzstecker phasenrichtig oder anders einzustrecken. Ich bilde mir ein, dass die Separation der Instrumente besser und die Bühne ein wenig breiter ist.
Fiktion oder Realität? Kann man das messen oder ist es bloß ein Placebo?

Geräte aufeinander zu stapeln ist unter Highendern auch nach wie vor ein no go. Beeinflussen sich die tatsächlich wenn sie sich berühren oder einfach nur nahe genug stehen?
Zuletzt geändert von jaco61 am Mo 25. Nov 2019, 09:52, insgesamt 1-mal geändert.

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Robodoc
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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Robodoc » Mo 25. Nov 2019, 07:21

Firschi hat geschrieben:
So 24. Nov 2019, 23:46
Vor diesem Hintergrund frage ich mich auch, ob und für wen es Teil des Hobbies ist, andere von irgendwas zu überzeugen.
Ich finde, das ist hier (in unserem Forum) wenig verbreitet. Klar ist manchmal jemand im Überschwang des NTS überzeugt, die Nadel im Heuhaufen gefunden zu haben, aber das endet nicht regelmäßig in Überzeugungsarbeit gegenüber anderen. Meistens verläuft sich so ein NTS im Sande ... eigene Erfahrung. Daher bin ich meistens erst mal still.

Die, die das Hobby wirklich ernsthaft betreiben, werden allerdings immer etwas "merkwürdige" Installationen entwickeln. Da kann und darf ich mich durchaus an die eigene Nase fassen, denn wer hat sonst schon so eine bekloppte und erklärungsbedürtige Wiedergabekette von Vinyl oder Digital bis zum L700 Mk2. Trotzdem sehe ich den TO eher skeptisch, denn ich könnte mit den genannten Atom - Topping - Geräten nicht glücklich werden. Andererseits halte ich Sachen wie Kabelklang und Turmalin für Snake Oil.

Als Ingenieur kann ich mir Dinge erklären und andere nicht. Für erstere bin ich durchaus bereit, Geld auszugeben.

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Staxi2017 » Mo 25. Nov 2019, 08:12

Man bekommt sehr gutes oft bei Thomann, und nicht im Highend-Geschäft, wo es um den Faktor 5 teurer ist.
RME adi2 xx zum Beispiel
Oder als Endstufe PAS 2002PCA

Wenn die Amerikaner Kopfhörer um 4000-6000 Euro mit der Qualität um 29 Euro verkaufen, dann muss man schon absolute Goldohren haben und das Gras wachsen hören. Preis-Leistung sind da nicht mehr gut.

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Control » Mo 25. Nov 2019, 09:25

JDS, Topping, SMSL, Geshelli zeigen gerade überdeutlich, dass es mittlerweile für kleines Geld "High-End-Klang" gibt, auch und gerade wegen der neueren Messtechniken wird die Luft der >4K-Boliden richtig dünn. Die punkten halt noch mit Materialschlachten und einem gewissen Geschlechtsteilverlängerungs-Charme.

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Musikfreak » Mo 25. Nov 2019, 11:04

Für mich ist das eine schwierige Frage welche Veränderungen in der Hifi Kette wirklich etwas klanglich bringen und welche auf Einbildung basieren.Ich frage mich zum bsp ob man an einer ganz hochwertigen ausgereizten Hifi Anlage vielleicht doch Kabelklang bei intensivem Vergleichen zwischhen 2 Kabeln minimal heraushören kann.An klare Unterschiede,wie im OEM oft behauptet wird,kann ich nicht glauben.Wenn dann sind es nur Nuancen und es wird da maßlos übertrieben.Bei meinem neuesten Spielzeug,ein Netzwerkplayer mit CD Lade,glaube ich zu hören das der besser klingt als mein voriger CD Player.Bilde ich mir das nun ein oder ist da was wahres dran,denn vorher konnte ich zwischen meinem vorigen CD Player und einem biligen alten DVD Player keinen Unterschied hören.Das war wohlgemerkt nicht mal ein Blindtest.Was noch aussteht ist ein Vergleich zwischen meinem neuen Netzwerkplayer und dem DVD Player.Sollte ich da nach stundenlangem Vergleichen keinen Unerschied hören dann bin ich wieder geerdet und irgendwie auch beruhigt.Brauch mir dann keine Gedanken machen ob nicht doch dies und das in meiner Hifi Kette etwas klanglich bringt

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Control » Mo 25. Nov 2019, 11:48

Richtig schräg wird es, wenn vernunftbegabte darüber streiten, ob die Streamingqualität über Wifi leidet, da Ethernet ja hörbar sooo viel besser sei.

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Robodoc » Mo 25. Nov 2019, 11:57

Ja, oder die Klangqualität von USB Kabeln.
Silber ist heller, weiß man ja.
Mehr Mikrodetails. Offene Bühne und so :fpalm:

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Robodoc » Mo 25. Nov 2019, 12:06

Musikfreak hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 11:04
Bei meinem neuesten Spielzeug,ein Netzwerkplayer mit CD Lade,glaube ich zu hören das der besser klingt als mein voriger CD Player.
Das kann schon sein, denn im Bereich der Wandler und Vorverstärker hat sich schon einiges getan. Mein Primo soll auch einen extrem guten DAC haben, sagen einige. Ich hab das allerdings noch nicht ausprobiert, weil wandeln tut mein Wolfson - zumindest wenn es auf den T1 geht. Spiele ich eine CD auf meinem alten Onkyo Player ab, dann klingt das schon anders als über meinen Wolfson oder den Soul. Aber Welten sind das nicht.
Musikfreak hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 11:04
Bilde ich mir das nun ein oder ist da was wahres dran ...
Das ist eine gute Frage.
Oben habe ich gesagt, es klingt anders im Beispiel Onkyo / Wolfson. Aber "anders" heißt ja nicht zwangsläufig besser. Nur "anders" eben.
Ein Chateau Lafite schmeckt ja auch anders als ein Chateau Latour. Welcher ist besser?

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Control » Mo 25. Nov 2019, 14:44

Also an Klang-Unterschiede zwischen CD-Player und DVD-Player kann ich mich noch gut daran erinnern. Der DVD-Player klang mit CDs einfach grottig.
Aber he, was wäre unser Hobby mit nur einer Wahrheit? Es macht doch gerade den Reiz aus, sich immer mal mit Verbesserungen zu beschäftigen. Allergisch reagiere ich nur auf missionarisches Geblubber. Und ob jemand einzelne DAC-Chips schon allein am Geruch erkennen kann, ist doch das Salz in der Suppe. Ich nehme das mit Humor an und freue mich für jeden, der seinen HiFi-Gral gefunden hat.

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Musikfreak » Mo 25. Nov 2019, 17:10

Für mich persönlich ist ein Netzfilter in meiner _Hifi Kette sehr wichtig.Was mich etwas verwundert ist das jemand Kabelklang deutlich heraushört aber derjenige nicht hört ob ein Netzfilter in seiner Anlage angeschlossen ist oder keiner.Dafür konnte ich bis jetzt keine klanglichen Unterschiede zwischen Kabeln heraushören.Was ich damit sagen möchte ist das jeder die angeblichen oder auch vorhandenen Unterschiede anders empfindet.Auch wenn es sich nur um einen Placebo Effekt handelt.Es ist doch gerade das schöne an unserem Hobby das es nicht nur die eine Wahrheit gibt denn sonst wären sich da alle einig.

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von RunWithOne » Mo 25. Nov 2019, 22:22

Was filtert denn ein Netzfilter und wie ist er aufgebaut?

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Musikfreak » Mo 25. Nov 2019, 23:26

Ein Netzfilter ist dazu da aus dem ankommenden Strom vorwiegend die hochfrequenten Störungen rauszufiltern.Dabei gibt es Unterschiede wie hoch bei jedem diese HF Störspitzen auftreten und wie klangbeeinflussend die dann in der eigenen Hifi Anlage sind.Viele tun das als Voodoo ab und manche schwören darauf.Das ist ganz unterschiedlich.Mit dem Aufbau eines Netzfilters hast du mich erwischt denn das können andere besser erklären.Es gibt jedenfalls viele Arten von Netzfiltern vom einfachen Ferritkern bis zu Geräten die äußerlich einer Endstufe ähneln und sehr schwer sein können.

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von BadPritt » Mo 25. Nov 2019, 23:46

Bei der Audiovista ist immer einer, der hat sein ganzes Equipment auf Weinkorken gestellt. 3 Geräte, 12 Korken, fertig. Der Mann ist überzeugt davon, dadurch den Schlüssel zum absoluten Hörerlebnis gefunden zu haben. Bei der nebenbei angefallenen Weinverkostung hatte er sicherlich ebenfalls viel Spaß. Alles gut. Find‘ ich super. Ich hab deshalb auch keine Diskussion mit ihm angestoßen, ob denn nun Presskork oder Naturkork besser klingt. Will sagen: wir leben Gott sei Dank in einem freien Land, in dem jeder in gewissen Grenzen machen und an das Glauben kann, was er will. Auch kann jeder mit meinem Geld machen, was er will: sparen, verschenken, durchs Klo spülen - egal. Von mir aus kann auch jeder sein ganzes Viertel mit Netzfiltern abriegeln, die letzte Strommeile zu seinem Haus heimlich mit Silberkabel ausbauen oder seine Fritzbox für besseren Klang mit Klopapier umwickeln. Mir egal. Schlimm wird’s nur, wenn jemand mich mit pseudophantastischem, quasi zum Dogma erhobenen Geschwurbel, zu irgendeinem Voodoo „bekehren“ will. Dann könnte ich ausrasten...

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Musikfreak » Di 26. Nov 2019, 09:05

BadPritt hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 23:46
Schlimm wird’s nur, wenn jemand mich mit pseudophantastischem, quasi zum Dogma erhobenen Geschwurbel, zu irgendeinem Voodoo „bekehren“ will. Dann könnte ich ausrasten...
Also das kann ich auch nicht ab wenn jemand,oder mehrere,mir weissmachen möchte(n) das ich etwas unbedingt kaufen muss weil derjenige davon so überzeugt ist.Jeder ist anders,hört anders,setzt andere Priorititäten und hat andere Gedanken und Vorstellungen.Na klar kann man sich das anhören was derjenige so toll findet aber er soll mir nichts aufschwatzen was gegen meine Überzeugung ist und damit nicht brauche.

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Robodoc » Di 26. Nov 2019, 09:14

BadPritt hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 23:46
Ich hab deshalb auch keine Diskussion mit ihm angestoßen, ob denn nun Presskork oder Naturkork besser klingt.
Lasst mir ja den Hartmut in Ruhe :kilroy:
Presskork ist eher für die jüngere Generation gedacht, wirkt subjektiv so ein bisschen wie eine Kompression im milli dB Bereich.
Naturkork verwendet man gerne für Weltmusik und Opern, das verbessert die subjektive Perzeption, vor allem nach objektivem Weingenuss :smoke:
Dann gibts ja noch diese künstlichen Korken ... sind die aus Plastik? Egal, jedenfalls ideal für House und Elektro. Impact :yau:
Kronkorken bitte nur bei Blasmusik :bier:

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Control » Di 26. Nov 2019, 09:25

Oha, da liege ich ja mit meinem Tetra-Pack-Vino bei Helene F. richtig.

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Musikfreak » Di 26. Nov 2019, 10:39

Robodoc hat geschrieben:
Di 26. Nov 2019, 09:14

Lasst mir ja den Hartmut in Ruhe :kilroy:
Hans dann weiss ich wen du meinst ;) Seine modifizierte Anlage mit einem Grado SR 60 soll unglaubliche Gesichter hinterlassen haben.Vielleicht weiss er mehr als alle anderen wie man den Klang überall positiv beeinflussen kann :) Er lacht vielleicht über uns und denkt sich...Wenn die alle wüssten ;)

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von RunWithOne » Di 26. Nov 2019, 15:28

Musikfreak hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 23:26
Ein Netzfilter ist dazu da aus dem ankommenden Strom vorwiegend die hochfrequenten Störungen rauszufiltern
Was heißt in diesem Zusammennhang hochfrequent?
Ich erinnere mich noch gut an ein Gespräch nit einem Kollegen (Elektronik-Ing.), der meinte Musik (damals haben wir wohl 20kHz angenommen) ist keine Hochfrequenztechnik. Erweitert gilt das wohl für verschiedene HD Format mit ganzzahligen Vielfachen. Über die Wahrnehmung (nicht Hören) solcher Effekte streiten sich die verschiedene Geister. Hören wird es hier wohl streng genommen niemand. Wir sind ja alle nicht mehr ganz jung.

Das es derartige Filter gibt war mir bekannt. Aber auf Grund meines Hörens am DAP war das sowieso nie ein Thema für mich. Jetzt gabe ich ja auch einen KHV (mit hervorragenden Meßwerten) dazwischen. Eine reine Audio-Anlage besitze ich nicht mehr. Nur Soundbar, Radio und Aktivboxen am PC sind noch am Start. Vielleicht lese ich mich bei Gelegenheit ein. Aber so richtig dran glauben (Methapher! ;) mag ich nicht. Wie steht ihr dazu.

Ansonsten meine ich, das imk allgemeinen viel Marketing und Unwissenheit im Spiel ist. Wenn ich mal irgendwo im Bekannten oder Kollegenkreis über Audio spreche, kann man mir meist nicht mehr folgen. Die Jüngeren streamen sowieso und sind erstaunt das Spotity Premium nur MP3-Qualität ist.

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Musikfreak » Di 26. Nov 2019, 16:35

Mit jedem mobilen oder batteriebetriebenen Hifi Gerät hat sich das Thema eventuelle Netzstörungen sowieso erledigt.Wenn dich das Thema Netzfilter interessiert dann ließ am besten im Internet nach.Da gibt es einige Seiten darüber zu lesen.Trotzdem wird glaube ich nirgends darauf hingewiesen das man die Geräte ,die zum ersten mal an einem beliebigen Netzfilter nachgeschaltet sind,erst nach einer Stunde endgültig beurteilen kann ob sich da was klanglich getan hat oder nicht.Am besten am Tage das dann machen weil dort die größen Unterschiede bemerkbar sind.Ich frage mich auch seit einigen Jahren wie man einen Netzfilter Blindtest machen kann.Mit schnellem umstecken wie das bei unterschiedlichen Geräten oder Kabeln der Fall ist funktioniert das nicht.Man kann das nur so machen das man die Geräte entweder eine Stunde ohne Netzfilter laufen lässt und dann hören und danach Netzfilter an die Geräte anschließt und wieder eine Stunde mit Strom laufen läßt und dann hört,oder umgekehrt.

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von j!more » Di 26. Nov 2019, 17:31

Musikfreak hat geschrieben:
Di 26. Nov 2019, 16:35
Trotzdem wird glaube ich nirgends darauf hingewiesen das man die Geräte ,die zum ersten mal an einem beliebigen Netzfilter nachgeschaltet sind,erst nach einer Stunde endgültig beurteilen kann ob sich da was klanglich getan hat oder nicht.
Äh, ja. Das Problem dabei: So etwas wie ein akkustisches Gedächtnis, das subtilste Unterschiede abspeichert, gibt es nicht. Die Unterschiede müssen schon sehr deutlich sein. Wenn man Unterschieden tatsächlich auf die Spur kommen möchte: So sicher nicht.

Das ist übrigens auch der Grund, warum man Kabel und Netzfilter immer erst einspielen muss: Das verhindert einen direkteren Vergleich zuverlässig.

Ich habe hier seit Jahren ein unvollendetes Netzfilterprojekt mit 1 kVA Trenntrafo und einer ganzen Batterie von Schaffner Netzfiltern. Es fehlt noch ein Softstarter (damit der Trafo beim Einschalten nicht das ganze Viertel stromlos macht) und eine Gleichspannungssperre (damit der Trafo nicht brummt).

Mein Enthusiasmus ist beschränkt, weil bei uns der Strom zu gut ist. Weil: Wenn die Stromversorgung einigermaßen ok und die einzelnen Elemente der Kette ordentlich konstruiert sind, dann braucht es das alles nicht.

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Musikfreak » Di 26. Nov 2019, 18:04

j!more hat geschrieben:
Di 26. Nov 2019, 17:31
Das ist übrigens auch der Grund, warum man Kabel und Netzfilter immer erst einspielen muss: Das verhindert einen direkteren Vergleich zuverlässig.
Das wusste ich nicht das bei Kabeln ein Blindtest deshalb auch schwierig ist.Dann verhalten die sich so wie Netzfilter und dann wird es schwierig bis unmöglich die klanglich zu vergleichen.Außer es gibt deutliche Unterschiede die auch nach einem längeren Zeitraum offensichtlich sind.

Wenn bei dir der Strom so sauber ist dann brauchst du doch keinen Netzfilter und kannst das Projekt für immer ruhen lassen ;)

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Migel » Di 26. Nov 2019, 22:57

Thema Netzfilter.....
Die Schweizer halten nicht allzuviel davon.Die meinen das sowas an Dynamik verliert und setzen lieber auf einen Trafo.
Ich habe auch meine alte Netzleiste gegen eine Taga Harmony Pf 1000 abgelöst.
Davor habe ich noch eine Furutech Steckdose eingebaut.

Also ich meine das stimmt auch was Sie sagen.Mit der Netzfilterleiste meine ich das wirklich das bisschen die Dynamik raus ist, dafür etwas mehr Ruhe.Leider brauche ich die Leiste weil Schiit so richtige Ringkerntrafos mitliefern für die kleinen Geräte und nimmt extrem den platz weg in der 6 fachleiste.Sonst hätte ich längst die von Inline oder wie die heißt genommen statt die Taga.

Ich fand die Steckdose von Furutech wo 50€ kostet hat am meisten was gebracht gegenüber der 3 € Steckdose die am Vermieter gehört.
Die anscheinend geilste Leiste soll die von Audioquest sein aber wer gibt 1000-1200€ für die aus?
Für den Kopfhörer sektor finde ich sowas bisschen arg übertrieben.

Ich glaube wenn man gute Rca Kabel kauft bis max 80€.Ist man gut bedient, wobei das Cordial aus der Tontechnik sehr gut sein soll.
Ich find das ganze neue Kabelgedöns bisschen arg aus der Luft gegriffen.
Bessere Kabel ja aber nicht für unsumme .
Und Klar Gold,Silber,Rhodium okay.
Nur gibts da bisschen was zu beachten dabei, das vergessen viele.

Viel wichtiger würde ich finden das man die Newbies die sich für sowas interessieren was gibt.
Ich habe Ende Dezember 18 mit dem angefangen und wurde regelrecht erschlagen damit.
Das mir Sachen aus dem Media Markt nicht ins kommen war mir klar.
Mir war nicht klar das es sehr sehr viele Soundsignaturen gibt,Dacs wo Warm, analytisch oder Kalt klingen können.
Und dann halt auch noch die ganze Dacs mit intergrietem Verstärker wo meist vergessen kannst von der Leistung her am Kopfhörerausgang.
Bsp Fostex Hp A3 wunderbares Teil aber bisschen schwach.Knallt erst richtig wenn er an einem Vorverstärker dran ist.
Auch wenn ich es zum Teil gut finde das so Leute wie Schiit,Jds Labs ect den großen den Rang ablaufen, aber auch die bekommen noch nicht alles so ganz hin.

Wenn ich einen Loben ist zbs der Vincent Khv 1 ist zwar ein Röhrenverstärker der 2000 mal gebaut wurde.
Der brachte damals auf 32 ohm kanpp 1,8 Watt. Finde das ist schon ne Hausnummer.
Preislich ist er halt echt heftig.Wo ich fast schon den Brocksieper vorziehen würde.
Das sind halt nur Vorverstärker aber keine schlechten.
Man war der Zeit schon vorraus, aber warum machen Sie es nicht besser 20 Jahre danach?

Auch wenn viele Hersteller der alten Zeit nachtrauern, zurecht irgendwo.
Weil halt der Schlagabtausch fair und gut ablief.Und noch entwickelt sowie produziert wurde vor der Haustüre.
Heute wird halt kopiert was das Zeug hält.Vielleicht noch in Europa entwickelt und in China produziert.
Margen drauf gehauen für max profitgier.Ist es kaputt wird weggeschmissen und neu gekauft.
Früher hast noch repariert und das noch erfolgreich.

Aber man soll irgendwo noch jedem soviel Freiraum geben für seine Passion.
Klar wird der eine sagen Platten gibt nichts besseres und der andere das selbe bei den Cd‘s.
Ich bin mit allen Drei dingen noch gross geworden.Platten,Cd,Mp 3 jetzt streaming.Ah Die Kassetten kenne ich auch noch :mrgreen:
Ich sage auch das Platten wenn ich meine Sammlung höre an der großen Anlage was nichts besonderes ist.Toll klingt und auch ist.
Und ja es klingt nochmal etwas besser mit einer guten Verkabelung die sich im Rahmen hält.
Aber wenn jemand 5000€ für Kabel ausgeben möchte bitte, oder ein Kopfhörer von Kennerton wo 3000€ kostet bitte.
Ist ja sein Geld nicht meines.
Mich interessiert mehr was dahinter steckt.Wie funktioniert es.Was kann ich eventuell noch tun daran das es vielleicht so ist wie ich es gerne hätte?
Einige haben Tontechniker oder Elektriker gelernt, ich hätte es damals machen sollen echt.
Ich hätte soviele Ideen auch für Zuhause.Auch wenn es mit arbeit verbunden wäre.
Aber das ist genau das was mir Spass macht :)

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Firschi
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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Firschi » Mi 27. Nov 2019, 00:26

j!more hat geschrieben:
Di 26. Nov 2019, 17:31
Das Problem dabei: So etwas wie ein akkustisches Gedächtnis, das subtilste Unterschiede abspeichert, gibt es nicht. Die Unterschiede müssen schon sehr deutlich sein.

Aha, das hat wohl außer mir noch jemand gelesen ;) weißt du noch, wo du das gelesen hast und kennst du eventuell sogar den medizinischen Begriff dieses Phänomens?

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ZeeeM
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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von ZeeeM » Mi 27. Nov 2019, 07:20

Das auditive Gedächtnis kann man in gewisser Weise schulen. Das Hören und die daraus gern gemachten Rückschlüsse auf technische Gegebenheiten würde ich im Rahmen von Fehlerbetrachtungen mit Vorsicht genießen.

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von Staxi2017 » Mi 27. Nov 2019, 07:39

Gibts eigentlich gelernte Tontechniker die auf das Vodoozeug stehen - würde mich interessieren.

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von jaco61 » Mi 27. Nov 2019, 07:43

Wir machten vor ein paar Jahren einen Zubau und bei der Gelgenheit hab ich für die Anlage einen eigenen Stromkreis mit "High End" Sicherung und besserem Kabel gemacht. Klanglich bilde ich mir dabei ein, dass es etwas aufgeräumter und sauberer klingt, ist klar wenn der Strom sauberer ist oder? :fpalm:
Da ich leicht umstecken kann zum von PCs, TVs, WaMaschine und sonstigen bösen Verseuchern von blitzsauberem Windstrom, ist ein sosolala Vergleich mit an sich inakzeptabler Zeitverzögerung möglich. Nun, es tut sich kaum was dabei, höchstens marginal anders aber sicher nicht eindeutig besser.
Von diversen Gurus indoktriniert musste natürlich auch eine sauteure HMS Netzleiste her, man will schliesslich den besten Saft für die edle Elektronik... Die Tage hab ich mal alles umgesteckt auf eine solide aber günstige Öehlbach Leiste und das Ergebnis war erfreulich: null Unterschied!
Die HMS-Leiste wird verkauft, der Erlös finanziert z.T. einen Subwoofer, der macht tatsächlich einen fetten Unterschied, weit weg von Voodoo und Einbildung.

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Re: Raus aus dem Mittelalter

Beitrag von j!more » Mi 27. Nov 2019, 09:51

Staxi2017 hat geschrieben:
Mi 27. Nov 2019, 07:39
Gibts eigentlich gelernte Tontechniker die auf das Vodoozeug stehen - würde mich interessieren.
Ja, natürlich. Es gibt auch (ohne da eine Debatte lostreten zu wollen) viele Homöopathen unter den Ärzten.

Die Motivationen sind dabei ganz unterschiedlich und nicht zwingend unehrenhaft.

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